Hallo zusammen,
nachdem mein Lenovo R60 so allmählich den Geist aufgibt, habe ich mich rechtzeitig nach einem "würdigen" Nachfolger umgeguckt, der mich die nächsten Jahre begleiten muss. Meine Anforderungen, die es zu erfüllen gilt, sind im wesentlichen:
* Anschluß für Dockingstation (KO-Kriterium)
* Mattes Display (KO-Kriterium)
* Multi-Monitorbetrieb möglich (KO-Kriterium)
* Erweiterungsmöglichkeiten, z.B. RAM (KO-Kriterium)
Weitere Kriterien:
* Gute Tastatur
* Webcam (skype)
* Bluetooth (w/ Headset für Skype)
So viel vorweg: Die Suche in OnlineShops glich der Suche nach der Nadel im Heuhaufen, weil man kaum entsprechende Filterkriterien setzen kann (auf Amazon leider auch nicht)
Die überwiegende Zahl der Notebooks haben noch immer diese elend gläzenden Displays, und einen Dock-Anschluß findet man wohl nur bei Business-Notebooks.
Nun aber zum Notebook:
Das Notebook musste (muss) sich gegenüber starker Konkurrenz behaupten, denn als Alternativen stehen das Lenovo L512 und Sony's neues 13" Vaio
Sony Vaio SB1S1E/S 33,8 cm (13,3 Zoll) zur Auswahl.
Geheimer Favorit ist das zwar noch immer das Lenovo, in Anbetracht des Umstandes, dass im Lenovo noch eine "alte" I5-CPU verbaut ist und zudem keinen USB3.0-Anschluß bietet, habe ich mir das hier bewertete Acer näher angeguckt.
Ich habe mich für das 14"-Modell entschieden, da es im Vergleich zum 15"-Pendant größere Tasten besitzen dürfte. Zumindest schließe ich das aus dem Umstand, da die 15"-Variante nur 5cm breiter ist, dafür aber noch über einen numerischen Zahlenblock verfügt. Und weil der Zahlenblock wahrscheinlich breiter als 5cm sein dürfte, muss der benötigte Platz ja irgendwo herkommen: was liegt da näher, als übrigen Tasten kleiner zu machen... dachte ich mir, hab's aber nicht weiter geprüft ;-)
Bewertungen:
Gehäuse:
Das "Gehäuse" macht auf mich einen sehr stabilen und massiven Eindruck. Die Material-Anmutung ist top. Auch bei vorsichtigen Verwindungstest klappert und knarzt nichts. Der Notebookdeckel, gehalten von Metall-Scharnieren, ist gerade mal 7mm stark: prima! Auch das Drücken mit einem Finger auf den Displaydeckel zeigt am Display keine Auswirkung! TipTop, denn das Display ist vor äußeren Einflüssen bestens geschützt!
Gut gefallen hat mir auch der Schalter auf der Stirnseite rechts, mit dem ich WLAN & Bluetooth mit nur einem Tipp ein- bzw. ausschalten kann.
(Apropos BT: Das Sendemodul sitzt wohl unter der linken Handballenauflage: an meinem in vier Meter Entfernung aufgestellten Bluetooth-Empfänger
Belkin Bluetooth Musik-Empfänger kommt nur noch Gehacktes an, wenn ich auf der Notebook-Tastatur schreibe. Aber diese Konstellation dürfte ein Sonderfall sein...)
Auf der Geräteunterseite ist (wo sonst) der Anschluß für die Dockingstation. Dieser Anschluß ist durch einen Gummideckel vor Staub gesichert, der beim Abdocken wieder aufgesetzt werden muss. Das ist dumm, denn ich weiß jetzt schon, dass ich den Deckel über kurz oder lang verlieren werden und dann die filigranen Anschlüsse offen liegen. Das lößt Lenovo mit seinem Klapp-Falt-Mechanismus definitiv besser! Hier für gibt es einen ganzen Punktabzug! (UPDATE: Die Dockingstation hat eine Mulde, wo man das Gummi-Deckelchen vor dem Andocken reinlegen kann)
Einen weiteren Abzug (halber Punkt) gibt es für die leicht gebürstete Oberfläche des Deckels: die sieht zwar schick aus, doch Fingertapser gehen selbst mit einem Mikrofasertuch nur schwer weg.
Es ärgert mich jetzt schon, dass ich vor jeder Präsentation beim Kunden das Mircofaser-Tuch rausholen muss.
Ich frage mich, was sich die Designer dabei gedacht haben: es gibt genug Beispiele dafür, dass sich Form und Funktion vereinbaren lassen, doch die kennen die Designer von Acer offensichtlich nicht.
Erweiterungen:
Das Notebook verfügt bereits über 4GB, ein weiterer Riegel 4GB-Riegel (max!) kann ohne weiteres eingebaut werden, da nur eine Bank (von zwei) gelegt ist. Bei aktuell 40 EUR pro Riegel eine heute vielleicht nicht unbedingt notwendige Investition, aber gut zu wissen, dass da noch was geht. (UPDATE: Zur Speicheraufrüstung würde ich direkt in einen Laden gehen und den Speicher verbauen lassen. Hintergrund: Das bereits verbaute Modul "kann" Kompatibiltätsprobleme verursachen. Also: Notebook und Linux-Installations-CD mitnehmen und Memtest laufen lassen)
Laut Hersteller gibt es Bay-Extensions. Ich habe zwar noch keine gesehen, aber wenn Acer das wie Lenovo löst, dann kann - passenden Rahmen vorausgesetzt - der Einschub des optischen Laufwerks auch für eine Festplatte oder vielleicht einen Akku verwendet werden. Ich sag' nur: Prima, endlich hat mal jemand bei den Mitbewerbern gespickt!
