Nachdem der Autor mit "Die Kämpferin" vor Jahren schon einen unterhaltsamen
Anfang gemacht hat, setzt er diesen nun hier fort. Und ich finde auch dieses
Büchlein recht gelungen.
Die Geschichte des Meisters aller Klassen (wer könnte wohl gemeint sein?!) und auch die "Selbstverteidigungstricks", der Beitrag zum Chi-Power und zum "Abhärten" sind jedenfalls unterhaltsam. Die Ausführungen zu den "Nahrungsergänzungen" und deren Sinnhaftigkeit für Hobbykämpfer haben mich als ehemaligen Kraftdreikämpfer ebenfalls zum Schmunzeln angeregt. Ganz besonders erheitert hat mich aber das Beispiel des Milchgesichtes, das den 20 Kilo schwereren, langjährigen Thaiboxer im Training dominieren möchte. Kommt mir irgendwie bekannt vor :-)))
Das Schlimme ist, in über 30 Jahren aktivem Kampf- und Kraftsport hatte ich schon diverse solcher "Begegnungen der dritten Art", die den hier beschriebenen in nichts nachstehen : Selbsternannte Großmeister, die die einfachsten Basics nicht beherrschen, angebliche Special-Forces-Military-Close-and-Far-Range-Instructoren die zwar in Tarnhosen 'rumlaufen, aber den Unterschied zwischen Combatschiessen und dem Schiessen mit dem Luftgewehr auf dem Rummel nicht kennen, mehrfache Welt- und Universumsmeister im Kickboxen von Verbänden, die ausser den Begründern niemand kennt oder angebliche Selbstverteidigungsexperten, denen ein angetrunkener Proll auf dem Volksfest die Hucke vollhaut. Insofern ist das, was Ralf Pfeifer hier beschreibt leider nicht übertrieben, sondern bittere
Realität. Wenn es alles nicht so traurig wäre, könnte man ja unbeschwert darüber lachen...