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Achim Schwarze, der laut Klappentext abwechselnd auf einer Zimtplantage in Sri Lanka und in Berlin lebt, hat die bizarre Welt des Innenlebens von Konzernen in kurzen Episoden gelungen nacherzählt. Das Strickmuster der Geschichten ist immergleich: Jeder Sinn verkehrt sich allzu schnell in Unsinn. Wer nicht aus diesem Labyrinth herausfindet, klebt auf immer fest: am Bürostuhl, in der Karriereleiter oder in der PowerPoint-Präsentation.
Als Chronist des scheinbar laufenden Schwachsinns gibt Achimowitz seine Beobachtungen sorgfältig wieder, ohne zu werten oder den vermeintlich Dummen an den Pranger zu stellen. Für Achimowitz sind alle gleich, niemand führt so recht Böses im Schilde, alle stecken in der Zwangsjacke ihrer begrenzten Genialität. Er selbst lässt sich selbst in den tiefsten Niederungen nie etwas anmerken, bleibt gut gelaunt und bringt jedem Verständnis entgegen. Jeder Besserwisser, Hochstapler oder Faulpelz läuft bei ihm ins Leere. Achimowitz bleibt Optimist. Im Grunde genommen ist er wie der Ethnologe, der mit leuchtenden Augen vor dem Verstehen fremder Kulturen steht. Bei der Erforschung des komplexen Zusammenspiels von Menschen in Unternehmen müssen wir seine wegweisenden Erkenntnisse unbedingt zu Rate ziehen. Wir dürfen nicht verzweifeln, wenn uns neue Managementmoden umschmeicheln. Wir dürfen nicht verzweifeln, wenn uns der Chef die dümmsten Allgemeinplätze entgegenschleudert. Wir dürfen nicht verzweifeln, wenn uns Möchtegern-Kollegen den tieferen Sinn unseres Tuns zu erklären versuchen. Wir dürfen einfach nicht mehr so tun, als ob wir alles verstehen würden.
(c)changeX Online-Magazin für Wandel in Wirtschaft und Gesellschaft
Pressestimmen
Kurzbeschreibung
Der Optimist Achimowitz arbeitet in einem internationalen Konzern in der Abteilung »Sonstiges«, für die man leider noch keinen englischen Namen gefunden hat. Alle Kollegen bemühen sich mit Hilfe äußerst wichtiger Meetings, frei erfundener Marktstudien und Management-Moden wie »Leadership by Emotions«, die eigene Existenzberechtigung zu beweisen. Rote Zahlen werden kunstvoll in die Gewinnzone frisiert, und ein wunderbar inkompetentes Team geht hoch motiviert der Aufgabe nach, die Arbeit nicht überhand nehmen zu lassen.
Kommt Ihnen das bekannt vor? Dann kennen Sie sich offenbar mit Unternehmen oder Behörden aus. Doch Achimowitz ist anders als seine Kollegen! Er identifiziert sich mit den hochtrabenden Zielen des Unternehmens. Er sieht in allem das Gute sogar in sinnloser Arbeit und Misserfolgen. Er hat Verständnis für Chefs und Kollegen und sogar deren Feinde, die Kunden. Das sorgt für Chaos...