Dieses Buch hat mich zutiefst enttäuscht. Die Erlebnisse sind sehr oberflächlich beschrieben, insbesondere der Aufenthalt der Autorin im Vipassana Retreat. Entweder wurden die stündlich wechselnden Launen der Autorin aufgeführt oder es wurde dargestellt, wie die Einhaltung der dortigen Regeln umgangen wurde. Auch der Rest des Buches wirkte auf mich nicht 'selbstkritisch', wie in den anderen Rezensionen zu lesen ist, sondern eher 'pseudo-witzig', d.h. man stellt sich selbst tölpelhafter dar als man eigentlich ist, um die Sympathie des Lesers zu gewinnen. Trotz des Versuchs mit allen stilistischen Mitteln sympathisch wirken zu wollen, strotzt das Buch vor Arroganz: Angefangen von den Vergleichen mit Jesus am Kreuz (S. 199) bis hin zum unermüdlichen Betonen der Tatsache, dass die Autorin als Frau alleine durch Nepal trekkt und dabei ihren eigenen Rucksack trägt (liebe Frau Heidegger, vielleicht mag das eine Besonderheit im Jahr 2007 gewesen sein, in den 90er Jahren war es das nicht, da liefen fast ausnahmslos alle Trekker ohne Guide und Porter).
Vielleicht ist es nicht fair, das Buch so zu zerreden, aber mir hat es leider überhaupt nicht zugesagt.