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Accelerando: Roman
 
 

Accelerando: Roman [Kindle Edition]

Charles Stross , Ursula Kiausch
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (21 Kundenrezensionen)

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Charles Stross ist derzeit einer der Vorreiter einer neuen Autoren-Generation, die das häufig vorgebrachte Argument, die Science Fiction hätte ihre beste Zeit hinter sich gelassen, Lügen straft. Mit Accelerando gelingt es ihm, die Zukunftsvisionen von Singularität oder Supernova noch um einiges zu übertreffen und ein posthumanes Szenario zu entwerfen, das an visionärer Kraft und Kühnheit seinesgleichen sucht.

Manfred Macx ist Unternehmensberater. Seine Genialität äußert sich darin, dass er normalerweise schon vor dem Frühstück Patente auf ein halbes Dutzend Erfindungen anmeldet. Doch Macx ist keineswegs der übliche großkapitalistische Geldscheffler. Er hat eine Vision und die besteht darin, möglichst viele Informationen frei zugänglich zu machen. Daher gibt er sein Wissen und seine Geschäftsideen auch kostenlos an Unternehmen weiter, die es ihm im Gegenzug ermöglichen, vollkommen ohne Geld zu leben.

Macx ist der Überzeugung, dass die menschliche Gesellschaft kurz vor dem Übergang in einen neuen Zustand steht: die Singularität, deren Ausgang noch niemand vorhersagen kann. Schon jetzt sind Menschen via Hirnimplantaten mit dem Internet vernetzt, kann eine elektronische Spielzeugkatze sich zu einer künstlichen Intelligenz entwickeln oder gar ein menschlicher Geist in Netzwerken hochgeladen werden. Hinzu kommt ein geheimnisvolles Signal, das die Menschheit vor einiger Zeit aus dem Weltall empfangen hat, und das auf die Existenz außerirdischer Lebensformen hinweist.

Wie der Titel Accelerando schon verheißt, beschreibt Stross die sich stetig beschleunigende Entwicklung einer technokratischen Gesellschaft, in der der Mensch vielleicht nur die Vorstufe zu einer völlig neuartigen Wesens- und Seinsform darstellt. Ebenso rasant und verdichtet ist auch die Sprache des Romans, die ein Konglomerat aus technologischen Extrapolationen, witzigen Genre-Anspielungen und bizarrer Poesie bildet. Die Konflikte von drei Generationen der Macx-Familie bilden den Rahmen der Geschichte und verleihen dem Vorstoß in die Posthumanität eine menschliche Dimension. Accelerando ist ohne Frage ein Quantensprung der Science Fiction -- ein Roman, der nicht nur ein Licht auf die Zukunft des Genres sondern möglicherweise auch unserer Gesellschaft wirft. --Sara Riffel

Kurzbeschreibung

Dies ist die Geschichte der schleichenden Machtübernahme der künstlichen Intelligenz: Beginnend im heutigen New York schlägt Charles Stross den Bogen weit in die Zukunft und zeichnet Schritt für Schritt nach, wie die Maschinen Bewusstsein entwickeln und die Herrschaft an sich reißen. Nach „Singularität“ und „Supernova“ liefert Stross damit seinen großen Roman über die Zukunft unserer Zivilisation.



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23 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Interessant, aber sehr zäh 27. Dezember 2006
Von Thomas Liehr TOP 1000 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Stross' Roman ist Science Fiction im Wortsinn, also eine wissenschaftliche Vision.

Der Tenor des Buches lautet: Wir werden tun, was uns möglich sein wird. Irgendwann in naher Zukunft wird es nach dem Denkmodell des Autors möglich sein, eine echte Mensch-Maschine-Schnittstelle zu schaffen, also Computertechnik direkt an das menschliche Gehirn anzubinden und sie später sogar zu integrieren. Die Menschen in Stross' Roman erweitern zunächst ihre Sinne, später werden sie kommunizieren können, ohne ihre Sinne zu nutzen, während sie "Agenten" ausschicken, die pausenlos auf der Suche nach Wissen und Lösungen sind. Diejenigen, die nicht mit Implantaten oder einem sogenannten Exocortex leben, manövrieren sich selbst ins Aus, während die anderen die Entwicklung immer weiter vorantreiben, allerdings nicht immer aktiv. Denn irgendwann wird sie Eigendynamik und -leben entwickeln: Künstliche Intelligenzen, Expertensysteme und kopierte Persönlichkeiten verlangen nach Gleichstellung, und etwas später wird der "mißratene Nachwuchs" selbst die Führungsrolle übernehmen. Aus Wirtschaftssystemen und künstlichen Körperschaften wachsen diffuse Völker, die darangehen, sämtliche im Sonnensystem verfügbare Materie in Computronium zu verwandeln, denkfähige Nanocomputer, die sich als sogenanntes "Matroschka-Gehirn" um die Sonne scharen, während die noch (jedenfalls zeitweise) im eigenen Körper existierenden Präposthumanen auf Habitate im Saturnring zurückgedrängt werden und der exponentiell angewachsenen Computerpower hilflos gegenüberstehen.

