Besitze das Gerät noch nicht sehr lange, möchte aber eine Kurzeinschätzung abgeben, da bisher wenige Käufer sich zu dem Netbook geäußert haben:
Meine größte Befürchtung vor dem Kauf war, dass man mit so einem kleinen Gerät und seinen eigenen großen Fingern wohl kaum einen längeren Text schreiben kann; da ich aber hauptsächlich surfen wollte, erschien mir das Risiko bei dem Preis gering und legte es in den Warenkorb.
Dies habe ich nicht bereut, lieferte mir Amazon - zu meiner Überraschung - einen vollwertigen PC, der eigentlich viel zu schade ist, um ihn ausschließlich als Netbook zu benutzen (mit einem TFT-Bildschirm und USB-Maus, Keyboard mutiert der ACER zu einem vollwertigen PC). Er ersetzt n i c h t den Spiele-PC, logisch. Jegliche Büroarbeit, TV-Stream (Arte+7, Maxdome etc..) Radiomitschnitte, Internetbanking usw. erledigt er flott. Er startet sehr schnell: 30sec und man ist im Internet... Die Tastatur ist für mobile Zwecke ausreichend groß und meiner Meinung nach sinnvoll belegt. Die Akkulaufzeit (3-Zellen) ist bei Vollauslastung für meine Zwecke in Ordnung (ca. 2 Stunden). Wem das nicht reicht, kann ja nachrüsten. Der Arbeitsspeicher erscheint ausreichend groß zu sein, da XP zum Einsatz kommt (Der kleine Acer ist beim Laden von Programmen schneller als mein Athlon3500+ mit nur 1GB unter Vista...).
Richtwert: Nach etwa 5 Sekunden kann man ein OpenOffice 3.0 Dokument nutzen.
Das Beste: Der Stromverbrauch und die Lautstärke. Der Stromverbrauch ist bei diesem Gerät wirklich zu vernachlässigen. Hören kann ich das Gerät nicht (und den Betrag, für den AMAZON das Netbook unter die Leute bringt, kann man gut und gerne für seinen normalen" PC investieren, um diesen so leise bzw. unhörbar zu machen wie den kleinen ACER.).
Warum nicht 5 Sterne: Was haben sich die Menschen bei ACER nur gedacht, als sie dem kleinen Freund diesen Bildschirm spendiert haben, wo sie das Gerät doch für den mobilen Gebrauch gemacht haben? Klar, "to glare" heißt "blenden". Das hätte ich wissen sollen... Kurz: Wer das Netbook hauptsächlich im Freien benutzen möchte, sollte seine Kaufentscheidung mehr als überdenken. Oder er verfügt über sehr viel Intuition und kann Dinge erahnen...
Nachtrag zum Keyboard: Einige Anmerkungen zu dem Gerät beziehen sich auf das angeblich schlechte Keyboard. Ich kann dies nicht nachvollziehen. Die Tasten sind selbst für Männerhände ausreichend groß, um schnell einen Text (mit Formatierungen und allem PiPaPo) zu schreiben (in meinem Fall 3-5-Fingersystem)... Im Wesentlichen unterscheidet sich dass Keyborad nicht von anderen Notebook-Tastaturen. Natürlich fehlt ein Nummernblock etc.. ACER hilft hier recht pfiffig durch eine Doppelbelegung der Tastatur per "FN"-Taste ab (blau gekennzeichnet). Dies wird von vielen Usern bemängelt: Für mich nicht nachvollziehbar, da gerade im Deutschen, wo die Groß- und Kleinschreibung eine so große Rolle spielt, der Nutzer auch andauernd auf die "Shift"-Taste angewiesen ist. Was macht es für einen Unterschied "Shift"+U zu drücken, um "Unterschied" grosssss zu schreiben oder "FN" + "x" zu drücken, um an das Endes des Dokumentes zu gelangen? Daran gewöhnt man sich sehr schnell....
Anmerkungen zum Touchpad: Auf diesen Seiten finden sich sehr schlechte Rezensionen, die sich auf das Touchpad des Acer One beziehen. Ich kann dies in dieser Form nicht nachvollziehen. Nachvollziehbar ist, dass die Arbeit mit einem Touchpad gewöhnungsbedürftig ist, vor allem, wenn man nicht gewöhnt ist, die Steuerungstaste [Strg] + " " zu nutzen. Dies gilt aber für alle Note- und Netbooks. Abhilfe schafft hier ein extneres Eingabegerät: z.B. eine USB-Mouse... Die Rechts- und Linkstasten funktionieren tadellos. Beim Acer würde die Hälfte der Touchpadfläche noch genügen, um damit ausreichend zu navigieren. Eine Abwertung ist wirklich abwägig, denn dann könnte mann auch einen PC, der ohne Mouse geliefert worden ist als mangelhaft bezeichnen, weil man mit ihm nicht ordentlich arbeiten kann. Oder einen Videorecorder ohne Fernseher...
Zum konkreten Pad: Es ist mäßig empfindlich, was feuchte Finger anbetrifft. Dies scheint der einheitlichen Lackierung geschuldet zu sein. Da habe ich schon bessere Touchpads ertastet. Stellt man dies aber in Relation zu dem geforderten Preis, da kann man eigentlich nicht meckern.
Anmerkungen zur Tonqualität: Aufgrund seiner Ausmaße verlockt das Gerät dazu, es auf der Stereoanlage abzustellen, um Musik zu hören. Warum auch immer, noch nie habe ich einen PC besessen, der einen so guten Ton übergibt. Natürlich kann ich dies nicht unter Laborbedingungen nachprüfen. Habe aber zum Spaß eine digitale Aufnahme von der ACER-Klinke auf Stereo-Chinch gemacht, ohne Musik abzuspielen und siehe da: liest man den Stream in z.B. Audacity ein, offenbaren sich wirklich keine Nebengeräusche (also Pegelausschläge), ausser beim Einstecken der Klinke, toll. Vieleicht liegt dies daran, dass das Gerät über ein externes Netzteil verfügt?!
Der Acer ist der ideale Schüler-PC: Selbst Einsteiger-PC-Angebote können hier nicht mithalten, selbst wenn man für den Preis einen leistungsstarken PC + Monitor, Keyboard und Maus bekommt: Der Monitor liegt bei ca 100¤, so dass für den PC inkl. Betriebssystem 200¤ verbleiben. Da kann man sich ausmalen, dass es sich dabei um einen sehr lauten Rechner handelt, der unnötig viel Strom verbraucht, da für den Preis nur billige Komponenten verbaut werden können.
Auch das kleine Keyboard ist für Kinder und Heranwachsene eher von Vorteil.