Ich habe mir das Acer Extensa 5635Z-452G32N mit Linux bestellt, weil ich noch eine Windows 7-Lizenz übrig hatte und somit keine mitgelieferte Windows-Lizenz für einen höheren Preis brauchte.
Das installierte Linpus-Linux habe ich gelöscht und auf dem Notebook Windows 7 Home Premium installiert. Die Installation lief recht flott ohne Probleme durch. Die Hardware wurde von Windows 7 bis auf den Broadcom-WLAN-Chip (802.11b/g/n) korrekt erkannt und lief "out of the box". Der Treiber für den Broadcom WLAN-Chip steht auf den Support-Seiten von Acer zum Download bereit.
Alles funktioniert bei dem Gerät so, wie es soll, lediglich die eingebauten Lautsprecher sind doch recht klein dimensioniert und neigen zum Scheppern. Eine Anmerkung zu Brennprogrammen: Wie das bei Nero & Co. ist weiß ich nicht, weil ich sie nicht benutze, aber CDBurner XP Pro erkannte den eingebauten Matsushita-DL-Brenner erst nach Umstellung des Chipsatztreibers auf Intel-Matrix-Treiber, die ebenfalls auf den Acer-Supportseiten zu finden sind.
Das Display ist mit 15,6 Zoll genügend groß und und mit 1366x768 dots auch gut lesbar. Der Akku hält, je nach Belastung, 2-3 Stunden ohne Netz. Für Netzverbindung via Ethernetkabel ist übrigens ein Atheros 8131 GBit-Chip eingebaut. Der verbaute Pentium T4500 Dual-Core-Prozessor mit seinen 2 x 2,3 GHz ist zwar sicher nicht der allerschnellste, reicht aber für die allermeisten Applikationen völlig aus, so lange man nicht aktuelle Games zocken oder 3D-Videobearbeitung machen möchte.
Die integrierte Intel GMA 4500M-Grafik reicht für Aero-Effekte unter Vista/Windows 7 aus; Zocken aktueller Games verbietet sich damit selbstredend.
Die 320GB-WD-SATA-Festplatte ist im Betrieb fast nicht zu hören und ausreichend schnell. Die eingebauten 2 GB DDR3-1333-Speicher (1 Riegel Samsung PC3-10700 CL9 #M471B5673FH0-CH9) sind für den Normaluser ausreichend, können aber bei Bedarf durch einfaches Zustecken eines zweiten identischen Moduls aufgerüstet werden.
Ein Wort zum Lüfter: Dieser läuft standardmäßig kaum hörbar und dreht nur im Bedarfsfall kurz hoch. Er ist dann zwar wahrnehmbar, aber nicht störend.
Als Anschlüsse bringt das Extensa 5635Z-452G32 neben drei USB 2.0-Buchsen, einer RJ45-Buchse (LAN), einem VGA-Anschluss sowie zwei 3,6 mm-Klinkenbuchsen für Audio in/out auch noch einen Slot für MMC/SD/XD-Karten mit.
Insgesamt kann man sich für den Preis nicht beschweren; Netbooks mit 10-Zoll-Bildschirm, lahmer Atom-CPU und hakeliger Mini-Tastatur kosten teilweise deutlich mehr. Man sollte sich daher überlegen, wofür man das Geld ausgibt.
Das Acer Extensa 5635Z-452G32 mit Linux ist insbesondere dann ein Preistipp, wenn man noch eine Windows-Lizenz "übrig" hat.