Das Acer Aspire Ethos 5951G ist bei mir seit rund zwei Wochen im täglichen Einsatz und ich kann (rein oberflächlich gesehen) nur immer wieder das schön gestaltete, metallgefasste Multimedia-Kraftpaket loben. Es überraschte mich mit den großzügigen Spezifikationen, der hervorragenden Konnektivität und jeder Menge Features für einen angemessenen Preis, nicht zuletzt auch durch das einzigartige und innovative abnehmbare Touchpad, um Multimedia-Inhalte noch bequemer zu navigieren (dazu später mehr). Ebenso eignet es sich für Spiele und die einzig hinnehmbaren Abstriche muss man eben mit dem etwas mittelmäßigen Display und dem fehlenden Blu-Ray-Laufwerk eingehen.
Sind wir einmal ehrlich, die meistverkauften Laptops sind die 15,6 Zoll-Modelle und sehr viele davon sind, um es nett zu formulieren, austauschbar. Die Hersteller setzen nur auf minimale Unterschiede, wie zum Beispiel der Lautsprecher oder dem Bildschirm, aber wer hat schon so ein raffiniert abnehmbares Touchpad zu bieten? Es verhält sich dabei wie eine Fernbedienung und kabellose Maus. Mit einem Magnet steckt es in der Öffnung und durch einen kleinen Druck kann es entfernt werden. In erster Linie wird dadurch der Komfort bei DVD, CD oder Musik erhöht, da der Nutzer nicht unmittelbar am Gerät sitzen muss. Auch die Steuerung der Maus funktioniert über das Touchpad einwandfrei und nicht zu vergessen, der große Bewegungs-Radius für den Finger. Doch ist das natürlich nicht alles, was das Acer Aspire Ethos 5951G so empfehlenswert macht.
Es bietet einen langlebigen gebürsteten schwarzen Aluminium-Deckel, einzelne Tastaturen mit einer äußerst schicken Hintergrundbeleuchtung (manuell einschaltbar) und einen Fingerprint-Sensor. Doch auch die Akku-Leistung basiert auf einem großvolumigen Acht-Zellen-Akku, der uns eine solide viereinhalb Stunden Laufzeit verspricht - auch wenn dazu die Bildschirmhelligkeit heruntergedreht werden muss und drahtlose Funkgeräte ausgeschaltet sind. Praktisch ist auch die Möglichkeit den Akku direkt auszuschalten und nur Strom über das Netzteil zu beziehen. Dafür findet sich ein gelb/oranger Schalter auf der Bodenseite des Laptops. Unpraktisch ist dafür die fehlende Möglichkeit, den Akku auszutauschen. Und störend ist für manchen vielleicht auch ein hörbares, wenn nicht unangenehmes, Geräusch unter starker Belastung. Aber ich würde es allerdings nicht als einen negativen Punkt zählen.
Wie man bereits der Produktbeschreibung entnehmen kann, ist die Konnektivität erstaunlich. HDMI Anschluss, USB, USB 3.0, eSATA-Port, Mini-Firewire und vieles mehr. Ich persönlich liebe hier das hohe Maß an Flexibilität und den schnellen Zugriff auf externe Speicher. Leider fehlt in dieser Ausführung der Blu-Ray Player und dafür gibt es eben den DVD-Brenner. Ich nutze zwar beides nicht, aber sicherlich legt der eine oder andere Wert auf hochauflösende Filme. Dafür gibt es noch eine 720p Webcam, den Fingerprint Reader für einen sicheren Zugang und einen vollständigen Ziffernblock mit Multimedia-Bedienelemente.
Wie von einem Multimedia-Notebook zu erwarten, fehlt hier auch nicht die audiovisuelle Abteilung. Ich beginne mit dem 2.1-Lautsprecher. Insgesamt ist das Ganze ausgeglichen. Die Leiste erzeugt eine angemessene Lautstärke, Details bleiben erkennbar und der Bass ist auch zu vernehmen. Doch trotz der Dolby Home Theatre Verarbeitung ist am Ende der dedizierte Subwoofer in seinen Höhen übermäßig hart und insgesamt zu blechern. Für ernsthaftes Filmvergnügen würde ich daher zu einer externen Lösung raten.
Die Grafik bietet dafür eine angenehme Überraschung. Mit Nvidias GeForce GT540M dürfte jeder Gelegenheitspieler auf seine Kosten kommen oder diejenigen, die nichts dagegen haben ein paar Kompromisse bei den aktuellen Titeln hinzunehmen. Schlussendlich hat mich (um es simpel auszudrücken) die Individualität mehr als nur überzeugt. Das dazu die Ausstattung, die Features und die Leistung stimmen, lässt den Acer Aspire Ethos 5951G nur umso besser darstehen. Wie gesagt, ein Blu-Ray Laufwerk bieten die besseren Modelle aus dieser Serie, doch für die alltäglichen Anwendungen gibt es hier einen überdurchschnittlichen Laptop, mit dem man so gut wie keine Verzichte eingehen muss.
Den Punktabzug gab es für das fehlende Full HD Display, welches wohl in erster Linie einen Anreiz schaffen sollte, die besseren und auch teureren Notebooks aus dieser Serie zu kaufen, die fehlende Möglichkeit den Akku auszutauschen und die am Ende etwas mittelmäßige Soundleiste.