Für den Acer habe ich mich entschieden, da es sehr günstig ist trotz - zumindest für mich - ausreichender Hardware-Leistung. Ich benötige das Notebook hauptsächlich zum freien Arbeiten, also hauptsächlich für Office-Anwendungen. Der fundamentale Grund, warum das Notebook so kostengünstig angeboten werden kann, ist das Weglassen des teuren Microsoft-Betriebssystems. Stattdessen liegt dem Notebook eine Linpus-Linux-CD bei, welches auch schon vorinstalliert ist. Die CD ist ehrlich gesagt noch gar nicht geöffnet, da die meisten sowieso ein anderes Betriebssystem draufmachen.
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INSTALLATION
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Ursprünglich hatte ich vor, Mandriva 2010 auf dem Notebook zu installieren. Das ging aber nicht, da an der Stelle, an der der X-Server starten sollte, der Bildschirm schwarz wurde. Und von da an ging es auch nicht mehr weiter. Das Problem lag jedenfalls nicht am X-Server, denn danach hatte ich meine Windows2000-CD drinne, um schonmal Linpus herunterzulöschen. Dort hatte ich dann überraschenderweise das selbe Problem. Nach dem Laden aller Treiber, als dann das Auswahlmenü für die Installation kommen sollte, wurde der Bildschirm schwarz. Ich hab auch schon den Festplattenmodus auf IDE umgestellt, aber keine Besserung in Sicht. Ich weiß bis heute nicht, warum das nicht ging. Und weil ich eh sehr viele Distributionen zuhause rumliegen habe, griff ich dann einfach zu meiner nächsten Wahl: openSUSE 11.2 (Ubuntu hätte ich zwar auch da, aber die aktuelle Version 9.10 ist mir im Moment noch zu verbugt). Damit hatte ich dann schließlich kein Problem mehr bei der Installation. Und da zwischen den verschiedenen Distributionen nicht unbedingt Welten liegen, war mir das dann auch egal.
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VERARBEITUNG / QUALITÄT
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Die Verarbeitung des Notebooks ist nicht zu bemängeln. Dafür, dass es ziemlich billig angeboten wird, wirkt das Gehäuse sehr stabil. Das Notebook ist - verständlicherweise für den Preis - komplett aus Kunststoff gefertigt. Das sehe ich aber nicht als Mangel an, sondern empfinde es fast sogar positiv. Zunächst einmal ist der Kontakt mit der Haut sehr angenehm. Das Gehäuse fühlt sich warm an und gibt nicht die unangenehme Kälte von Aluminium ab, die meines Erachtens den Schreibkomfort negativ beeinflusst. Man hat nicht das Gefühl, vor einem starren Kasten zu sitzen. Zum anderen knarzt und knattert nichts am Gehäuse. Es wirkt hochwertig verarbeitet. Die Oberfläche des Kunststoffes ist matt. Das verhindert, dass das ganze Gehäuse voller Fingerabdrücke ist, aber beugt auch Kratzern vor, für die ein hochglänzendes Gehäuse anfällig wäre. Der "wackelnde Akku", der hier schon angesprochen wurde, sitzt fest. Also keine Sorge, er ist fest eingerastet und bei weitem nicht so schlimm, wie es sich auf dem ersten Blick vielleicht anhört. Er hat nur geringfügigen Spielraum. Wenn man die Bildschirmhelligkeit reguliert, kommt man auch gut auf und über 3 Stunden Laufzeit.
Die Tasten des Notebooks sind gut verarbeitet, man hat einen angenehmen Druckpunkt. Sie sind nicht besonders leise, aber auch nicht laut. Aufgrund des 16:9-Formates des Displays hat auch der Nummernblock noch Platz gefunden. Es fehlt also an nichts. Mir fielen lediglich die Tastenbezeichnungen auf. Diese scheinen nämlich nicht gelasert, sondern nur aufgeklebt worden zu sein. Allerdings machen die bis jetzt einen recht stabilen Eindruck, sodass sich diese Aufkleber nicht von der Tastatur lösen, sondern wirklich fest sitzen.
Das DVD-Laufwerk war mit Sicherheit nicht das Teuerste. Beim Einlesen eines Datenträgers ist es deutlich wahrnehmbar. Es ist nicht unangenehm, aber wenn es arbeitet, dann überhört man es auf jeden Fall nicht. Zum Kartenleser kann ich nichts sagen, da ich es noch nicht verwendet habe. Allerdings ist ein Adapter dabei, den man als Staubschutz für das Gehäuseinnere reinstecken kann, wenn man gerade keine Karte benutzt.
