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Acht Wochen verrückt: Roman
 
 
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Acht Wochen verrückt: Roman [Gebundene Ausgabe]

Eva Lohmann
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (65 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [93kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 208 Seiten
  • Verlag: Piper; Auflage: 7 (Februar 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3492054390
  • ISBN-13: 978-3492054393
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 12,4 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (65 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 4.764 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Eva Lohmann
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»In ihrem Roman Acht Wochen verrückt verarbeitet die Autorin, sensibel und präzise beobachtet, ihre eigenen Erfahrungen.« Welt am Sonntag »Anrührend ehrlich, ohne Selbstmitleid und ohne Belehrungen.« NDR »Acht Wochen verrückt ist leichte Lektüre über schweren Stoff: Achtsamkeit mich sich selbst zu lernen.« FAZ »Eva Lohmann lässt Mila ganz genau beobachten, schont den Leser nicht. Doch es geschieht auf ganz sanfte Art. Die Geschichte von Mila, sie berührt. Nicht nur deshalb ist dieses Buch so lesenswert« Westdeutsche Allgemeine Zeitung »Es ist eine ernste Geschichte, aber Lohmann schafft es gerade zu meisterhaft, der Erzählung keine Sentimentalität aufzudrücken. Und gerade das stimmt nachdenklich. Es ist, wie es ist. Ein bemerkenswerter Stil. Sie verzichtet darauf Mitleid für die überforderte Mila zu erhaschen, sie schafft es, die Ticks der Patienten nicht ins Lächerliche zu ziehen. Ihr Humor ist fein, kommt immer dann zum Tragen, wenn auch die Figuren lachen dürfen.«   Aachener Zeitung »Die geschlossene Klinik, die Eva Lohmann beschreibt hat dennoch zum Glück nichts zu tun mit Einer flog übers Kuckucksnest. Ein mildes Licht scheint und lässt Lebensgefahren, Psychosen, Intrigen, Dramen mit dem Ex umso schneidender erscheinen. Das besondere: Eva Lohmann kann diese Szenen treffsicher, souverän beschreiben.« WDR 1Live »Schonungslos gibt sie einen Einblick in die Gedankenwelt ihrer Protagonisten. Und sie zeigt, dass es durchaus einen Weg zurück ins Leben geben kann. Das macht Mut und ist eine beachtenswerte Reaktion auf das große Schweigen gegenüber psychischen Erkrankungen.« Kieler Nachrichten »Der autobiografisch geprägte Roman ermöglicht mehr Verständnis für ein Tabuthema, zumal Lohmann leichthändig und nicht 'betroffen' erzählt. Zugleich macht die Autorin spürbar, wie tief seelische Krankheit erschüttert, ermöglicht Blicke hinter die Kulisse. Ihr Umgang mit dem heiklen Erzählstoff ist mutig, aber sie trifft einen angemessenen Ton.« Neue Westfälische »Ihr Roman ermöglicht mehr Verständnis für das Tabuthema, zumal sie leichthändig und nicht 'betroffen' erzählt. Zugleich macht sie spürbar, wie tief seelische Krankheit erschüttert, ermöglicht Blicke hinter die Kulissen. Lohmanns Umgang mit dem heiklen Erzählstoff ist mutig, da sie trotz der Fiktion viel von sich selber zeigt. Dabei trifft sie genau den richtigen Ton.« WDR »Acht Wochen verrückt handelt zwar von Depressionen, ist aber federleicht geschrieben (…). Ohne Selbstmitleid, schlicht und ehrlich zeigt es den Weg aus der Krise.« RBB Hörfunk Radio Fritz »Die authentische, ehrliche Art des Erzählens, mit Platz für Humor, aber nicht für Pauschalurteile, macht es zu einer spannenden, unterhaltenden Lektüre.« Südwest Presse »Ein beeindruckendes Roman-Debüt. Lohmann beschreibt intensiv, mitfühlend und mit einer tollen Sprache.« Flensburger Tageblatt »Eva Lohmann aus Hamburg hat einen berührenden Roman über ihre Krankheit geschrieben. « Grazia

