Als ich das Buch in die Hand nahm, hat mich besonders der Klapptext in den Bann gezogen. Es erinnerte mich an Vampirbücher, die ich vor dieser Epidemie gelesen habe, wie die von Anne Rice. Nach den ersten Zeilen war es mir sofort klar, diese Vampire glitzern bestimmt nicht. Schon mal die besten Voraussetzungen! Man wird schnell warm mit den Charakteren. Die Autorin umgeht die Beschreibungen einfach, indem sie die Ich-Form wählt und den Leser somit noch etwas tiefer ins Geschehen hineinzieht. Aber nun zum Buch:
Man sieht die Welt aus Niccholas Augen, aus den Augen eines Vampirs. Er ist moralisch, aber nicht vermoralisiert. Er töt, aber auch nicht brutal, sondern um die Gesetzte seiner Rasse zu befolgen. Sein bester Freund ist Peter, der mit ihm jagd und zwar die "neuen" Vampire, die "Abtrünnigen". Dabei rettet Niccholas ein Mädchen vor den Vampiren. Sie sieht ihn und er sieht sie und schon hat das Mädchen sein kaltes Herz in ihren Händen. Das sich diese Begegnung zu einer großen Liebe entwickelt errät der Leser aber schon nach dem ersten Kapitel. In der Geschichte erfährt man allerdings mehr, als nur von der Liebe zwischen diesen ungleichen Rassen. Man erfährt wie Vampire leiden, was sie schmerzt, wie man sie vernichten kann, nach welchen Regeln sie leben und welche Schmerzen sie erleiden, wenn sie ihr sterbliches Leben aufgeben.
Alles in allem ein netter und schöner Auftakt einer Jungautorin, von der man bestimmt noch mehr hören wird.
Ich hab das Buch sehr gemocht und es liegt schon auf dem Nachttisch meiner Freundinnen. Niccholas de Winter ist ein zauberhafter Charakter, der nicht nur durch seine Sichtweise die Leserin in ihren Bann zieht, sondern durch seine Gesten sie auch dahinschmelzen lässt. Es ist allerdings nicht mit Bis(s) zu vergleichen, da die Autorinnen andere Stile haben.
Trotzdem allem ein wunderschönes, düsteres und liebevolles Debüt einer jungen Autorin, von der man noch viel, viel mehr lesen wird.