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Ach, der Himmel ist leer: Lauter gute Gründe gegen Gott und Glauben [Taschenbuch]

Peter Henkel
4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

20. Januar 2009
Dieses Buch wurde geschrieben für Gleichgesinnte. Sie sollen mit ihm aufatmen und sich wappnen können. Für Gläubige. Jedenfalls solche, die sich eine gewisse Offenheit bewahrt haben oder denen gelegentlich sogar mit bangem Herzen schwant, dass sie einem schönen Irrtum erliegen. Für Schwankende, die ernsthaft auf der Suche sind. Entstanden ist es in dem Bewusstsein eines unaufl ösbaren Dilemmas. Denn viele sagen, Gott sei doch längst tot, wozu also ihn und den Glauben bekriegen? Andere meinen: Eine Streitschrift wider Gott, das ist wie eine Polemik gegen die Schwerkraft. Dritte fragen den forschen Gottesleugner stirnrunzelnd, wie es denn um seine Toleranz gegenüber Andersdenkenden bestellt sei oder um sein Mitgefühl gegenüber denjenigen, denen eine offene Konfrontation mit dem Unglauben Schmerzen bereitet.

Wird oft zusammen gekauft

Ach, der Himmel ist leer: Lauter gute Gründe gegen Gott und Glauben + Irrtum Unser! oder Wie Glaube verstockt macht
Preis für beide: EUR 25,85

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 175 Seiten
  • Verlag: Frieling & Huffmann Gmbh; Auflage: 3. Unveränd. (20. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3828027032
  • ISBN-13: 978-3828027039
  • Größe und/oder Gewicht: 21 x 14,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 310.688 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Henkel bestreitet die Existenz Gottes vor allem mit dem Hinweis auf die Theodizee, der Frage, wie sich das Elend der Welt mit einem gütigen Gott vereinbaren lässt. Zugleich resümiert der Philosoph die Kontroverse um den Neuen Atheismus und die derzeitige Renaissance des Religiösen. (Neue Presse)

Ach, der Himmel ist leer : Der Philosoph Peter Henkel hat ein Handbuch für Atheisten geschrieben, um diese für den Diskurs mit Gläubigen zu rüsten. Und ihnen auf gleicher Augenhöhe begegnen zu können. (Südwest Presse)

Rezension

Henkel bestreitet die Existenz Gottes vor allem mit dem Hinweis auf die Theodizee, der Frage, wie sich das Elend der Welt mit einem gütigen Gott vereinbaren lässt. Zugleich resümiert der Philosoph die Kontroverse um den „Neuen Atheismus“ und die derzeitige Renaissance des Religiösen.

