Die hilfreichsten Kundenrezensionen
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42 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Man ist nicht allein..., 14. März 2006
...wenn man einsam seine Bahnen im Stadtpark zieht. Auch andere kennen die Schmerzen, die Probleme, die nagenden Fragen des modernen Homo Marathonensis. Bin ich schnell genug? Machen die Laufhosen einen dicken Hintern? Wieso müssen alle guten Wege voller lahmer Spaziergänger sein? Ist der Hund der treueste Feind des Joggers? Ein solcher Läufer-Versteher ist Achim Achilles, der nun schon seit langem die Läufergemeinde mit seiner pointierten Kolummne auf Spiegel Online erfreut. Ebenso wie man selbst, ist Achim Freizeitsportler, ebenso wie man selbst kämpft er gegen die Pfunde, den inneren Schweinehund und die Uhr. Er kennt die Zeiten, in denen man nicht läuft und keine Diät den Verfall des Sportler-Astral-Leibes aufhalten kann. Er weiß, wie hart die ersten Kilometer nach Wochen wieder sind, wenn jede Sehen um Gnade fleht. Und er schreibt darüber, lustig, hart, mit einer gesunden Portion Selbstironie und voller Sprachwitz.Jetzt gibt es seine Beobachtungen auch endlich auf Papier gebannt, mit den besten Tipps vom Läufer Achim obendrein. Gewohnt gut und angereichert mit Informationen wirkt das Buch wie ein gekonnt zusammengeschüttelter Vitamin-Enzym-Cocktail. Und wer braucht es nicht, dieses Gefühl, dass man auch morgens in aller Herrgottsfrühe in der Kälte nicht der einzige ist, der keuchend über den eigenen Wahnsinn Joggen flucht? Tipp: einfach mal Dienstags auf Spiegel Online schauen, da gibt es immer die neueste Kolumne von "Schnell-wie-der-Blitz"-Achim. Fazit: Empfehlenswert für alle Gelegenheits-Marathon-Läufer und solche, die es werden wollen.
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25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Gib dem Walker keine Chance!, 27. Juli 2007
Viele haben sich bislang über das Buch positiv geäußert und geschrieben, wie sehr sie sich dort wiederfanden und wie lustig es ist. Aber bevor man sich dieses Buch zu Gemüte führt, sollte man wissen, was es ist und was es nicht ist.
Es ist kein Buch für Leute, die mit dem Laufen anfangen wollen oder gerade angefangen haben und ernsthafte Ratgeber und Fachliteratur suchen. Es ist vermutlich auch kein Buch für Laufprofis, die pro Jahr viele Wettkämpfe bestreiten und sich stets in den vorderen 10-15% platzieren. (Weil die sich hier vermutlich nicht wiederfinden/angesprochen fühlen.)
Dieses Buch ist für Leute, die hobbymäßig laufen, sich dabei nicht zu ernst nehmen, Spaß am Laufen haben, aber auch das eine oder andere Mal verzweifeln.
Parodiert wird das Leben eines Mannes in der angehenden Midlifecrisis, der sich von der Couch hoch quält und seinen müden Knochen neues Leben einhauchen will - auch um von seiner Frau mal wieder ein wenig ernst genommen zu werden. Aus ersten Schritten werden Meter, aus Metern Kilometer, aus Kilometern ein Marathon. Und der Weg dahin ist mühsam und amüsant - zumindest für den Leser.
Das Buch ist sehr kurzweilig und extrem schnell zu lesen. Das liegt insbesondere daran, dass die Kapitel maximal 4 Seiten lang sind. Da kann man immer mal wieder ein Kapitel bequem über den Tag hinweg einschieben.
Nach jedem Kapitel gibt es dann einen echten Tipp für Neuläufer. Diese Hinweise sind aber nur als grobe Richtlinie aufzufassen. Als wirklich ernstzunehmender u. alleiniger Ratgeber für Laufeinsteiger ohne weitere Vorkenntnisse sind diese Tipps aber oftmals zu knapp gehalten und zu wenig differenziert.
