Wir wohnen in einem Mehrfamilienhaus und vor kurzem wurde, am hellichten Tag, bei Nachbarn eingebrochen.
Als ich die, vermeintlich stabile, Wohnungstür danach sah war ich doch beunruhigt.
Sie war 2x abgeschlossen und wurde einfach aufgebrochen.
Wir haben zwar auch einen Sicherheitsbeschlag doch das schwächste Glied ist die Türzarge mit dem Schließblech.
So musste schnell ein zusätzlicher Schutz her, der das einfache Aufbrechen doch deutlich erschwert.
So kam ich auf dieses Abus Zusatzschloss.
Da ich handwerklich doch recht versiert bin dachte ich, dass der Einbau kein Problem wäre.
Eines vorneweg; ganz so einfach ist es nicht.
Die Anleitung ist für einen Nicht-Fachmann schon etwas unübersichtlich und bedarf genauer Lektüre.
So habe ich mir eine Lochfräße (34-37mm) und einen 13mm Bohrer im Baumarkt besorgt.
Ansonsten benötigt man einen 10mm Steinbohrer (für den starken Wanddübel, der das Schließblechgehäuse durch die Zarge diagonal in der Wand verankert).
Auch musste ich bei mir das Dornmaß von 60mm (Standard) auf 72mm einstellen, was ohne Sprengringzange fast unmöglich ist.
Kurz und gut, für die Montage habe ich rund 2 Stunden gebraucht.
Man muss sehr genau arbeiten, da die Mechanik sonst danach Probleme bereitet.
Ich habe noch einiges an "Feintuning" (fetten, feilen) durchführen müssen bis das Schloss leichtgängig funktionierte.
Ist es dann erst einmal montiert macht es aber einen sehr stabilen Eindruck (es ist druckfest bis 1 Tonne).
Man hat ein sicheres Gefühl und das Einbrechen wird doch deutlich erschwert.
Update 31.12.2012:
Mittlerweile habe ich meine Beurteilung auf 3 Sterne korrigiert.
Ich habe das Schloss definitiv korrekt und sorgfältig eingebaut.
Nun ist es passiert, dass ich beim Verlassen der Wohnung das Abus Schloss 2x verschlossen habe.
Bei der Rückkehr wollte ich aufschließen und plötzlich drehte der Schlüssel/Zylinder ins Leere!
Mir fiel fast das Herz in die Hose, da ich dachte, dass das Schloss hängt, bzw. nicht öffnet.
Gottseidank war der Riegel schon so weit zurückgedreht, dass die Tür öffnete.
Ich habe nun zig Mal versucht, die Situation nachzustellen.
Fakt ist; beim manuellen Zurückdrehen (2x) auf der Innenseite schnappt der Riegel auch 2x spürbar und korrekt ein.
Beim Zurückdrehen mit dem Schlüssel (von außen) passiert es immer wieder mal, dass der Riegel ca. 5mm vor Endposition stecken bleibt.
Anscheinend reagiert die Mechanik auf Innen-und Außenseite unterschiedlich.
Das darf eigentlich nicht sein!