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Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
41 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Vom leeren Himmel zum erfüllten Leben. 22. Januar 2010
Von Axiochos
'
Das Buch ist ein rationales und unaufgeregtes Plädoyer für den Atheismus. Das erste von sechs
Kapiteln ('Gott') legt die inneren Widersprüchlichkeiten der Annahme eines Gottes
auseinander. Das zweite ('Das Leid und das Böse') zeigt, dass die Vertreter der Religion keine
Antwort auf die Frage haben, warum ein angeblich allmächtiger und gerechter Gott Leid und
Verbrechen zulässt, also auf das als 'Theodizee' bezeichnete Problem. (Ratzingers Auftritt in
Auschwitz (44-48) illustriert das Scheitern der Theologie an diesem Problem eindrucksvoll.) Im
dritten Kapitel ('Die Bibel') werden die Widersprüchlichkeit der 'Heiligen Schrift' und ihre
barbarischen und grausamen Seiten herausgestellt. Das vierte Kapitel ('Vernunft und
Wissenschaft') zeigt die Unvereinbarkeit von moderner Naturwissenschaft und Gottesglauben,
auch wenn die Vertreter der Religion gerne etwas anderes behaupten. Im fünften Kapitel ('Die
Gläubigen') wird kritisch dargestellt, dass es intellektuelle Bequemlichkeit und soziale
Anpassungsbereitschaft auf seiten der Religionsanhänger ist, welche den Kirchen die Gläubigen
erhalten. Das sechste Kapitel ('Ohne Gott leben') plädiert schließlich für ein menschliches Leben
unter einem leeren Himmel und weist die These zurück, ohne Gott gäbe es keine Moral. In
einem kurzen Abriss werden andere Religionen (Islam, Buddhismus, Hinduismus, Judentum)
abgehandelt.
Kritisch ist zweierlei anzumerken: Warum fehlt das Argument, dass schon die Vielzahl einander
widersprechender und sich bekriegender gottgläubiger Religionen gegen die Existenz eines
Gottes spricht? Für den Leser lästiger ist zweitens die Nachlässigkeit beim Zitieren: Bibelstellen
werden so gut wie nie nachgewiesen. Bei Autoren, die in einem Sammelband stehen, wird in der
Fußnote dessen Titel ohne Herausgeberangabe angeführt, so bei Jens (Hg.), 'Warum ich Christ
bin' (16, 28, 48, 54, 108, 137), bei Dahl (Hg.), 'Brauchen wir Gott?' (26, 99) oder bei Deschner
(Hg.), 'Woran ich glaube' (18). Mackie wird 88 und Urban 76 jeweils mit falschem Titel zitiert.
Man fragt sich, ob ein Verlagslektor das Buch vor Drucklegung angesehen hat.
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54 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Popperius
Wer, insbesondere beim Thema Religionskritik, bisher mit wehmütiger Bewunderung auf die literarischen Produkte angelsächsischer Streitkultur blickte und den deutschen Buchmarkt dagegen, völlig zurecht, für ein klerikales Bollwerk gegen alle nicht-religiösen Welt- und Lebensentwürfe hielt, wird jetzt endlich für eine entbehrungsreiche Zeit entschädigt.

Peter Henkels Buch hat das Zeug, in die konfessionelle Lufthoheit über der deutschen Medienlandschaft eine empfindliche Bresche zu schlagen. Mit seinem faktenreichen, durch und durch argumentativen, gleichwohl extrem gut lesbaren Buch nimmt der Autor eine ganze Reihe bisher kaum hinterfragter Positionen ins beste journalistische Kreuzverhör.

Der Leser erfährt, warum die weit verbreitete (und nicht nur von theologischer Seite nach Kräften beförderte) Ansicht, Religion sei prinzipiell unkritisierbar, nicht länger haltbar ist, und er wird hellhörig dafür, dass die unglaublich spitzfindigen Versuche, Religion gegen jede Kritik zu immunisieren, viel entlarvender sind als die Kritik selbst.

Dass die Begründungen für den Gottesglauben je nach Argumentationslage beliebig variieren, ist für den Religionsskeptiker zwar kein neuer Befund, durch die Fülle und Plausibilität der Beispiele in dieser Klarheit bisher aber noch nirgendwo zu lesen gewesen. Henkel gelingt es, das Muster sichtbar zu machen, wonach alle positiven Manifestationen des Gottesglaubens die konkretesten und detailreichsten Begründungen finden, während wir uns bei den Widersprüchen zwischen Gottes Allmacht und Güte und den Übeln dieser Welt mit dem Hinweis auf angeblich unbegreifliche Mysterien begnügen sollen. Das gibt zu denken, auch dem Gläubigen, der sich eine gewisse Offenheit bewahrt hat.

Peter Henkels Buch ist vor allem aber auch ein Lehrbeispiel dafür, wie man ein so komplexes, fast unerschöpfliches Thema systematisiert und übersichtlich darstellt, so dass man durchaus von einem Handbuch sprechen kann. In nur sechs Kapiteln mit jeweils gut überschaubaren Unterteilungen entfaltet der Autor gleichwohl einen Detailreichtum, der keinem relevanten Baustein des christlichen Glaubenssystems eine kritische Prüfung erspart. Freilich mit einem zwingenden Endergebnis: Im Himmel, der im Laufe unserer Kulturgeschichte schon mit ca. hunderttausend imaginierten Göttern bevölkert war, herrscht nicht Gott, sondern gähnende Leere.