Emissionen:
Ich höre ein leises, aber kontinuierliches Rauschen: ob das der Lüfter oder die HD ist, vermag ich nicht zu beurteilen. Wenn's die Festplatte ist, dann freut's mich, denn eine SSD wartet schon auf ihren Einbau. Jedenfalls kein hochfrequentes Pfeiffen, kein regelmäßiges Anlaufen des Lüfters oder der gleich... (Update: es ist der Lüfter, der dieses Rauschen verursacht. Ich höre ihn aber nur bei 100% Umgebungsruhe)
Auch wenn das für mich nicht das primäre Einsatzgebiet ist, so habe ich zu Testzecken eine DVD eingelegt und eine halbe Stunde einen Film laufen lassen: Das Laufwerk höre ich kaum, Wärmeentwicklung gleich null.
Wie sich das Notebook bei Zockern verhält, vermag ich nicht zu beurteilen. Aber hey: Für's Zocken ist das Notebook sicherlich auch nicht konzipiert worden...
Lautsprecher:
Lautsprecherbewertungen bei Notebooks sind - m.E. und freundlich ausgedrückt - dermaßen "Panne", dass ich hier nicht ins Detail gehen werde. Nur so viel: Skype-Telefonate sind klar und deutlich, akustische Systemmeldungen sind ebenfalls klar und deutlich und definitiv "schmerzfrei" wahrnehmbar. Audiophilen Freunden, die sich bei Notebooks trotz oder gerade wegen ihrer Bauform über mangelnde Bässe beschweren, denen sei die Stereoanlage empfohlen oder zumindest gute Desktop-Lautsprecher.
Tastatur:
Das ist ja immer eine Geschackssache: für meinen Geschmack - und ich bin seit Jahren IBM/Lenovo verwöhnt - ist die Tastatur echt toll. Tasten sind zwar ein wenig schwabbeliger als bei den mir bekannten Lenovos, aber trotzdem sehr gut und griffig. Angenehm ist auch Druckpunkt und das Tastengeräusch. Das Tastaturlayout ist sinnvoll, die Dimensionierung der Tasten ohne Beanstandungen.
Insgesamt keine Beanstandungen... ich vermisse jedoch die Anykey-Taste ;-)
Display:
Im Vergleich zum meinem Lenovo ein Quantensprung: ich würde es als sehr ausgewogen ausgeleuchtet bezeichnen. Auch bei hellem Umgebungslicht macht das Display eine gute Figur.
Was den vertikalen und horizontalen Blickwinkel betrifft, so würde ist diesen als ausreichend bezeichnen. Da ich wegen Gaffern im Zug und im Flugzeug ohnehin eine
VIKUITI Blickschutz Filter 33,8cm Standard 13,3Zoll Standard 4/3 von 3Mauf das Display setze, werde ich die Bewertung anderen überlassen. Für meinen Geschmack ist das Display in allen Belangen top.
Grafikleistung:
Diese Geschichte mit den verbauten Grafikkarten hat mich echt überfordert, denn ich wusste nicht so recht, was die für meine Einsatzzwecke richtige Grafikkarte ist. Auch meine Recherche im Internet brachte nicht so viel: entweder ließen sich Zocker über irgendwelche, mir nichtssagenden Benchmarks aus oder die Beiträge waren dermaßen unqualifiziert, dass ich mir wegen derartiger Verbal-Diarrhoe die Haare raufte. Letztlich war aber klar, dass selbst jede verbaute Intel-GraKa besser als die Grafikkarte meine Lenovos (256MB RAM) sein wird. Auf Wunsch lässt sich ja dann noch auf die NVIDIA umschalten.
UPDATE: Ein per HDMI angeschlossener Monitor mit voller Leistung über die NVDIA angefeuert, bei Anschluß über D-Sub per default über den Intel-Chip. Das lässt sich wohl im Einzelfall und je Anwendung steuern. Die Grafikleistung lässt sich im Akkubetrieb über die PowerSmart-Taste regeln.
Abschließend kann ich noch nicht beurteilen, ob die Leistung und Anschlußmöglichkeiten für mich ausreichend sind, denn ich warte noch auf die Dockingstation, an die ich hoffentlich zwei 24"-Monitore anschließen kann. Die Leistung wird sicherlich in Ordnung gehen, aber die Anschlußmöglichkeiten am Dock sind entscheidend. (UPDATE: Parallel-Betrieb von HDMI & DVI geht nicht.)
Touchpad:
Wer bislang mit klassischen Business-Notebooks gearbeitet hat, der wird die Vorzüge des Nippels zu schätzen wissen. Ich bin eigentlich kein Freund des Touchpad, dennoch funktioniert es überraschend gut und genau. Begeistert hat mich die Gesten-Geschichte: mit zwei Fingern kann ich - je nach Anwendung - die Größe der Fensterinhalte verändern.
Akku-Laufzeit:
Also 8 Stunden halte ich für ein wenig übertrieben, aber wenn ich das so hochrechne, dann sollten vier bis fünf Stunden locker drin sein.
Lesen Sie weiter... ›