Kurzbeschreibung

»Der Tag, an dem ich in die Klapse komme, ist ein Donnerstag« – so beginnt Eva Lohmanns autobiographischer Roman: Ihre Heldin Mila ist müde, unendlich müde und traurig. Dabei ist sie noch keine dreißig. Aber der Jobfrisst sie auf, und der Sinn ihres Daseins ist ihr aus dem Blick geraten. Mit Depression und Burnout wird sie in eine psychosomatische Klinik eingewiesen, auch wenn das bei ihren ambitionierten Eltern alles andere als populär ist und nicht nur bei ihrem Freund eine gewisse Beängstigung auslöst. Denn niemand von denen, die an einen solchen Ort kommen, ist doch normal, oder? Aber wie verrückt ist Mila eigentlich? Und kann man unter lauter Kranken überhaupt den Weg zurück ins richtige Leben finden?»Acht Wochen verrückt«, der so unverstellte wie pointierte Roman über das Verrücktsein in normierten Zeiten. Von einer Erzählerin, deren scharfe Beobachtungsgabe niemanden verschont.

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19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Andrea Koßmann TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Betreff meiner Rezension ist ein Zitat aus dem Debüt-Roman von Eva Lohmann, der an sich zwar fiktiv ist, aber dennoch auf eigenen Erlebnissen der Autorin beruht. Und nicht nur das. Ich glaube, dass sich viele andere Leser in ihrem bisherigen Leben schon mal ähnliches gedacht haben. Und wenn sie es nicht getan haben, dann werden sie dem Satz vielleicht in dem Moment, in dem sie ihn lesen, zustimmen.

Milena Winter hat eigentlich alles, was ein Mensch zum Leben braucht. Einen Freund, eine Wohnung, einen Job. Doch leider hat sie auch viel zu viel Stress und als sie eines Tages zu nichts mehr fähig ist, weil sie völlig ausgebrannt ist, wird sie in eine psychosomatische Klinik überwiesen, in der sie acht Wochen lang ... verrückt sein 'darf'. Und das ohne schlechtes Gewissen.

Es ist nun amtlich, dass sie an einem Burn-Out leidet, dessen Symptome mit denen einer Depression einhergehen. Eine unschöne Sache, die sich niemand freiwillig wünscht, doch es muss einen Weg geben, aus dieser Lebensphase wieder herauszukommen.

Flott erzählend beschreibt die Autorin das Ankommen in der Klinik, das Erleben der neuen Welt, in der Milena gar nicht sein möchte und in der sie sich fragt, ob sie dort überhaupt 'richtig' ist. Nach und nach lernt sie einige Mitpatienten kennen, begibt sich in die Hände ihres Therapeuten, nimmt an Gruppenstunden und Einzeltherapien teil und findet so immer mehr den Weg zu sich selber. Sie schließt Freundschaften mit magersüchtigen Patienten, mit einem Mann, der eigentlich lieber eine Frau wäre und mit einer Frau, die einfach nicht von ihrem Ex-Freund loskommt. Und auch, wenn die Geschichten all dieser Patienten so unterschiedlich sind wie sie nur sein können, haben sie doch alle eines gemeinsam: Sie sind 'verrückt'.

Eva Lohmann hat in meinen Augen eine sehr gute Art des Spagats gefunden, mit dem sie sich zwischen Tatsachen und Fiktionen bewegt. Dieses Buch ist ein ROMAN ... also eine frei erfundene Geschichte mit teilweise wirklich passierten Geschehnissen. Doch es ist keine Anleitung, was einen psychisch kranken Menschen in einer Klinik erwartet. Denn ich kann mir vorstellen (und das weiß ich aus Erfahrungen mit Bekannten und Freunden), dass nicht jede Klinik gleich ist. Die einen behandeln so, die anderen so. Wichtig ist das Resultat, das den Patienten am Ende wieder aus der Klinik entlässt.

Von daher habe ich die Geschichte um die Protagonistin mit einem Augenzwinkern gelesen. Denn meiner Meinung nach spricht Eva Lohmann genau SO über den Aufenthalt in einer psychosomatischen Klinik. Auf der einen Seite ist das Krankheitsbild eines depressiven Menschen sehr ernst, auf der anderen Seite hat die Autorin es geschafft, diesem ernsten Thema ein Augenzwinkern aufzuerlegen, damit man das Buch auf sehr flotte und unterhaltsame Art und Weise lesen kann. Doch immer wieder blitzen auch die ernsten Momente durch, in denen sich der Leser fragt, ob er ähnliche Dinge nicht selber schon mal erlebt hat.

