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Dass die "Ocean Machine" in Ihrer sprachlos machenden Genialität (hier müssen Ausserirdische - unserer Zivilisation um tausende Jahre voraus - mitgewerkelt haben) nicht mehr zu erreichen ist, liegt in der Natur der Sache. Und dennoch kommt der neue Output ganz nahe dran.
Es sind wieder diese unnachahmlichen Zutaten, meterdick belegte Tonspuren, grandiose Melodien, Devins Stimme zwischen Melancholie und Wahnsinn, die Gitarren hallen bis in den Orbit..., alles wie gehabt und doch alles neu.
Devin gelingt es, sich in der Instrumentierung zurück zu nehmen, verpackt in den Songs weniger Nebenschauplätze und steigert damit das Gefühl des Hörers ganz nah dran zu sein, an der Welt, an welche Devin uns teilhaben lässt. Hierzu passt auch, dass das Werk mit ca. 54 Minuten für Townsend-Verhältnisse recht kurz ausfällt, wodurch man sich nach Durchhören nicht erschlagen fühlt, sondern sich eher in Richtung Repeat-Knopf bewegt...
Wenn man davon ausgeht, dass die beiden bisherigen Hauptwerke sich mit der musikalischen Umsetzung bestimmter Ur-Elemente (Ocean Machine=Wasser, Terria=Erde) auseinandersetzen, so kann man der Accelerated Evolution getrost eine Annäherung an das Element "Luft" attestieren. (Wobei klar sein dürfte, dass es sich bei Wasser, Luft und Erde nicht um Elemente im chemischen Sinne handeln.)Denn genau so klingt es: eine Reise durch die verschiedenen Sphären unserer Lufthülle, schwindelerregend, tragend, abgehoben, atemberaubend.
Ich kann mir nicht vorstellen, was wir als Nächstes von Devin erwarten, da es mir schon so scheint, dass dieses Musikkapitel mit diesem Werk abgeschlossen ist. Man darf gespannt sein...
Abschließend sei noch angemerkt, dass es Devin und seinen Mannen nicht hoch genug angerechnet werden kann, Ihr Ding durchzuziehen. In einer Metalszene, die im Jahrespoll eines großen Magazins noch immer die Iron Maidens und Motörheads dieser Welt zu Ihren Lieblingsbands küren (gegen die ich grundsätzlich nichts habe), zeigt sich wie wichtig es ist, neue, nicht ausgelatschte Pfade zu beschreiten. Genau dies tut Devin Townsend.
Devin Townsend, ich knie vor Dir nieder
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