Das Buch eignet sich wunderbar als Ergänzung für diejenigen, die bereits seit ein paar Monaten laufen und sich dabei auch durch Fachliteratur schlau gemacht haben. Dann nämlich wird das Buch einerseits um so lustiger, weil man vieles besser verstehen und nachvollziehen kann. Andererseits bremst es bisweilen auch ganz gut die Euphorie, die Fachliteratur auslösen kann - beispielsweise den Kaufrausch bei der Sportkleidung oder dem kritiklosen/blinden Befolgen von Anweisungen und Trainingstipps einiger "Laufpäpste".
Es gibt Passagen, in denen man Kopfschütteln kann, in denen man schmunzeln darf und auch welche, in denen man schallend lachen muss. Für jeden Humorlevel ist etwas dabei. Oftmals fühlt man sich auch ziemlich gut portraitiert - auch wenn man das nicht offen zugeben möchte. ;-)
Erfreulicherweise wird kaum ein noch so heikles Thema ausgelassen. Der grausame Drang nach einer Toilette mitten auf halber Strecke wird genauso angesprochen, wie das "Schrumpfgemächt" beim Läufer auf der Strecke. ;-)
Weniger Freude werden sicherlich (Nordic) Walker an dem Buch haben. Einfache Erklärung: Sie kommen hier einfach schlecht weg und somit ihr Fett ab. (Wobei ich diesen Passagen ständig zustimmen musste!)
Einziger echter Kritikpunkt meinerseits: Da das Buch auch insgesamt nicht besonders lang ist, könnte der Preis ruhig etwas geringer ausfallen.
Ansonsten: Kaufen, lesen, lachen!
;-)
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18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Kultfibel für Läufer und diejenigen, die es werden wollen. , 22. März 2007
Was Hajo Schumacher, alias Achim Achilles, in seinen Achilles-Versen aufs Papier gebracht hat, gehört zur besten Laufsatire seit Jahren. Achim Achilles ist einer von uns; wenn ich das so einmal sagen darf. Als Marathonläufer und Trainer habe ich selten einen so gezielten und scharfen Einblick von Außen in die Laufszene und all ihre seltsamen Auswüchse gelesen. Das Ganze mit einem Vokabular und einer ironischen Hingabe, dass einem Krämpfe im Zwerchfell fast die Luft rauben. Die Frage, ob Walker tatsächlich Menschen sind, oder vielleicht doch nicht, kann ich auch nicht beantworten, aber dafür weiß ich jetzt wenigstens, was eine "Uschi" ist. Wenn Achim Achilles von seinen Trainingseinheiten berichtet, jagt ein Lacher den Nächsten. Dazu gibt es Tipps, wie zum Beispiel was für Medikamente man unbedingt braucht, und welche eher nichts bringen, die für viele Läufer schon existenziell sind. So begleiten wir Achim auf 200 Seiten vom ersten zaghaften Lauf bis zum Marathonstart. Ist man dann noch in der glücklichen Lage einige Protagonisten, die Achim als seine Gurus nennt, persönlich zu kennen, dann gibt es wirklich kein Halten mehr. Denn Achim trifft sie mit zwei, drei hingeworfenen schnodrigen Sätzen auf den Punkt. Vom "Online-Apotheker" bis zum ehemaligen Ausbilder der Fremdenlegion stimmt da einfach alles. Achilles Verse ist kein Anleitungsbuch für Laufanfänger. Die sind mit Steffnys Marathontraining vermutlich besser bedient. Allerdings gibt es da, im Gegensatz zu Achilles, nichts zu lachen. Wer sich als Läufer einmal den Spiegel vorhalten will, der muss die Achilles Verse lesen. Keine Angst, es tut nicht weh, bis auf das Zwerchfell...
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