Über einen möglichen e-Book-Reader habe ich schon ein Weilchen recherchiert. Bislang habe ich auf meinem Tablet-Netbook gelesen (asus eee-PC T101MT), dieser ist aber als e-Book-Reader mit mehr als 1000 Gramm nur bedingt geeignet. Nachdem nun in Deutschland auch der Amazon Kindle erhältlich ist, habe ich die Recherchen intensiviert und mich schließlich für den acer LumiRead entschieden.
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Hauptgrund mich für den acer LumiRead zu entscheiden war, dass ich die Bücher für dieses Gerät bei verschiedenen Händlern kaufen kann und nicht gezwungen bin, alle Einkäufe bei einem Händler zu machen. Da der Kindle auch keine Bücher mit Adobe DRM verarbeitet, ich aber schon einige Titel hatte, war meine Entscheidung gegen Amazon Kindle nur logisch.
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Der acer LumiRead hat wie einige wenige andere Geräte eine Tastatur (acer sogar mit deutschem Layout QWERTZ!) und mein Exemplar verfügt über einen WLAN-Zugang. Ein besonderes Merkmal des acer LumiRead ist der ISBN-Scanner.
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Die Handhabung des acer LumiRead ist gut. Der Reader liegt gut in der Hand und ist mit rund 270 Gramm leichter als manches Taschenbuch. Die beim Lesen erforderlichen Tasten zum Blättern liegen ergonomisch günstig auf beiden Seiten des Gerätes, man muss sich nicht verrenken. Die Menüführung ist intuitiv, auch für Leute, die keinen Videorekorder programmieren können. Nach dem Auspacken muss man das Gerät zunächst aufladen, aber dann ist es schon einsatzbereit. Das erste vollständige Buch, das man auf dem acer LumiRead aufrufen kann, ist die Gebrauchsanleitung. Die sollte man dann auch wenigsten ansatzweise lesen, um die Möglichkeiten dieses Gerätes nutzen zu können.
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Den acer LumiRead ausgepackt, an meinen PC (Win 7, auch unter Win XP) angeschlossen und schon meldete dieser, er habe den acer LumiRead erkannt. Als neues Laufwerk. Ich habe daraufhin auf dem PC mein Leseprogramm Adobe Digital Editions geöffnet, auch da war der acer LumiRead schon erkannt. (Wer das Programm nicht hat, sollte sich entsprechende ID bei Adobe kostenlos einrichten, wie steht im Handbuch.) Im Programm kam eine Abfrage, ob das Gerät durch Adobe autorisiert werden solle. Diese mit ja beantwortet und schon konnte ich das erste e-Book vom PC auf dem Reader "abladen".
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Zum acer LumiRead wird auf CD das Programm e-Book-Manager mitgeliefert (die neueste Version ist auf der Website von acer erhältlich). Das Programm sollte man sich auf den PC laden, um damit den acer LumiRead aktuell halten zu können und die geladenen Bücher zu sichern. Ich habe einige Tage nach der Inbetriebnahme ein Firmwareupdate gemacht und damit läuft der Reader jetzt auch deutlich besser. (Ergänzung nach einigen Wochen Nutzung: acer liefert fast wöchentlich ein Firmware-Update, es drängt sich mir der Verdacht auf, dass die Software mit der "heißen Nadel gestrickt" wurde.)
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Das Gerät reagierte auf Tastenbefehle zunächst teils sehr langsam, erst nach einem Firmwareupdate lief das Gerät etwas flüssiger. Die Vierwege-Wippe als Ersatz für eine Maus ist gewöhnungsbedürftig; wer so 'was am Handy hat, dürfte schneller damit klarkommen. Etwas missverständlich ist die Taste mit der Lupe, mit dieser Taste wird nicht die Schrift vergrößert sondern die "Suche" eingeschaltet.
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Das Display ist gut lesbar, auch unter der hellsten Sonneneinstrahlung. Dagegen kann man diese Art der Displays nicht lesen, wenn es dunkel ist.
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Mittels WLAN kann man Bücher gleich aus dem Buchladen laden, ein entsprechender Account ist natürlich erforderlich. Auch das recht einfach ohne große Probleme machbar. Die Einstellung des WLAN-Zugangs ist etwas mühselig, da dies aber eine einmalige Angelegenheit ist, ist die Zeit gut investiert.
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Das WLAN ermöglicht einen Internetzugang, ein Browser ist auf dem Gerät vorhanden. Ich nutze dies um mal in der Zeitung zu blättern. Hier der Hinweis, das Gerät ist als E-Book-Reader konzipiert und nicht als Netbook: der Seitenaufbau ist recht schnell aber das Weiterklicken gestaltet sich umständlich. Wichtig: WLAN nach Gebrauch ausschalten, es saugt den Akku recht schnell leer.
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Die Akkulaufzeit mit 8000 Seitenwechseln habe ich nicht getestet. Dieser Wert ist sicher wie beim Verbrauch vom Auto, ein theoretischer Wert, selten zu erreichen. Die Vollladung ist in nur wenigen Stunden erreicht.
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Der ISBN-Scanner erweist sich als sinnvolles Teil um zum gebundenen Buch die e-Book-Alternative zu suchen (und zu finden). Mit ein wenig Übung gelingt es, die ISBN an einem Buch in wenigen Sekunden einzulesen.
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Der acer LumiRead bietet auch die Möglichkeit, Hörbücher oder auch Musik abzuspielen. Allerdings musste ich jedes Hörbuchkapitel einzeln abrufen, was bei kurzen Texten von wenigen Minuten nervig wird. Ob das auch einfacher geht, hab ich bislang noch nicht heraus gefunden.
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Alles in allem bin ich mit dem acer LumiRead zufrieden, er wird zu meinem Reisebegleiter.
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Nachsatz: der acer LumiRead hat keine Organizerfunktion.
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Ergänzung - Nutzung der verschiedenen Dateitypen: am besten lesbar sind Texte im epub-Format, dem eigentlichen Dateiformat für e-Books. pdf-Dateien sind lesbar, es braucht allerdings recht lang beim Seitenwechsel. Ein pdf-Dokument mit etwa 80 A4-Seiten (ca. 45 MB) hat der acer LumiRead nicht verarbeitet, es kam eine Fehlermeldung, Dokument zu groß. (Beim Umwandeln von pdf auf epub-Format am PC sind mir dann die Formatierungen kaputt gegangen, der Text war nicht lesbar, dieser Fehler wurde vom Umwandlungsprogramm verursacht.)
Edit vom 20.7.2011: Acer schreibt in der Bedienungsanleitung, das Stand-by-Bild würde keinen Strom verbrauchen. Nach etwa zwei Wochen, die ich den LumiRead im Stand-by hatte, waren die Akkus leer.
Ich habe inzwischen mehrere Handbücher als PDF-Dateien auf den Reader geladen. Auch die etwas umfangreicheren Dateien mit rund 18 MB sind gut lesbar.