Aus der Amazon.de-Redaktion
Eigentlich hatten Matthew Bellamy, Chris Wolstenholme und Dominic Howard ihrem Megaseller Origin Of Symmetry einen orchestraleren Nachfolger zur Seite stellen wollen, doch je länger die Briten sich mit dem neuen Song-Material beschäftigten, desto härter und gitarrenlastiger wurde es. Im Endeffekt pendelte man sich auf einen gesunden Mittelweg zwischen dynamisch inszeniertem Bombast, verträumten Sphärenklängen und treibendem Rock ein. In den epischeren Passagen erinnert das Trio aus Devon mehr als einmal an Seventies-Opulenz à la Queen, die zerbrechlichen, oft nur von Pianoläufen getragenen Parts atmen französisches Chanson-Flair, und die straighten Abgehriff-Kanonaden können es mit jeder hippen Nu-Metal-Kapelle aufnehmen.
Im Vergleich zum letzten Album gehen Muse noch abwechslungsreicher und differenzierter zu Werke und haben sich ihre neuerliche Meisterleistung von Producer Rich Costey (Rage Against The Machine, Audioslave) kongenial endveredeln lassen. Wer auf intelligente, vielschichtig verwurzelte Avantgarde-Rock-Sounds steht und Radiohead zu depressiv und abgedreht findet, wird mit Absolution auf das Wunderbarste bedient. --Michael Rensen