Dieses Album steht bei meinem Vater schon seit vielen Jahren im Regal, aber so richtig für mich entdeckt habe ich es erst vor zwei Wochen. Eigentlich erstaunlich, wenn man bedenkt, dass ich dieses Album schon so oft gehört habe, aber nie wirklich darauf angesprungen bin - ich brauchte wohl erst einige Anläufe... =)
Dafür war es gleich beim ersten (und auch richtig bewussten) Hören Liebe auf den ich-weiß-nicht-wievielten Blick.
Es geht gleich mit einem richtigen Kracher los, namens "Zoo Station". Bonos verzerrte Stimme röhrt über Gitarrenlärm hinweg und sollte am besten richtig, richtig laut gespielt werden.
"Even better than the real thing" (könnte eigentlich auch der Albumtitel sein) ist absolut genial, mit einem guten Mitsing-Refrain.
Der nächste Track auf dem Album ist "One". Zu diesem Song kann man nicht wirklich viel sagen, denn ich finde, er trotzt jeder Beschreibung. "One" ist wohl der bekannteste Song auf dem Album und auch einer der schönsten. Durchweg genial, Text sowie Melodie. (Bitte im Booklet mal auf die Bilderfolge ganz links neben dem Text achten...*schmunzel*)
"Until the end of the world" ist auch wieder einer der Lautspiel-Kandidaten, ein sehr guter Rocksong, der keinen einzigen Refrain hat, stattdessen nach jeder Strophe das gleiche, geniale Gitarrensolo. Meinen Respekt an The Edge...
"Who's gonna ride your wild horses" ist eine wunderschöne Ballade.
"So cruel" ist ein eher ruhiges Lied. Ziemlich traurig wie ich finde, dennoch wunderschön, allerdings von erschöpfender Länge.
"The Fly" ist ein absolut herausragender Song. Der Refrain an sich ist schon genial, mit zwei Stimmen (Bono und The Edge) gesungen. Aber am faszinierendsten ist das Gitarrensolo in der Mitte, eins von der Sorte, die unvergessen bleiben.
"Mysterious ways" ist ein weiterer Kracher mit einem guten Mitsing-Refrain und einer exzellenten Gitarre.
"Tryin' to throw your arms around the world" ist ein ruhiger, wunderschöner Song.
"Ultra Violet (Light my way)" ist für mich ein solider Song, kommt mir aber irgendwoher bekannt vor - als hätte man so einen ähnlichen Song schon mal von U2 gehört.
"Acrobat" ist meiner Meinung nach nicht ganz herausragend aber dennoch ein gutes Werk von U2. Hierbei finde ich den Text sehr gelungen ("...And you can dream - so dream out loud!").
"Love is blindness" beendet das Album perfekt und lässt einen ein bisschen träumen...
Was mich an dem Album sofort fasziniert hat, war neben Bonos unverwechselbarem Gesang auch The Edges einfach unglaublich und besonders hervorzuhebendes Gitarrenspiel. Fast jeder Song hat ein gelungenes, einzigartiges Gitarrensolo in der Mitte. Aber nicht nur The Edges Gitarre ist super, sondern auch sein Gesang ist einfach genial.
Zusammenfassend gesehen ist dieses Album ein grandioser Höhepunkt in der Karriere der vier Iren und es lohnt sich wirklich, diese Scheibe im Regal stehen zu haben - selbst wenn es etwas dauert, bis man dieses Meisterwerk für sich entdeckt...besser spät, als nie...=)