Beim Acer Aspire One 725 handelt es sich um ein Update von Acers AMD basierter Netbook Reihe auf den neuesten Chipsatz. Das Gerät ist der direkte Nachfolger des Aspire One 722. Acer hat gegenüber diesem Modell neben dem Chipsatz auch noch das Gehäuse geändert.
ERSTER EINDRUCK:
Nach dem Auspacken fällt zunächst einmal die etwas ungewöhnliche Tastatur auf. Acer hat sich hier dazu entschlossen, die Tasten zu verkleinern und dafür einen größeren Abstand zwischen diesen einzufügen. Beim Tippen bereitet das keine Probleme. Ich treffe alle Tasten gut, lediglich der Druckpunkt ist doch sehr schwammig. Die Pfeiltasten sind aber absolut winzig und die kleinste Variante, die ich je in einem Netbook gesehen habe.
AKKU UND LAUFZEIT:
Der beiliegende Akku ist nur ein Modell mit vier Zellen. Beim Vorgänger gab es noch einen Sechs-Zellen-Akku. Einerseits verliert man hierdurch Laufzeit, auf der anderen Seite sind die Abmessungen des Akkus aber kleiner und dieser ragt nicht mehr unten über den Gehäuseboden hinaus. Ich habe die Laufzeit des Netbooks mit einem Tool unter zwei Bedingungen getestet. In der akkufreundlichen Variante schaffte das Netbook 5:43h, bei maximal möglichem Energieverbrauch 2:40h. Die Testdetails sind weiter unten zu finden. Geladen wird das Netbook über ein extrem kompaktes Netzteil mit drehbarem Netzstecker. Dieses ist nicht nur klein sondern auch leicht und lässt sich somit sehr gut mitnehmen. Ein Bild vom Netzteil habe ich den Produktbildern hinzugefügt.
GESCHWINDIGKEIT:
Die Arbeitsgeschwindigkeit des Aspire One ist in Ordnung und bewegt sich in Netbook-typischen Bereichen. Man darf hier sicherlich nicht zu viel erwarten. Die AMD APU hat zwar zwei Kerne, gerät bei vielen Anwendungen aber doch ganz schön ins Schwitzen. Gegenüber dem Vorgänger hat die APU die Möglichkeit, bei Bedarf den Takt einer ihrer Kerne von 1GHz Standardtakt auf 1.33GHz zu erhöhen. Das Netbook bleibt aber immer recht leise und gerade beim Schreiben von Texten ist es kaum zu hören. Dank der flotten integrierten Grafik lassen sich HD Videos problemlos abspielen. Einzig eine Wiedergabesoftware, die die Grafikkarte zum Video dekodieren benutzt, ist nötig. Der VLC Mediaplayer und der Windows Media Player sind dazu in der Lage. Wer will, kann das Bild dann auch noch per HDMI an sein TV Gerät weitergeben. Zusätzlich steht auch noch ein VGA Ausgang zur Verfügung.
BESONDERHEITEN:
Als Besonderheit hat das Gerät darüber hinaus noch einen USB 3.0 Anschluss zu bieten und das W-Lan Modul beherrscht W-Lan Netze im 5GHz Bereich.
Das Netbook lässt sich übrigens sehr leicht öffnen, um an Arbeitsspeicher und Festplatte zu gelangen. Es muss lediglich der Akku herausgenommen werden und eine einzige Schraube an der Vorderseite des Geräts, unterhalb des Touchpads gelöst werden. Dann lässt sich die komplette Bodenplatte einfach nach vorne schieben und abnehmen. Darunter findet man dann die Festplatte und den Arbeitsspeicher und hat auch Zugang zum Lüfter, falls man diesen evtl. einmal reinigen muss. Es steht leider nur ein Steckplatz für Arbeitsspeicher zur Verfügung. Einfach ein zweites Modul hinzufügen geht somit nicht.
FAZIT:
Alles in allem hat mir das Acer Aspire One 725 sehr gut gefallen. Es ist ein gelungenes Update auf den neuesten Chipsatz. Gerade USB 3.0 findet man noch nicht bei sehr vielen Netbooks. Die Möglichkeit HD Material wiederzugeben gefällt mir, gerade im Zusammenspiel mit dem HDMI Ausgang, sehr gut. Für Leute, die sehr viel auf Reisen sind, wäre wohl ein Sechs-Zellen-Akku besser gewesen als die Variante mit vier Zellen. Ob einem die Laufzeit reicht, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für meine Zwecke ist sie jedenfalls ausreichend und daher vergebe ich die vollen fünf Sterne.
Testdetails:
Testprogramm: Battery Eater Pro 2.70
Erster Test:
Testmodus: Readers Test
Einstellungen: W-Lan aktiv, Display Helligkeit um vier Stufen gesenkt
Laufzeit: 5:43h
Zweiter Test:
Testmodus: Classic (maximale Last)
Einstellungen W-Lan aktiv, Display volle Helligkeit
Laufzeit: 2:40h