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Ach Glück
 
 
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Ach Glück [Broschiert]

Monika Maron
3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 224 Seiten
  • Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt; Auflage: 4 (28. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596176727
  • ISBN-13: 978-3596176724
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 1,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 151.763 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Monika Maron
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Vielleicht fände sie ja in Mexiko ihr Glück, sagt Achim zu seiner Frau Johanna, bevor sie ihre zwölfstündige Flugreise antritt. Ach Glück, so seufzt sie mehr als sie spricht, als sei ihr dieses Wort schon lange entfallen. Szenen einer Ehe, eher undramatisch, fast unterkühlt beschrieben in Monika Marons neuem Roman.

Er ist die Fortsetzung von Endmoränen (2002 erschienen). Zu den beiden Hauptdarstellern im neuen Werk gesellt sich noch der Hund Bredow. Er ist nach der Autobahnauffahrt benannt, an der Johanna das Tier angebunden vorfindet; sie rettet ihn, eine innige Beziehung entsteht. Achim und Johanna leben in Berlin, haben den DDR-Sozialismus ganz gut überstanden und sind angekommen in der neuen Gesellschaft. Der Triumph über den Untergang dieses Staates "sei das letzte große Gefühl gewesen, das sie beide miteinander geteilt hätten", sagt Johanna. Sie schreibt Biografien, er forscht über den Dichter Kleist. Fast 30 Jahre sind zu zusammen, haben eine gemeinsame Tochter. Sie arbeiten zu Hause. Die Tage ähneln einander, wiederholen sich, die Begegnungen mit Freunden und Bekannten sind nach vielen Jahren wie Rituale, kaum Neues, nichts Spannendes. Johannes sitzt am Schreibtisch im Arbeitszimmer, vergraben in Manuskripten, umgeben von Büchern. Er sitzt mit dem Rücken zur Welt, wie seine Frau sagt, meint aber, mit dem Rücken zu ihr. Und damit wird ihre Beziehung sehr genau beschrieben.

Maron erzählt ruhig, gelassen und sehr präzise. Natürlich vor allem aus der Sicht der Frau, mit ihren Gefühlen, Hoffnungen, dem Ärger über die eheliche Routine. In Bewegung kommt das erstarrte Duo durch die Zuneigung der Frau zu Hund Bredow und vor allem durch die Begegnung mit Igor. Er ist ein Russe, der in Berlin eine Galerie führt. Er vermittelt die Reise nach Mexiko zu einer dort lebenden russischen Aristokratin. Mit der Ankunft Johannas in Mexiko City endet das Buch, und damit beginnen die Fragen des Lesers nach dem Glück, wie es zu finden und festzuhalten ist.

Ach Glück ist ein sprachlich klares Buch, ohne stilistische Spielereien und Schnörkel, über den Aufbruch einer Frau Mitte 50, über einen zurückbleibenden ratlosen, nicht unsympathischen Mann, der nicht begreift, was ihm da widerfährt. Doch auch hier bleibt eine Hoffnung; die Hoffnung, dass er zu einem Neuanfang findet. -- Carsten Hansen, Literaturtest -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .

Kurzbeschreibung

In das endzeitlich gestimmte Leben von Johanna und Achim Märtin gerät durch einen Zufall ein schwarzer zottiger Hund. Johanna, der jeder Blick in ihre Zukunft nur noch öde Zeit offenbart, fragt sich angesichts der unerschöpflichen Freude und Liebe ihres tierischen Gefährten nach den Quellen ihres eigenen Glücks, nach Sehnsüchten, Ansprüchen und Versäumnissen. Der nächste Zufall begegnet ihr in Gestalt der alten russischen Aristokratin Natalia Timofejewna, die in Mexiko nach ihrer Jugendfreundin, der berühmten und ein bißchen verrückten Künstlerin Leonora Carrington sucht. Johanna folgt Natalias Lockruf und fliegt nach Mexiko, während Achim ratlos durch Berlin streift und zwischen den vertrauten Plätzen und Ritualen zu verstehen sucht, was Johanna zu ihrem Aufbruch bewogen und was er zu bedeuten hat und warum ein hergelaufener Hund ihr gemeinsames Leben infrage stellen konnte.

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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Auf den Hund gekommen 9. November 2007
Von Karl-Heinz Heidtmann TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der neue Roman von Monika Maron nimmt sich des Themas der in die Jahre gekommenen Liebe an.

Beide über 50, akademisch gebildet, eine erwachsene Tochter, ein Hund. Er hat einen wilden Seitensprung hinter sich. Sie hat ihm dann verziehen. Aber die Beziehung ist dadurch nicht gerade besser geworden. Sie liebt ihren Hund Bredow mehr als ihren Mann.