Folgerichtig spielen die Menschen in diesem Buch ab einem gewissen Punkt keine entscheidende Rolle mehr. Letztlich geht es darum, zu dieser Einsicht zu gelangen, und genau diese Geschichte erzählt der Roman. Nach dem Eintreten der Singularität, dem vorläufigen Endpunkt der auf Menschen bezogenen Entwicklung, sind sie bestenfalls noch Statisten bei einem Schauspiel, das ihrer nicht mehr bedarf.

Das Buch ist konsequent, weil es seine Figuren häufig vernachlässigt und den Leser mit einem Erzählmodell konfrontiert, das nicht immer leicht zu bewältigen ist. Genaugenommen geschieht in "Accelerando" wenig im Sinne herkömmlicher Romane. Es gibt zwar lange Dialoge und Handlungssequenzen, diese aber sind bruchstückhaft zusammengesetzt, enden zuweilen im Nichts und dienen bestenfalls der Reflexion; Personal verschwindet und taucht wieder auf, häufig ohne mittelbar erkennbaren Zusammenhang. Das Buch ist überfüllt mit technischen Termini, gelegentlich wird in ironischen Abschnitten zusammengefaßt, was die eigentliche Entwicklung ist. Diese Struktur verlangt dem Leser einiges ab, "Accelerando" liest sich mühevoll, es ist an keiner Stelle wirklich spannend, sondern häufig zäh, scheinbar beliebig und manchmal sehr verkopft. Allerdings ist es dennoch interessant und durchaus nachvollziehbar, wenn man sich die Mühe macht. Kein Buch für zwischendurch, und ganz sicher auch keines für Leute, die mit den orgiastisch verwursteten Fachbegriffen nichts anfangen können. Aber eines, das einen wichtigen Beitrag zur Fragestellung liefert, ob wir wirklich alles tun sollten, was möglich ist oder sein wird.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
SF wie sie sein sollte 3. Januar 2009
Von geeAge
Format:Taschenbuch
Wer hier die leichte Kost einer Space Opera sucht, ist sicher falsch. Ich allerdings habe lange kein Buch mehr gelesen, wo ich mir am Ende nicht sicher war, ob es nicht genau so kommen koennte...
Ideen-SF vom Feinsten, schnell und kompromisslos. Wer schon von Greg Egan's 'Dispora' begeistert war, sollte diesen Roman auf keinen Fall verpassen!
Ich finde es mutig vom Autor, dieses Buch so zu schreiben wie es ist, denn es duerfte auch ihm klar gewesen sein, dass das kein Buch fuer SF-Einsteiger wird/ist.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Viel Glitzerstaub um Nichts 18. Februar 2007
Format:Taschenbuch
Wie schon von den Vor-Rezensenten erwähnt dreht sich die Story um die Frage, was eintreten könnte, wenn sich die aktuelle Informationstechnologie in dem selben Maße wie bisher weiterentwickelt.

Eigentlich eine faszinierende Thematik und der Autor lässt auch immer wieder interessante Ideen aufblitzen und unterstützt wird dieses Aufblitzen durch die Verwendung gutrecherchierter Fachbegriffe. Das Problem dabei ist nur, es bleibt beim Aufblitzen. Von einem guten Science-Fiction-Buch erwarte ich das der Autor zukünftige Gesellschaften, Technologien etc. (Fiction) vorstellt und darstellt wie diese durch eine weiterentwickelte Wissenschaft (Science) umgesetzt werden könnten. Und hier hapert es ganz stark, der Autor wirft eine Anzahl von Halbideen in den Raum ohne zu erklären wie das denn eigentlich gehen soll. So ist es es beispielweise das hehre Ziel eines der Handelnden, den Kapitalismus durch ein besseres System zu ersetzen. Eine interessante Idee, gerne würde ich mich mit ihr auseinanersetzen, leider wird nirgendwo ein Hinweis gegeben wie das neue System den geartet sein soll, stattdessen wird lediglich beschrieben wie der Handelnde gegen den Kapitalismus vorgeht und versucht ihn quasi von innen heraus zu zerstören und ad absurdum zu führen. Als Science-Fiction-Fan ist die Geschichte für mich kein Genuss, eher im Gegenteil die immer wieder hingeworfenen Brocken halten einen vom eigentlich Lesen ab, da man sich immer wieder fragt, wie der Autor sich denn jenes wieder gedacht hat, bis man zu dem Schluss kommt, das er sich vielleicht doch nichts gedacht hat.

