Die Zielgruppe für das Gerät sind nicht unbedingt Vertreter, Techniker oder Geschäftsleute die ein besonders robustes Gerät suchen. Die fehlende Option für 24h Service disqualifiziert sowieso das Gerät für kleinere und größere Unternehmen.
Ich denke das Subnotebook dürfte gerade Studenten ansprechen, aber auch alle Anderen die ein von Preis-Leistung sehr gutes mobiles Gerät suchen, mit bis zu 10 Stunden Laufzeit und matten Display, das deutlich schneller als ein Netbook ist.
Die Verarbeitung ist für ein Konsumergerät gut und besser als bei den meisten Netbooks. Das Gehäuse ist mehr steif als flexibel, könnte aber noch etwas griffiger sein damit es besser in der Hand transportierbar ist. Negativer ist, dass das Display sich an der Seite des Akkus leicht verbiegen lässt und man aufpassen muss, dass ein Stift in der Tasche nicht zwischen Tastatur und Display kommt, weil ein Verschluss fehlt.
Ein DVI-Anschluss ist nur über einen überteuerten Portreplikator nachrüstbar, anders als beim Vorgänger, Schnittstellen wie eSATA, Firewire und geschweige USB 3.0 sind nicht nachrüstbar, der dazu nötige PCIe-Port fehlt. Zum Glück ist GBit-Lan am Board und sogar 3x USB 2.0.
Im Allgemeinen scheint das Subnotebook noch etwas unausgereift zu sein. Ich habe mittlerweile das dritte Bios 1.09 installiert (Installation ist ein Kinderspiel) das einige Fehler beseitigt.
Der Lüfter ist ständig aktiv (Einstellung: passive Kühlung) und schon bei geringer Last nicht laut aber gut wahrnehmbar. Ohne Last ist das Gerät kaum zu hören und nur unter absoluter Vollast etwas laut.
Das Display ist entspiegelt (nicht ursprünglich matt) und gut für Unterwegs geeignet, auch wenn das Vampiren egal sein dürfte die nachtaktiv sind. Die maximale Helligkeit könnte noch etwas höher sein sein, bei größeren Travelmates wurde die Leuchtdichte nochmal mit Bios-Updates nachgebessert. Die Farben sind für Pseudo-White-LEDs baubedingt schlecht (etwas über 50% sRGB Farbraum) und das Acer-Farbprofil kalt (9300k?), mit viel Blauanteil was die Situation nicht besser macht. Leider konnte ich das Display auch nicht richtig kalibrieren mit Spyder 3 Elite, wahrscheinlich hat es Probleme mit dem unnatürlichen Farbspektrum, man kann es aber zumindest für Filme auf 6500k schöner stellen, dann sieht Kerzenlich auch gelb aus. Die Ausleuchtung ist im allgenmeinen sehr gut.
Die verbaute 2,5 Zoll Festplatte von Toshiba, ist in dem schnellen AHCI-Modus eingestellt und dreht mit 5400 upm, auch bei Zugriffen bleibt sie kaum zu hören. Die Geschwindigkeit ist mit 60 MB/s im Durchschnitt sehr hoch (min-max =20-91 MB/s) und die Anwendungen fühlen sich dadurch deutlich schneller an als auf Subnotebook typischen 1,8 Zoll Festplatten an. Auch für die 4 GB Ram in Verbindung mit Win 64 bit verdient der Hersteller großen Lob (man kann viele Programme geöffnet lassen ohne Leistungseinbussen zu haben). Die CPU ist für Office und normale Bildbearbeitung absolut ausreichend.
Filme in 720p (h.264) kann das Gerät über W-lan ohne Probleme abspielen, auf Akku über 3h und wenn sie auf Festplatte gespeichert sind 1h länger (W-lan off). Bei schwächer kodierten Filmen in Divx5/Xvid und Co. ist sicherlich noch mehr drinnen. Für 1080p-Material ist die CPU einfach zu schwach (nur sehr ruhige Szenen und Animes können flüssig laufen), Filme von Youtube in 1080p kann man theoretisch abspielen, sie sind niedriger kodiert und verwenden glaub ich mittlerweile ein Konkurrenzformat zu h.264, das macht aber nur Sinn für ein externes Ausgabegerät. Dank der hohen Auflösung von 1366x768 machen hier gerade hoch aufgelöste Filme Spaß, der geringe Blickwinkel stört aber mehr als die schwachen Farben. Die Lautsprecher sind auf der Unterseite und liefern brauchbare Qualität.
Mit W-lan und 100% Helligkeit lässt sich durchaus 6h arbeiten (ein sehr guter Wert). Das Gerät kann aber auch die 10h Marke knacken wenn man die Energieeinstellungen modifiziert und Bluetooth/W-Lan ausschaltet. Einige der ersten 8172 hatten fehlerhaft eingestellte Grafikkartentreiber, deswegen haben einige Zeitschriften/Webseiten das Notebook mit nur 5h Laufzeit angegeben. Man sollte kontrollieren ob in der Intel-Grafikkartenverwaltung die Stromeinsparung auf Maximum im Akkubetrieb eingestellt ist, einige Geräte haben das Gegenteil.
Der W-lan Empfang durch Wände ist schwächer als man das von vielen größeren Laptops gewöhnt ist, im N-Modus bei excelenter Signalstärke komme ich auf ca. 40 MBit/s.
Der Fingerprint-Reader ist nett und funktioniert gut, könnte aber noch etwas schneller sein.
Die Tasten sind mit 17 mm Durchmesser (19mm Raster) relativ groß und es lässt sich gut drauf schreiben, es stört nur dass die Tasten an den Seiten etwas lauter sind wenn man gerade ein Meeting mit der Arbeitsgruppe hat. Der Tochpad ist sehr klein (Breitformat) und eindeutig viel zu langsam für mein Geschmack, leider fehlt ein Trackpoint. Das ältere Timeline hat ein größeres.
Ansonsten ist die Installation an nutzloser Demosoftware noch relativ human ausgefallen.
Letztendlich kann ich noch empfehlen den S3-Schlafzustand in der Energieverwaltung zu aktivieren (Hybrider-Schlafzustand), damit dass Notebook sofort aufwacht wenn es ausgeschaltet war.
Eine sehr gute Tasche habe ich von Golla gefunden (Modell: "Electroror 11,6") in die das Travelmate exakt reinpasst und auch bei Amazon erhältlich ist.
Ein zusätzliches DVD-Laufwerk ist nicht unbedingt erforderlich wenn man im Heimnetzwerk ein anderes freigibt.