Nun fliegt sie für einige Wochen erstmals alleine in den Urlaub nach Mexiko. Während einer Flugzeit von zwölf Stunden beschreibt Monika Maron dramaturgisch gekonnt in alternierenden Episoden und Rückblicken sie und ihn. Was er denkt und wie sie fühlt. Beiden ist mulmig.

Monika Maron beschreibt ohne moralische Wertung aber sehr sensibel die Lebenssituation von zwei Menschen, die nicht mehr viel miteinander gemein haben, aber doch nicht recht ohne einander können. Dabei verpackt sie ganz nebenbei einige kluge Lebensweisheiten. Er sitzt mit dem Rücken zur Welt in seinem wissenschaftlichen Elfenbeinturm, sie "ist auf den Hund gekommen".

Der Roman endet als sie in Mexiko ankommt. Das Ende ist offen. So wie die Ehe überhaupt.

Das Hörbuch wird ungekürzt (306 Minuten) und kongenial vorgelesen von Martina Gedeck. Stimme, Stimmlage und Intonation passen eindeutig zu Monika Marons zelebriertem Lebensgefühl.

Fazit: Ein kluges Buch einer klugen Frau über ein nicht enden wollendes Thema. Ach, zum Glück ... ist dieses Buch um so vieles besser als jene Werke alternder Großschriftsteller, deren Paare auch nicht ohne einander können und sich die alten Herren vergebens ihr Heil im Sex mit jungen Damen suchen.
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8 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
follow your bliss 26. Juli 2009
Format:Broschiert
Aus unerfindlichen Gründen dachte ich bei dem Namen "Monika Maron" immer an etwas Dröges, Verstaubtes, Rückwärtsgewandtes. Und bin nach der Lektüre von "Ach Glück" mehr als erfreut, mich geirrt zu haben.

Das Buch handelt von der Mittfünfzigerin Johanna, die verheiratet ist mit dem Wissenschaftler Achim. Die Beziehung der beiden läuft so vor sich hin. Man hat sich mit den Umständen arrangiert, tut, was man glaubt, tun zu müssen und wundert sich eigentlich nicht über die Abwesenheit von Glück. Man erwartet nichts Neues mehr vom/im Leben, und auch scheinbar Unbekanntes entpuppt sich letztlich als bloße Wiederholung von Bekanntem in anderem Gewand. "Ach Glück" - ein resignierter Seufzer, vielleicht ein wenig Wehmut und Erinnerung, ein Hauch Spott und Verbitterung. Das ist Johannas und Achims Leben, bis der Hund Bredow darin erscheint.

Der an einer Autobahnausfahrt aufgesammelte Bredow löst in Johanna Selbstreflexionen aus. Die Beobachtung des Hundes, die Art, wie dieser geradlinig seinen Bedürfnissen folgt und sich bei deren Erfüllung einfach nur zu freuen scheint, berührt etwas in Johanna. Hinzu kommt Johannas Bekanntschaft mit Igor, einem russischen Galeristen, der Johannas Wesen erkennt. Über die Bekanntschaft mit Igor ergibt sich "zufällig" ein Briefwechsel Johannas mit Natalia Timofejewna, einer uralten russischen Adeligen, die derzeit in Mexiko nach ihrem Glück sucht und dabei aufzublühen scheint.

Zu Beginn des Buches begegnen wir Johanna, wie sie zusammen mit 300 Menschen in einem Flugzeug nach Mexiko sitzt, um Natalja Timofejewna in Mexiko zu besuchen. Von dieser Perspektive aus wird erzählt, wie es letztlich zu diesem Entschluss Johannas kam, mit Mitte fünfzig ohne jeden erkennbaren Grund tausende Kilometer für unbestimmte Zeit in ein unbekanntes Land und zu unbekannten Menschen zu fliegen. Die Erzählerin schildert dies abwechselnd aus der Sicht von Johanna und aus der Sicht von Achim.

Den Antrieb Johannas erfahren wir pointiert im letzten Drittel des Buches, als Johanna sich mit Hannes (Ist derselbe Namensstamm Zufall? - Ich glaube nicht.) darüber unterhält, was ein gelungenes Leben ausmache. Hannes ist ein Bekannter einer Freundin Johannas, der sich erboten hat, den Hund Bredow während Johannas Mexiko-Aufenthalt zu betreuen. Die Frage nach dem gelungenen Leben beantwortet der weitgereiste Hannes mit dem Satz eines amerikanischen Mythenforschers: Follow your bliss.

"Verstehen Sie, was das heißt? Bliss ist so etwas wie ein inneres Wissen über sich selbst, die eigene Vorstellung von Glück.
Glück? sagte Johanna."