Mein Fazit: Henkels Buch ist ein starkes Stück Aufklärung, das dank seiner argumentativen Stärke die in Deutschland immer noch heikle Religionskritik versachlicht und damit einen wichtigen Beitrag zu einer hochaktuellen Diskussion leistet.

Eine anspruchsvolle, spannende und zugleich unterhaltsame Lektüre, die noch von sich reden machen wird.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ohne jeden Philosophen- oder Theologenjargon 18. Juli 2010
In Deutschland und nicht nur hier meinen die allermeisten Gläubigen (und sogar viele glaubensferne Menschen), Religion sei eine höchst subjektive und private Sache von Gefühl und Gemüt, Tradition und Milieu, und Argumente hätten hier nichts verloren. Dass solche Einstellungen bewusst oder unbewusst auch darauf abzielen, Religion abzuschirmen gegen kritische Einwände, wird nur zu oft übersehen. Jedenfalls: Eine ernsthafte Debatte über Grundfragen des Glaubens findet nahezu nicht statt (und wird gern ersetzt durch wohlfeile Kirchenkritik). Hier ist nun das Buch eines deutschen Autors, der sich ähnlich namhaften Atheisten aus dem englischsprachigen Raum wie Dawkins, Harris oder Hitchens mit solch verklemmter Sprachlosigkeit nicht abfinden will. Und darauf besteht, dass bei der Sache mit Gott eben doch so viele handfeste Hinweise für seine Nichtexistenz sprechen. 'Lauter gute Gründe gegen Gott und Glauben', heißt nicht von ungefähr der Untertitel, und das Buch hält, was er verspricht: die Last der hier zusammengetragenen Indizien gegen den Theismus ist erdrückend.
Thematisiert wird zudem die verbreitete Unsitte, Diskussionen über Elementarfragen des Glaubens abzuwürgen mit dem altklugen Hinweis, Gott sei weder zu beweisen noch zu widerlegen. Nach dieser schrägen Logik müsste homo sapiens überhaupt jegliche Debatte einstellen, denn sie wäre entweder illegitim, weil es keine Beweise gibt, oder überflüssig, weil es sie gibt. Ihr Fett weg bekommt ferner die bei gewöhnlichen Gläubigen wie bei Theologen außerordentlich beliebte Neigung, sogleich den Nutzen ins Zentrum der Betrachtung zu rücken, den Religion stiftet ' vermeintlich oder tatsächlich ' als Hilfe, Trost und Orientierung, als moralischer Kompass, als Antwort auf die großen letzten Fragen, als Erziehung des Menschen zur tieferen Einsicht in seine Endlichkeit und Begrenztheit. Oder es wird einfach rekurriert auf Religion als ehrfurchtgebietendes kulturelles Erbe, das nicht verschleudert werden dürfe. Auch solches Denken in den Kategorien von ' diesmal immateriellem - Profit und Rentabilität trägt dazu bei, Kontroversen darüber, was am Glauben eigentlich dran sei, zu unterbinden.
Das alles ist leicht und flüssig formuliert, kommt ohne jeden Philosophen- oder Theologenjargon aus und ist leserfreundlich nicht zuletzt wegen der Unterteilung in fast sechzig, teilweise nur sehr kurze Kapitel. In Summe: Sehr zu empfehlen. Und gerade solche Gläubige, die an sich höhere Ansprüche stellen als die Strategie der drei Affen, sollten die Lektüre nicht scheuen. Allerdings weiß der Rezensent aus leidvoller Erfahrung: Sie sind erschütternd rar gesät.
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