Auf der Suche nach einem kleinen PC mit niedrigem Stromverbrauch bin ich über den Acer R3610 gestolpert.
Ich suchte nach einem Rechner, der im Wohnzimmer als Multimediastation eingesetzt werden sollte.
Beim Auspacken ist mir als erstes die Bauweise des Gerätes in die Augen gesprungen. Obwohl mir die Daten vorher bekannt waren, lies ich mich doch von diesem ökonomischen Gehäuse begeistern in dem doch soviel Technik steckt. Ein VGA Anschluss, sechs USB Anschlüsse, ein eSATA Anschluss, ein All in one Kartenleser und und und. Sogar ein HDMI Anschlss ist vorhanden wodurch sich das Gerät mit dem Fernseher verbinden lässt. Neben vielen sinnfreien Anleitungen waren auch eine weiße Tastatur sowie eine weiße Maus dabei. Beides wird über eine USB-Funkverbindung mit dem Rechner verbunden. Alle Teile von PC über Tastatur bis zur Maus sehen sehr edel aus und machen sich gut in Wohnzimmer oder Büro.
Nach dem ersten Hochfahren des PCs wurde mir sehr schnell klar, das ich persönlich nicht mit dem vorinstallierten Linux Betriebssystem zurecht kam. Ich bin jahrelanger Windowsnutzer und dem entsprechend war mir das Linux sehr fremd. Außerdem ist mir aufgefallen, dass haufenweise Müll auf dem PC war. Davon abgesehen besitze ich bereits Software die unter Linux nicht läuft. Ich hatte somit nur eine Wahl: Das Gerät wurde komplett gereinigt und Windows 7 wurde drauf gespielt. Ich habe Windows 7 Professional in der 32Bit Version aufgespielt, welches auch ohne weiteres geklappt hat. Einziges Manko nach einer Reinigung der Festplatte sind die fehlenden Treiber, die nach einer Neuinstallation wieder aufgespielt werden müssen. Alle nötigen Treiber lassen sich auf der Acer Homepage finden. Falls jemand ebenfalls vorhaben sollte Linux durch Windows zu ersetzten, so empfehle ich vorher einen Blick in das Acer Forum. Hier findet man gute Tipps und Schritt für Schritt Anleitungen für ein solches vorhaben.
Man sollte jedoch einen USB Speicherstick mit mindestens 4GB Volumen oder ein USB DVD Laufwerk besitzen, da das Gerät selbst über kein eigenes Laufwerk verfügt.
Die Installation und das Einrichten des PCs haben mich zwei Abende gekostet. Mittlerweile ist das Gerät mit allen aktuellen Treibern und Programmen versorgt und auch im Netzwerk angekommen. Alles läuft rund und flüssig, es ist sogar schneller als mein Netbook auf dem XP installiert ist. Dank HDMI und dem Nvidia Ion Chipsatz können Filme auch in HD Qualität über den Fernseher ausgegeben werden. Und mit der 250 GB Festplatte ist auch genügend Platzt um die nötigsten Sachen unterzubringen. Sogar Office Anwendungen können ohne Probleme mit dem Gerät erstellt und bearbeitet werden.
Vorteile:
- kleines 1 Liter Gehäuse schön klein und flach
- extrem leise und selbst im Betrieb kaum hörbar
- 6 USB Anschlüsse, HDMI Anschluss, Optical Audio Ausgang also alles perfekt um sein Heimkinosystem zu erweitern
- Funkmaus und Funktastatur liegen der Lieferung bei
- sehr geringer Stromverbrauch unter Volllast komme ich auf ca. 40 Watt und im Standby auf läppische 2,5 Watt
- ideal zum Streamen von Musik und Filmen
Nachteile:
- es liegen keine Treiber, Software CDs etc. der Lieferung bei
- es liegt keine wirkliche Betriebsanleitung bei. nur einzelne Hinweise wie zum Beispiel der Ständer an das Gerät angebracht werden kann.
- eine Anleitung wie man unter Windows die richtige Auflösung für eine Übertragung über ein HDMI Kabel einrichtet findet man auch, das ist allerdings totaler Blödsinn, da das Gerät mit einem Linux Betriebssystem ausgeliefert wird. diese 12 Seiten hätte man sich sparen können.
Zusammen gefasst würde ich sagen, dass das Gerät auf jeden Fall sein Geld wert ist. Wenn ich die Wahl hätte, so würde ich es mir auch ein zweites Mal kaufen.
Für meine Zwecke und den Einsatz im Wohnzimmer als Media-Gerät ist dieser PC absolut ausreichend.
Einsteigern oder Menschen die sich nicht so gut mit dem PC auskennen würde ich dieses Gerät nur bedingt empfehlen. Es ist nach dem ersten Einschalten einfach noch zu viel einzustellen. Besonders kompliziert wird es dann, wenn man sich dazu entscheidet das Betriebssystem zu wechseln.
Für diejenigen die ein bisschen Ahnung haben sollte dies alles jedoch überhaupt kein Problem darstellen.
Jeder der noch unentschlossen ist, der kann sich ja mal im Forum von Acer schlau lesen. Man kann dann auch sehr gut abschätzen mit wie viel Aufwand die korrekte Inbetriebnahme verbunden ist.