Dem Display hätte geringfügig mehr Kontrast nicht geschadet, gibt im Großen und Ganzen die Farben gut wider. Der Unterschied war für mich nur auffallend, wenn das Notebook direkt neben dem PC-Monitor stand. Ansonsten ist es gut und gleichmäßig ausgeleuchtet. Es ist auch kein Hochglanz-Display, sondern ein ganz gewöhnlich mattes. Ich kann mich über keine störenden Spiegelungen beklagen. Der Rahmen des Displays ist fest und die Scharniere stabil - beim Aufklappen lassen diese dem Display keinen Spielraum zum Wackeln. Allerdings darf ich mich über 3 Pixelfehler ärgern (zwei schwarze, ein weißer). Ob ich von meinem Garantieanspruch Gebrauch mache, weiß ich noch nicht (glaube Pixelfehler der Fehlerklasse II dürfen nur zwei vorhanden sein). Stören tun sie mich nicht, zumal die schwarzen sowieso kaum auffallen und der weiße sich am Bildschirmrand befindet. Aber ärgerlich ist es natürlich schon.
Ein weiterer kleiner Störfaktor ist die Festplatte. Sie gibt hin und wieder ein leicht hörbares Kratzen im Standby-Betrieb von sich. Da es nur unregelmäßig auftritt, gehe ich davon aus, dass es sich dabei um ein ganz gewöhnliches Betriebsgeräusch handelt.
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LEISTUNG
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Wie gesagt, das Notebook ist mehr etwas für geschäftsorientierte Leute.
Die Grafikkarte genügt für kleinere oder ältere Spiele und für eine gutaussehende Desktop-Umgebung mit vielen Fenstereffekten, sodass man sich vor neugierigen Blicken bei Zugfahrten etc nicht zu verstecken braucht (es sei denn man bearbeitet gerade sensible Kundendaten, die muss natürlich niemand sehen). Ich habe außerdem Windows2000 über VirtualBox laufen, auch das geht flüssig und unproblematisch, obwohl parallel dazu openSUSE mit dem ohnehin ressourcenhungrigen KDE4 läuft. Den Arbeitsspeicher kann ich nicht bemängeln, die 2 GB RAM haben bis jetzt vollkommen ausgereicht. Und wer mehr braucht, kann ja nochmal 2 GB zusätzlich einbauen. An neuere Spiele braucht man gar nicht erst denken, auch das 3D-Rendern stößt hier schon an seine Grenzen. Mir war es allerdings in erster Linie wichtig, dass sich Videos flüssig abspielen lassen. Und das geht natürlich auch.
Die Festplatte ist angenehm leise, abgesehen vom oben schon beschriebenen Geräusch, das manchmal kommt. Allerdings ist die mit 160 GB nicht gerade groß. Für die Leute, die nicht gerade riesige Medienbibliotheken auslagern wollen, allemal ausreichend. Trotzdem hätte man im Jahr 2010 schon mehr erwarten können. Wenn der Kühler angeht, geschieht das natürlich nicht in aller Stille. Allerdings ist das Lüftergeräusch leiser als das DVD-Laufwerk und erscheint nicht allzu oft.
Die Boxen haben im Vergleich zu vielen anderen Geräten die ich kennenlernen durfte einen recht guten Sound. Er ist natürlich nicht so klar wie von externen Boxen und gerade die tiefen Töne halten sich (wie bei ziemlich allen Notebooks) ein wenig zurück, aber der Sound klingt nicht verzerrt oder entfremdet.
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PUNKTEVERGABE
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Da das Notebook schon in der Produktbeschreibung für Geschäftsleute deklariert ist, werde ich es auch aus diesem Standpunkt heraus bewerten (zumal man auch das Preis/Leistungsverhältnis beachten muss, zu welchem die verbauten Komponenten durchaus gerechtfertigt sind).
- Verarbeitung: *****
- Leistung: ****
- Festplatte: **** (Punktabzug für das ab und an auftretende Geräusch und die vergleichsweise geringe Festplattenkapazität).
- Grafikkarte: **** (Punktabzug, da sie über keinen eigenen Speicher verfügt und somit den Arbeitsspeicher reduziert).
- Display: **** (Punktabzug für den besser sein könnenden Kontrast)
- Sound: **** (Punktabzug, könnte einen Tick besser sein)
- Akku: *****
30 Sterne / 7 Kriterien = 4 Sterne gerundet
Ich kann das Notebook jedem ans Herz legen, der eine Plattform zum Arbeiten sucht. Für "Zocker" ist das Angebot schlicht ungeeignet, aber es richtet sich ja auch an eine ganz andere Zielgruppe. Das Problem mit dem Installieren anderer Betriebssysteme habe ich nicht mitbewertet, da das bestimmt durch ein BIOS-Update oder ähnliches hätte gelöst werden können.
Für alle Interessierten habe ich noch 5 eigene Bilder zu dem Produkt hinzugefügt, um das Notebook etwas anschaulicher zu machen.