Aber neben der Science-Fiction bleibt ja immer noch der Rest der Geschichte, die Abenteuer der Protagonisten. Hier empfinde ich es persönlich zunächst als störend, dass die Charaktere sehr amerikanisch angelegt sind, es handelt sich nicht um Menschen wie Du und Ich, sondern um hochrangige Beamten, Politiker, Manager und zu guter letzt um eine Art Supermann der Informationstechnologie der relativ erfolgreich daran arbeitet die Welt in Richtung seiner eigenen Ideale zu verbessern. Zweifel an sich sind dem Helden fremd, es scheint quasi seine heilige Mission zu sein die Welt zu retten. Fragen ob er sich vielleicht irrt oder ob auch die Standpunkte seiner Widersacher bis zu einem gewissen Punkt gerechtfertig sind kommen nie auf. Völlig reflektionsfrei also.

Aber auch dies wäre noch zu verkraften, wenn es sich denn wenigstens um eine spannende Geschichte handeln würde. Handelt es sich aber nicht, die Aufgabe der Figuren ist es lediglich als Haftfläche für den technologischen Glitzerstaub zu sein, den der Autor grosszügig verteilt. Spannung kommt nicht wirklich auf, da es dem Leser nicht möglich ist die Möglichkeiten der Handelnden einzuschätzen, die Helden benutzen halt irgendwelche Dinge und alle paar Seiten stellen sie etwas Fantastisches damit an wovon man bisher noch gar nicht wusste das das geht. Wie soll man da Angst um den Helden haben? Er wird schon gleich wieder ein Spielzeug aus der Tasche ziehen und sich aus der Affäre ziehen - eine Art permanenter Deus Ex Machina.

Ingesamt gebe ich dem Buch doch noch gerade zwei Sterne, da manche Ideen doch ganz interessant sind, auch wenn sie nicht vernünftig in die Geschicht eingearbeitet wurden.
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Die neuesten Kundenrezensionen
Interessantes Thema, uninteressante Story
Mich interessiert das Thema KI und Singularität schon länger und da mir als Elektronikstudent Technikgeschwafel nix ausmacht, dachte ich, bei dem Buch wird schon nichts... Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Splinter veröffentlicht
Interessante SciFi aber schlechter Literaturstil
Über den Inhalt haben andere Rezesenten genügend geschrieben.
Die Ideen des Buches gehen über das hinaus, was in einfachen Space-Operas oder... Lesen Sie weiter...
Vor 22 Monaten von Hickup veröffentlicht
Schweres Stück Science-Fiction
Als ich mir das Buch gekauft hatte, hatte ich noch gar keine Sciencefiction gelesen. Das heißt ich habe Lichtschwerter, Weltraumschlachten und fliegende Autos erwartet. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Oktober 2009 von Jack Daniel
Interessante Ideen; schlechte Umsetzung
Ich lese gern SciFi und dann auch gerne 'harte' SciFi, allerdings sollte sie auch unterhaltend sein und daran fehlt es Accelerando von Charles Stross. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2009 von Y
Harter, aber lesenswerter Stoff
Okay, das Buch ist in der Tat zäh zu lesen und immer wieder stößt man an seine Grenzen, was die beschriebene Technik angeht. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Juni 2009 von Benjamin Klein
Eine der besseren Science-Fiction Visionen
Das Buch beginnt für typische "Techies" und "Nerds" sehr zugänglich. Erschreckend und gleichzeitig wichtigster Bestandteil sind die ständigen, gravierenden... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 28. April 2009 von Moritz Voss
Realistische SF
Realistisch und Science Fiction - geht das?
Ja, wie Charles Stross zeigt.
Denn so amüsant die allgegenwärtigen Space Operas, Raumschiffe und Alienbegegnungen in... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 24. Februar 2008 von Michael Unger
Die neue Verblendung
Schon wieder, wie fast täglich, ein Vorreiter einer neuen Autoren-Generation": wer diesen Marketingsprüchen noch glaubt, ist selber schuld. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. November 2007 von pali
Schnell, schneller, posthuman...
Die im Buch beschriebene Zeit wird durch den Rhythmus der Erzählung dargestellt (=hektisch). Es geht nicht um die Erklärung futuristischer Theorien, sondern um deren... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 22. Oktober 2007 von Zenya Mondatta
Acceleration = Beschleunigung
Vom Internet bis zur abstrakten virtuellen Superzivilisation, von virtualisierte Menschen treffen auf virtuelle Aliens. Die Entwicklung der Informationstechnologie. Raumfahrt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 6. Oktober 2007 von Henning Mühlinghaus
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