"Ein kritischer Insider-Bericht" - da erwartet man doch einen subjektiven Erlebnisbericht? Reich an Informationen, die sonst nicht so leicht zugänglich sind für uns Nicht-Insider? Leider erfüllen die Autoren diese Erwartung kaum. Die Autoren verallgemeinern ihre Eindrücke und versuchen so ihre Kritik zu objektivieren - dann kommen so seltsame Formen wie "Waldorfschüler überstehen die Zeit der Pubertät recht harmonisch" dabei heraus. Woher wissen die Autoren das? Kennen Sie entsprechende Untersuchungen? Haben sie selbst systematisch geforscht? Der Leser erfährt darüber nichts. In diesem Stil ist leider der überwiegende Teil geschrieben.
Wer zur Anthroposophie kritische Beiträge lesen möchte, erfährt in anderen Büchern - finde ich - mehr: Ch. Rudolf "Waldorf - Erziehung. Wege zur Versteinerung"(leider vergriffen), oder Klaus Prange "Erziehung zur Anthroposophie ...".