Ich habe zu diesem Notebook ein kleines Video erstellt, bitte verzeihen Sie mir die teils starken Schwankungen beim Ton. Das kommt davon, wenn man mit zwei unterschiedlichen Kameras die Szenen einfängt.
Das Acer Aspire 3750G ist optisch wie auch technisch ein wirklich gelungenes Mittelklasse Notebook. Schon nach wenigen Minuten ist alles eingerichtet und man darf im Netz surfen. Ich würde dennoch empfehlen, erst einmal die nötigen Updates/Installationen einzuspielen (Win7 Servicepack1, DirectX, Virusprogramm etc).
Wer ein wenig genauer danach schaut, was auf diesem Gerät schon vorinstalliert ist, der wird sein blaues Wunder erleben. Soviel Shareware Müll hab ich bisher noch nie löschen müssen. Über 2GB an Spielen, McAfee Testversion (400MB), eine 60 Tage Video Maker Testversion mit satten 1,6GB und was weiß ich noch.
Hier schlummern 5GB und mehr an Shareware Programmen.
Für mich gab es, nach knapp einer Woche arbeiten mit dem Aspire 3750G, im Grunde nur einen wirklichen Makel und dieser betrifft leider den nicht unerheblichen Monitor.
Nicht nur, dass dieser keinen vernünftigen Schwarzwert liefert (es wirkt alles eher gräulich) und die Farben wirken eher blass, er ist auch extrem Blickwinkel abhängig. Ich hätte bei einem so kleinen, recht übersichtlichen Monitor eine solche Blickwinkel Empfindlichkeit nicht erwartet. Schon kleinste Veränderungen in der Blickposition, egal ob auf, ab oder seitlich, sorgen für Frust
Nun gut, wenn man den Laptop nur zum Surfen im Netz nutzt, wird einen das vielleicht nicht so stören, doch mir hat z.B. das Spielen und auch das Bearbeiten von Bildern keinen wirklichen Spaß bereitet. Längeres Spielen empfand ich sogar als recht anstrengend für die Augen.
Abgesehen von diesem Ärgernis gab es kaum etwas zu meckern von meiner Seite aus.
Das Disk Laufwerk erkennt DVDs sehr schnell und auch Daten werden im Nu übertragen. Nur bei den CDs macht das Laufwerk ein paar Mucken, hier dauert das Einlesen oft schon einen ganzen Tick länger.
Das Touchpad reagiert ausgesprochen gut, leichtes darüber gleiten lässt den Mousezeiger seine Aufgaben erfüllen.
Dieses betrifft auch das Scrollen und das Vergrößern/Verkleinern der Grafiken, Webseiten etc.
Die Spieletauglichkeit liegt im Mittelfeld. Ich hatte ein paar Games/Demos angespielt. Aktuelle Games mit HighEnd Grafik können gar nicht bis so gerade noch (stark reduzierte Grafikeinstellungen) gespielt werden. Das aktuell erschienene Duke Nukem Forever ließ sich voll aufgedreht flüssig spielen, aber dieses Game nutzt jetzt auch keine wirklich aktuelle Grafik Engine.
Auch nach einer Stunde Spielzeit hielt sich die Hitze Entwicklung noch in angenehmen Grenzen.
Der Sound ist als wirklich passabel zu bezeichnen. Ob nun beim Spielen oder Filme schauen, für ein so kleines Gerät kein Grund sich zu beklagen.
Alles in Allem kann man, dank der guten Hardware, sehr gut und vor allem Flink mit dem Aspire 3750G arbeiten. Wäre da nur nicht die Sache mit dem weniger gelungenen Monitor.
Überhaupt sollte man sich natürlich im Vorfeld genau überlegen, wozu man ein solch kleines Notebook, mit einem 13,3 Zoll Monitor benötigt.
Will man es in erster Linie unterwegs, auf Reisen oder dergleichen verwenden, um z.B. liegen gebliebene Arbeiten zu erledigen. Dann trifft man mit diesem Gerät bestimmt keine falsche Wahl.
Hat man aber vor, dieses Gerät als tägliches Arbeitsgerät zu nutzen, so sollte man sich das wirklich zweimal überlegen, da das Arbeiten, vor allem wenn man Grafiken oder dergleichen bearbeitet, sehr anstrengend sein kann, an einem so kleinen Monitor.
Tja, und sucht man nur ein kleines, feines Gerät zum Surfen oder Texte Schreiben, so empfehle ich eher ein günstiges Netbook, da man dann eine solche Ausstattung, wie es das Aspire bietet, nicht wirklich benötigt.
Warum man bei diesem Gerät ausgerechnet am Monitor gespart hat, kann ich einfach nicht verstehen. Mit dem richtigen Monitor wäre das Acer Aspire 3750G eine richtig kleine Perle und hätte knapp 5 Sterne verdient, doch so schwanke ich nun zwischen 3,5-4 Sterne.