Für mich war dieser Ausflug in dieses Genre ein sehr schöner und gleichzeitig auch nachdenklich machender. Ich würde mich sehr freuen, wenn es eine Fortsetzung geben würde, denn immerhin hat sich in Milenas acht Wochen so einiges verändert und es würde mich schon interessieren, wie es ihr nach dem Klinikaufenthalt ergangen ist und ob sie es schafft, ihr Leben so hinzubekommen, dass sie ... glücklich ... ist!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Bücherfan VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
Was passiert eigentlich mit Menschen, die aus psychischen Gründen nicht mehr so funktionieren wie ihre Umwelt das von ihnen erwartet? Die unter der Last ihrer angestauten Probleme irgendwann zusammenbrechen? Dieser Frage geht Eva Lohmann in ihrem autobiografisch gefärbten Debütroman nach. Ihre Heldin Mila hat ein Burnout und wird mit der zusätzlichen Diagnose "Depressionen" in eine psychosomatische Klinik eingewiesen. Dort soll sie innerhalb von sechs Wochen wieder lebenstüchtig gemacht werden. Am Schluss sind es acht Wochen, in denen Mila eine Menge Leute kennen lernt, die alle mehr oder weniger "normal" sind und mit ganz unterschiedlichen Dämonen zu kämpfen haben.

Die Autorin erzählt die Geschichte in einem extrem lockeren und selbstironischen Tonfall, den ich trotz der eigentlich harten Thematik passend fand. Als Selbstbetroffene hat sie durchaus das Recht, ihre Erlebnisse auf diese Weise darzustellen. Im Grunde ist Humor wahrscheinlich der beste Weg, um mit scheinbar ausweglosen Situationen bestmöglich umzugehen und anderen die Scheu davor zu nehmen, sich mit psychischen Erkrankungen näher zu befassen. Auf mich wirkte "Acht Wochen verrückt" trotz kleiner Schwächen sehr unterhaltsam und ausreichend informativ, um einen ersten kleinen Einblick in die Abläufe in solchen Einrichtungen zu bekommen. Einige Aussagen halte ich allerdings für rein fiktiv. So glaube ich beispielsweise nicht, dass Patienten nur zwei Termine pro Tag zugeteilt bekommen und den Rest der Zeit auf der klinikeigenen Wiese liegen und vor sich hin träumen. Schließlich muss sich so eine Einrichtung sowohl für den Träger als auch das Personal und die Patienten rentieren. Behandlungen wie Gymnastik, Massagen, Fangopackungen, Wasserbäder, Gruppentherapien, Entspannungstechniken, Ergotherapie, Musiktherapie, Besuche in Kältekammern, etc. brauchen nun mal ihre Zeit. Für mich hätten der Tagesablauf und die Therapieinhalte von Mila detaillierter beschrieben werden können, damit ein wirklich realistischer und aussagefähiger Eindruck vom Klinikleben entsteht. Auch kann ich mir nicht vorstellen, dass eine Bulimikerin mit einer Depressiven auf ein Zimmer gelegt werden würde - außer aus vorübergehendem Platzmangel. Soweit ich weiß, sollten gerade essgestörte Menschen während einer stationären Therapie unter ihresgleichen bleiben, um den Behandlungserfolg nicht zu gefährden. Gut gelungen fand ich hingegen die Darstellung der Beziehungen, die zwischen den Patienten entstehen. Der Aufenthalt in der Klinik ist wie ein Vakuum, das die Erkrankten zur Ruhe kommen lässt und in dem sich Menschen begegnen und einander verbunden fühlen, die sich im "realen" Leben gegenseitig wohl nicht eines Blickes gewürdigt hätten.

