Vorbemerkung:
In meiner Familie und auch im Bekanntenkreis bin ich immer wieder mal für die Beschaffung von Hardware zuständig, da ich mich sehr gerne mit dieser Materie beschäftige und stundenlang darüber lesen könnte.
Diesmal war es wieder soweit, ein Einsteigernotebook für eine junge Dame war gesucht. Das Budget war beschränkt, nach langem Überlegen habe ich dann zum Acer Aspire 5749-32354G32Mnkk gegriffen, aus dem WarehouseDeal, um noch ein wenig zu sparen.
Lieferumfang:
Das Notebook erreicht mich gut verpackt, trotz WarehouseDeal war das Gerät wie neu, mit allen Schutzfolien und vollständigem Zubehör. Also sehr zu empfehlen. Dabei ist neben dem Notebook an sich der Akku, das Netzteil, das Netzkabel, eine Garantiekarte und die obligatorische Kurzanweisung. Dabei war alles noch wie neu verpackt.
Inbetriebnahme:
Akku einsetzen (geht hier sehr gut, der Einrastmechanismus ist ein wenig anders wie von Acer gewohnt, kenne das eher von Asus), Netzteil anstecken, Notebook starten. Windows 7 ist vorinstalliert. Ich bin zuerst erschrocken, da die erste Meldung "Starting Windows" war und ich schon dachte, es wäre die englische Version des Betriebssystems. Aber weit gefehlt, alles im grünen Bereich, es ist auf Deutsch. Das System richtet sich dann wie von selbst ein, man gibt noch z.B. den Benutzernamen und Passwort ein, fertig. Keine Zauberei.
Recovery:
Es empfiehlt sich gleich am Anfang mit der Acer eRecovery-Software die vier DVD (Rohlinge sind keine dabei) für die Systemwiederherstellung zu brennen und die eine DVD mit den Anwendungen und Treiber. Auf der Platte liegt zwar das Recoverysystem auch, man weiß jedoch nie. Sicher ist sicher.
Vorinstallation:
Die Vorinstallation ist Acer-typisch. Software wie McAffee, Links zu ebay etc. Dass habe ich sofort gelöscht, kann man ja immer noch selbst erzeugen. Ansonsten kann man kaum Kritik üben, der Rechner startet dennoch sehr schön schnell.
Display:
Das spiegelnde Display löst mit 1366x768 Pixeln auf. Leider gibt es bei Acer anscheinend keine Full-HD-Panel in diesen Notebooks. Da hätte man dann mehr Platz für Fenster nebeneinander. Der Kontrast und die Helligkeit sind in Ordnung, per Tastenkombination kann diese geregelt werden (gilt auch für die Lautsprecher und Ton an/aus etc.). Der Blickwinkel ist wegen dem größeren Panel besonders wichtig, von der Seite ist er in Ordnung, kippt man das Display nach hinten merkt man schon die Blickwinkelabhängigkeit. Für den Preis geht es trotzdem in Ordnung.
Tastatur:
Acer vebaut eine Inseltastatur mit Nummernblock. Mein anderes Acer hat eine kleine Status-LED auf der Taste für Capslock und Numlock, was es hier nicht gibt. Der Druckpunkt ist gut, man kann entspannt tippen.
Touchpad:
Das Touchpad ist angenehm groß, die beiden abgesetzten Maustasten lassen sich schön weich klicken. Multitouch ist möglich, Hersteller des Touchpads ist Elantech in meinem Fall.
Anschlüsse:
Da es sich hier im ein "großes" Notebook handelt sollte es mehr Anschlüsse als ein Netbook besitzen, hat es aber nicht. USB 3.0 ist leider nicht vorhanden, aber drei USB 2.0 Buchsen. Eine davon liegt links am Gehäuse, die beiden anderen rechts. Links ist noch der Stromanschluss, der Lüfterauslass, einmal HDMI (beim Core i3-Modell), einmal Netzwerk. An der Front ist der Kartenleser (etwas rechts vom Touchpad) und der Mikrofon- bzw. Kopfhöreranschluss. Auf der rechten Seite findet man dann noch den DVD-Brenner.
Leistung:
Der Windowsleistungsindex kommt auf einen Gesamtwert von 4,3 wegen der Grafik, die CPU (Core i3 2350) wird mit 6,8, der RAM mit 5,9 bewertet, genauso wie die Festplatte. Die CPU ist eine Dualcoreversion. Das Acer-Notebook reagiert mehr als zuppig, Anwendungen starten schnell. Auch unter Last spielt der Lüfter nicht verrückt, er lässt sich gut ertragen. Für Office und Internet sowie Multimediaanwendungen ist das Notebook mehr als geeignet. Man weiß ja nicht, ob die Anwenderin doch mal eine leistungshungrige Anwendung laufen lassen möchte (mir wurde nur gesagt "Standard").
Design:
Das Design ist gefällig, das Gehäuse macht nicht nur einen hochwertigen Eindruck, es fühlt sich auch so an. Nicht quietscht, knarzt oder klappert. Die Farbkombination grau/blau ist ansprechend. Es macht zusammengeklappt einen "schlanken Fuß" und wirkt nicht klobig oder dick.
Mobilität:
Schwer ist das Acer nicht, im Vergleich zu meiner anderen "Wuchtbrumme" (Acer Apsire Ethos, wiegt schon ein wenig mehr als drei kg). Die Leistung ist echt gut (so wie oben beschrieben). Bluetooth ist leider nicht an Bord, kann wie gewohnt per USB-Stick nachgerüstet werden (nutze es selbst nur für eine BT-Maus und ab und zu für das Mobiltelefon). Das WLAN funkt bis zum n-Standard, die Reichweite ist gut. Die eingebaute Webcam ist akzeptabel. Für Videotelefonie reicht sie mehr als aus. Das Netzteil ist nicht so groß wie bei den Core i5 oder Core i7-Modellen, die schon Energie schlucken, wenn man sie ordentlich rannimmt (Spiele z.B.). Die verbauten Lautsprecher sind ausreichend, Wunder sollte man keine erwarten. Die Soundkarte hat generell einen befriedigenden bis guten Klang.
Fazit:
Ich kann das Acer Aspire 5749-32354G32Mnkk uneingeschränkt empfehlen, für viele Anwender reicht die Leistung mehr als aus. Die anderen Einstiegs-CPUs machen bei vielen anderen Anwendungen parallel schneller schlapp, wo der i3 doch mehr "Wumms" besitzt. 4 GB Ram und 320 GB an HDD runden das Angebot ab. Leider gibt es bei Acer viele verschiedene ähnlich klingende Modelle, daher bitte aufpassen, für welches Modell man sich entscheidet. Die Intel 3000 und der HDMI-Anschluss waren u.A. der Grund, warum ich mir dieses Modell herausgesucht habe. Fazit: Fünf volle Sterne im Hinblick auf Preis-Leistung, Verarbeitung und Design.