Dass ich bei der unübersichtlichen Zahl an Literatur zur Ahenenforschung gerade auf dieses Werk gestoßen bin, war Zufall - ein glücklicher Zufall. Bei der Lektüre wird schnell klar, hier handelt es sich nicht um ein weiteres Buch, in dem erläutert wird, wie ich meine bereits "gefundenen" Vorfahren passend in den Stammbaum einordne. Vielmehr geht es wirklich um eine neue Perspektive auf das ganze Unterfangen Ahnenforschung - weg vom ewig väterzentrierten Suchen, hin zu mehr Gleichberechtigung, auch in diesem Bereich. Der Anspruch, dass Ahnenforschung zu allererst Selbsterkenntnis sei, kann jeder bestätigen, der sich wirklich einmal intensiv mit der eigenen Familiengeschichte auseinandergesetzt hat, nirgendwo gibt es spannendere Geschichten.
In unserer heutigen digitalen Welt in der es uns so einfach gemacht wird, die blanken Informationen über Geburts- und Sterbedatum der Vorfahren medial umzusetzen und darzustellen, gibt dieses Buch einen unterhaltsamen und zugleich lehrreichen Einblick in die Fülle der Möglichkeiten und ihrer Umsetzung.
Diese neuen Perspektiven aber auch die Art wie die beiden Autoren, dem Leser diese neue Sicht vermitteln, macht das Buch sowohl für Einsteiger - auch für junge Menschen, man muss kein bestimmtes Alter erreicht haben um sich für die Familiengeschichte zu interessieren - als auch für "Profis" spannend, die nochmals eine ganz neue Sicht auf ihre bisherigen Erfolg erlangen.
Daher von mir die bestmöglichste Bewertung, solche Ratgeber machen nicht nur Spaß sondern holen die Ahnenforschung aus ihrer staubigen Ecke.