Acer K10
im JanMann-Test
Der Test:
Uwweeeeyyyy! Mein Beamer ist endlich da! Erst Donnerstag, gegen 22:00 Uhr bestellte ich mir den Acer K10 über den Anbieter "Hardwareversand Deutschland" bei Amazon.de, um meinem Traum von einem kleinen Heimkino näher zu kommen. Schon am Samstag war er da.
Aber warum habe ich gerade den Acer K10 bestellt? - Nunja, ich habe mir zunächst meine Ansprüche aufgeführt. Zum Einen wollte ich weder eine zweite Heizung in meinem Zimmer haben, noch ein tonnenschweres Monstrum. Mein Zimmer ist recht klein und da will ich flexibel und mobil sein, was meine Gerätschaften angeht. Zum Anderen sollen auch die laufenden Kosten möglichst gering sein. Als Azubi ist man kein Goldesel. In Frage kam für mich also nur ein LED-Beamer: Stromsparend, daher auch sehr leise, kühl und kompakt, sowie eine vergleichsweise sehr hohe Lampenlebensdauer. Einziger Nachteil: Die Lichtstärke ist nicht annähernd so hoch, wie herkömmliche Beamer auf LCD-Technologie.
Der Acer K10 liefert mir immerhin noch 100 Ansilumen (bzw. hat Chip im Test 89 Ansilumen gemessen), was zwar verschwindend gering scheint. Doch wer braucht heute schon Licht? Betrachtet man meinen Anschaffungszweck, ein kleines Heimkino, sollte schon klar sein, dass ich mein Zimmer bei Benutzung so oder so komplett abgedunkelt hätte. Der Samsung SP-U300M hat zum Beispiel zwar die dreifache Ansilumenzahl, ist jedoch mit 439 Euro auch ganze 140 Euro teurer. Und in Anbetracht des Rechts, die Ware innerhalb von 14 Tagen wieder zurückschicken zu können, entschied ich mich also, zunächst den Acer K10 unter die Lupe zu nehmen.
Kaum hatte ich das Paket in meinen Händen, habe ich es auch gleich ausgepackt. Damit gerechnet, es noch am Samstag zu erhalten, habe ich sicher nicht - umso größer war die Freude.
Ich kannte zwar schon im vorraus die Maße des Geräts (ca. 12cm x 12xm x 5cm), aber ich wunderte mich doch noch, wie niedlich klein so ein Beamer doch sein kann.
Schnell also am PC anschließen - doch mit dem mitgelieferten, relativ kurzen VGA-Kabel war da ohne eigene Verlängerung nicht viel zu machen.
Angeschlossen, angeschaltet und gleich gestaunt: Nichtmal das Licht war aus und selbst auf meiner hellorangen Raufasertapete glänzte schon das "Acer"-Logo in schönem Weiß an meiner Wand. Der natürliche weißabgleich des Gehirns schien da schon auszureichen, um die Farben klar wahrnehmen zu können. Als ich dann mein Zimmer komplett verdunkelt hatte und ein Testbild sendete, um im Menü ein paar Einstellungen vorzunehmen, war ich dann erst richtig baff, wie viel Power in solch einem kleinen Gerät steckt - die 100 Ansilumen reichen völlig aus, um bei einer Diagonale von 1,5 Metern im 4:3 Format noch richtig Spaß zu haben. Aber ein wenig erleichtert war ich dann schon, als ich dann endlich mit den Einstellungen durch war - denn, wie ich schon in einigen anderen Testberichten gelesen hatte, sind die Menüknöpfe tatsächlich sehr unglücklich positioniert. Man muss mehr raten, welchen Knopf man gerade betätigt, als dass man es deutlich ertasten könnte. Das Licht meines Handys leistete mir daher beim Einstellen wertvolle Dienste.
Noch positiv aufgefallen ist mir das Gewinde, unten am Beamer, das dem Standard für Stative entspricht. Er passt also wunderbar auf mein Stativ, welches ich eigentlich für meine Kamera angeschafft hatte.
Dann der erste Durchlauftest: Kumpel bescheidsagen, ab in die Videothek, "X-Men Origins: Wolverine" ausleihen, wieder nach Hause, DVD einlegen, aufs Sofa setzen, zurücklehnen. Der Beamer war auf die besagte Diagonale von 1,5 Meter eingestellt. Da der Film im 16:9 Format war, war die Diagonale zwar etwas kleiner, die Breite von 1,3m aber dennoch beachtlich. Die Farben waren super und die Kontraste deutlich - selbst bei dunklen Szenen. Die Lautstärke von 28db ist zwar hörbar, jedoch nicht störend. Meine Anlage ist da wesentlich lauter. Kurz: Es war ein Höllenspaß und richtige Kinoatmosphäre.
Das Fazit:
Aus technischer Sicht ist der Acer K10 ein super Gerät und optimal für den kleinen Heimkinofan. Wessen Ansprüche sich nicht im Himalaya befinden, wird mit dem Gerät durchaus zufrieden sein.
Die Lichtstärke reicht im komplett abgedunkelten Raum und einer 4:3 Diagonale von 1,5 Metern für ein klasse Bild, die Lautstäre ist zwar hörbar, aber nicht störend, der Stomverbrauch liegt nach Chip bei rund 62 Watt, ein Stativgewinde ist vorhanden, die Anschaffungskosten von rund 300 Euro sind durchaus bezahlbar.
Als Manko bleiben nur das kurze VGA-Kabel, die Menütasten und evtl noch die knappe Auswahl an Anschlussmöglichkeiten (1 x VGA, 1 x Cinch).
Von dem Rücksendungsrecht werde ich jedenfalls wohl keinen Gebrauch machen :-)
lg,
JanMann