Diese Stelle ist für mich die Quintessenz. Abgesehen davon, dass ich den Follow-your-bliss-Satz und die dahinter stehende Idee persönlich für wahr halte, zeigt sich für mich an diesem Dialog, dass die Romanfigur Johanna längst ahnte, was sie sucht und dass dieser Satz auch ihre - vielleicht jahrelang verschüttete, aber nunmehr wiederentdeckte - gefühlte Wahrheit ist. Johanna FRAGT nicht: "Glück?", sondern sie SAGT es. Sie hat verstanden, dass die "Adoption" des Hundes Bredow, das Zulassen der Begegnung mit Igor, das Weiterschreiben an die ihr unbekannte Natalja, dass all dies ihre Art ist, ihrem Bliss zu folgen. Oder es wiederzuentdecken. Hannes setzt mit diesem Zitat lediglich in Sprache um, was Johanna fühlt und vielleicht (noch) nicht ausdrücken kann. So gesehen ist auch die Begegnung mit Hannes ein Teil von Johannas Bliss.

Wenn man das Buch nach der Lektüre zuschlägt, ist man guter Hoffnung, dass Johanna weiter suchen und in Mexiko und auch überall sonst das Richtige tun wird. Das Richtige für sich selbst. Und dass sich vielleicht irgendwann das Wesen des Seufzers "Ach Glück" wandelt in etwas Helles, Strahlendes. In ein Mit-sich-und-der-Welt-im Reinen-sein, anstatt sie nur zu ertragen.

Dass "Ach Glück" der zweite Teil einer Roman-Serie (erster Teil: "Endmoränen") ist, sollte niemanden davon abhalten, mit diesem Buch den Einstieg in das Maron-Oeuvre zu wagen. Das Buch ist sehr gut für sich allein lesbar, wenngleich es mir persönlich Lust gemacht hat, die "Endmoränen" - und weitere Maron-Werke - nachzuschieben. Das liegt nicht zuletzt an den sensiblen Beobachtungen und an der treffenden und zugleich ästhetischen Sprache von Monika Maron.

Fazit: Eine Entdeckung.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
In reichen Ländern sind die Menschen ständig auf der Suche nach dem Glück. Manche spielen Lotto, andere träumen von einem Prinzen oder lassen sich die Brüste in der Hoffnung auf ein besseres Leben vergrößern. So ergeht es auch der Heldin Johanna in Monika Marons neuem Roman. Die größte Herausforderung ihres gutbürgerlichen Berliner Lebens besteht in der Beantwortung der Frage, in welchem Café das Frühstück eingenommen wird. Kein Wunder, dass sich Frust und Ennui breit machen.

Doch dann platzt an einer Autobahnausfahrt ein verlassener zotteliger Mischlingshund in ihr Leben. Dieser neue Hausgenosse quittiert Johannas Launen mit ergebener Zuneigung - ganz anders als Ehemann Achim, der es sich in den Sphären seiner Kleist-Forschung gemütlich gemacht hat. Es gibt es also, das große Liebesglück - wenn auch nicht zwischen den Eheleuten. Der Hund scheint Johannas träge dahin fließendem Leben frischen Atem einzuhauchen. Sie beginnt eine Affäre mit einem russischen Galeristen (der erwartungsgemäß "Igor" heißt), findet einen neuen Job und macht sich auf Einladung einer mysteriösen Unbekannten hin sogar auf eine Reise nach Mexiko.

"Ach Glück" ist die Fortsetzung von Monika Marons Roman "Endmoränen" (2002), aus dem wir die Figuren und deren Glückssuche schon kennen. Maron zeichnet ihre Heldin Johanna verständnisvoll, aber dieses Mal mit spöttischer Distanz: Gesund und wohl situiert älter zu werden, ist nun mal kein nachvollziehbarer Grund für Depressionen. Und so verliert man sein Leserherz eher an Achim, der sich in seine mittelmäßige, aber annehmliche Existenz fügt und den Aufbruch seiner Frau mit Misstrauen beobachtet. "Jedem Anfang liegt ein Zauber inne", wusste Hermann Hesse. Johannas Neuanfang liegt vor allem die Notwendigkeit eines Folgeromans inne. Denn "Ach Glück" endet mit Johannas aufgeregter Ankunft in Mexiko. Ob sie hier findet, was ihr zum Glück fehlt? Das möchte man doch unbedingt wissen. - © 2008 Christiane Krautscheid
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Ach - na ja
Der Anfang, konkret die erste Seite hat mich gefesselt und bewogen, den Roman spontan zu kaufen. Gut gefallen haben mir manche Beobachtungen, manche sprachlichen Finessen , so... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Oktober 2007 von die
Ach naja
Der Anfang ist sprachlich gut gelungen, es liest sich gut rein in Marons Geschichte einer alternden und auseinanderstrebenden Ehe. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2007 von Carmen Knorz
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Ach Glück von Monika Maron ist nicht nur ein wundervoller Roman mit einem Reichtum an lebensklugen, teils komischen Details, die bei jedem Lesen neu entdeckt werden... Lesen Sie weiter...
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