Die jeweiligen Probleme der einzelnen Personen werden durch äußere Merkmale charakterisiert, ohne dass die Autorin aber auf die dahinter steckenden Motive und Auslöser näher eingeht. Milas Schwierigkeiten mit ihrem Berufsleben werden am Schluss etwas simpel und klischeehaft aufgedröselt. Manches mag einfacher sein, als es den Anschein hat, aber die meisten schwerwiegenden psychischen Störungen dürften komplexer angelegt sein als es im Buch teilweise suggeriert wird. Auch hier hätte ich mir mehr Tiefe gewünscht. Was mich richtig geärgert hat, ist die andauernde Klassifizierung der psychosomatischen Klinik als "Klapse" und der Patienten als "Verrückte". Das ist zwar nicht ganz ernst gemeint und soll wohl flapsig rüberkommen, ist aber sachlich komplett falsch. Als "Klapse" wird umgangssprachlich immer noch die Psychatrie bezeichnet, die von psychosomatischen Einrichtungen stark abzugrenzen ist und sich mit ganz anderen Erkrankungen (Psychosen, Persönlichkeitsstörungen, Schizophrenie, etc.) befasst und keinen internistischen Ansatz hat. In diesem Punkt hätte sich Eva Lohmann besser informieren müssen.

Abgesehen von den genannten Kritikpunkten fand ich den Roman gut aufgebaut und auch sprachlich sauber. Er ließ sich leicht lesen und ich musste angesichts vieler skurriler Begegnungen oft lachen. Denn wenn wir ehrlich sind, ist die Welt voll mit Menschen, die genau die gleichen Probleme haben. Manche haben nur kleine Ticks und Macken, andere ausgewachsene Zwangsstörungen, Phobien, Depressionen oder ähnliches. Nicht jeder ist behandlungsbedürftig oder dazu bereit. Aber die Grenzen zwischen dem, was wir gemeinhin als "normal" bezeichnen und den angeblich "verrückten" Zeitgenossen sind doch oft nicht so klar zu ziehen, wie wir es gern hätten. Ein Buch, das schwere Kost auf leichte Art vermittelt!
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18 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "robby" lese gern TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Amazon Vine™ Rezension (Was ist das?)
"Acht Wochen verrückt"der Debütroman von Eva Lohmann, erzählt acht Wochen aus dem Leben von Mila,die mit der Diagnose Burnout,bzw,Depression in eine psychosomatische Klinik eingewiesen wird.

Der Titel erweckt bei manchem Leser vielleicht den Eindruck, dass es sich um ein lustiges Buch handelt,was streckenweise vielleicht auch stimmt. Mit viel Selbstironie und Situationskomik wird dieser Roman von Mila erzählt, doch die Ersthaftigkeit,die hintern den Schilderungen steckt zeigt,wie schwer es Mila und auch ihren Mitstreiterinnen in der Klinik fällt,ihr Leben zu meistern.
Seien es Essprobleme oder Überforderungen, alle Patienten versuchen den Vorstellungen,die andere Personen an sie stellen gerecht zu werden. Der Eine möchte rank und schlank sein und hungert sich fast zu Tode, der andere fühlt sich in seinem eigenen Körper nicht wohl und möchte eigentlich zum anderen Geschlecht gehören und wiederum andere verbeissen sich in ihrem Ehrgeiz,um im Berufsleben eine ersehnte Position zu erreichen,um Anerkennung bei den Eltern oder Freunden zu finden. Aber allen ist eines gemeinsam. Sie möchten geliebt und anerkannt werden und hören aus diesem Grunde nicht auf ihr eigenes Ich, sondern versuchen den Forderungen, die ihre Mitmenschen an sie haben, nahe zu kommen, auch auf Kosten ihrer eigenen Gesundheit.

Mila erzählt in diesem Roman von der Unsicherheit, die sie befällt,als sie in der Klinik ankommt,von den Vorbehalten, die die Außenstehenden gegen die Klinikinsassen haben, aber vor allem, von der Schwere, seinen eigenen Weg zu finden.

Dieser Roman hat zwar eine ernste Thematik, wird von der Autorin aber mit leichter Feder geschrieben und die immerwieder eingestreuten lustigen Szenen lassen nicht das Gefühl aufkommen, ein problembeladenes Buch zu lesen. Die Situation, in der Mila steckt, werden sicherlich viele nachvollziehen können und dem einen oder anderen sicher bekannt sein.Sicherlich geistern immer noch Vorurteile in den Köpfen der Leute herum, was den Geist, oder die Psyche betreffen, doch sollte man sich bewusst sein, das man in unserer schnelllebigen, fordernden Arbeitswelt heute schnell selbst in eine solche Situation kommen kann wie Mila.
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