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In Absentia

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Produktinformation

  • Audio CD (31. März 2003)
  • Anzahl Disks/Tonträger: 1
  • Label: Atlantic (Warner)
  • ASIN: B00006IU73
  • Weitere Ausgaben: Audio CD  |  DVD-Audio  |  MP3-Download
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Anhören11. Strip The Soul (album version) 7:21EUR 0,91
Anhören12. Collapse The Light Into Earth (album version) 5:52EUR 0,91


Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Porcupine Tree sind der beste Beweis dafür, dass man progressiven Rock auch ohne allzu offensichtliche 70er-Retro-Anleihen spielen kann. In Absentia ist eines der grandiosesten Genre-Alben der letzten 20 Jahre und dürfte der Band endgültig zum lange überfälligen Durchbruch verhelfen.

Im Vergleich zu den etwas poppiger ausgerichteten Vorgängern Stupid Dream und Lightbulb Sun klingt das erste Majorlabel-Album der Briten in jeder Hinsicht extremer: Die harten, fast schon metallischen Riff-Passagen krachen heftiger denn je, die düsteren Parts sorgen für intensive Gänsehaut-Attacken und die psychedelischen Feeling-Traumreisen erinnern an Frühwerke wie Signify.

Steven Wilson und Co. haben der Verlockung widerstanden, vorrangig megaeingängige Singles für den Mainstream-Markt zu komponieren, und konzentrieren sich lieber auf ihre bewährten Stärken. Neben einigen harten, straighten Rock-Nummern werden dem staunenden Zuhörer einfühlsame Balladen, vereinzelte Loop-Einsprengsel und sogar zwei reine Instrumental-Stücke kredenzt. Den Vogel schießt man mit den tief unter die Haut gehenden Jahrhundertnummern "The Sound Of Muzak" und "Prodigal" ab, die Fans von Bands wie Pink Floyd, Manic Street Preachers, Rush und Marillion vor Ehrfurcht in die Knie zwingen dürften. Genial! --Michael Rensen



Produktbeschreibungen

IN ABSENTIA

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31 von 32 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sophisticated!, 28. März 2003
Von JR (Bern Schweiz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Diese Rezension stammt von: In Absentia (Audio CD)
Spätestens seit Opeths letztjährigem Oberhammer "Deliverance" sollte Steven Wilson auch Metal Fans ein Begriff sein - der britische Soundtüftler hat nämlich die letzten beiden Opeth Alben produziert und seine unverwechselbare, klare Stimme ist sowohl auf der 2001er Scheibe "Blackwater Park" wie auch auf "Deliverance" in einigen Songs zu hören. In der Progressive-Szene ist der Mann dank seinem Hauptprojekt PORCUPINE TREE und diverser abgefahrener Nebenbands wie No-Man längst eine Legende - das Allroundtalent hat sich unter anderem einen Namen als Komponist, Gitarrist, Sänger und Produzent gemacht, wobei Wilson sich so ziemlich alles, was er über Musik weiss, selber beigebracht hat. Porcupine Tree wurde von Steven Wilson 1987 als ein-Mann Projekt ins Leben gerufen und sollte ursprünglich nur als Experimentierfläche für experimentelle und progressive Studiomusik dienen. Das 1993 erschienene Debütalbum "On the Sunday of Life"  und das darauffolgende "Up the downstair" bieten psychedelischen, hypnotisch-gleichförmigen Sound, der im Indie-Underground mit viel Lob bedacht wurde. Von den unerwartet positiven Echos überrascht, beschloss Wilson, Ernst zu machen und holte Ende 1993 Colin Edwin (Bass), Richard Barbieri (Keyboards) und Chris Maitland (Drums) in die Band um auch Liveshows spielen zu können. Anfang 2002 wurde Chris Maitland durch Gavin Harrison ersetzt, ansonsten ist dieses Line-up bis heute erhalten geblieben.
Mit dem 97er Hammer "Signify" bewegte man sich in eine rockigere, bandfreundlichere Richtung, die Songs wurden kürzer und weniger experimentell und der Trademark-Sound der heutigen Porcupine Tree begann sich herauszukristallisieren. 1998 und 2000 folgten die Alben Stupid Dream und Lightbulb Sun, welche beide von der Kritik gefeiert wurden und durchaus als richtungsweisend für den modernen Prog-Rock bezeichnet werden dürfen.

Vergleicht man nun das aktuelle Album "In Absentia" mit den früheren Werken, so steht die Scheibe in der Diskographie von Porcupine Tree als logischer - vorläufiger - Endpunkt einer kometenhaften Weiterentwicklung: Die Progressivität und "Trippiness" der Frühwerke schimmert noch immer in einigen Songs durch, der auf "Signify" begründete und auf den Nachfolgealben kontinuierlich weiterentwickelte verträumt-melancholische Markenzeichen-Sound durchtränkt jeden Ton von "In Absentia" und die auf den letzten Alben teilweise noch vorhandenen "losen Enden" werden zu einem homogenen, professionell klingenden, aber nie sterilen Gesamtgefüge verknüpft. Dabei gibt es auf "In Absentia" durchaus auch Neues zu hören: Die Zusammenarbeit mit Opeth hat offenbar ein klein wenig auf Steven Wilson abgefärbt, was sich in den teilweise ziemlich metallischen Riffs äussert, die so auf den Vorgängeralben noch nicht zu hören waren. Im von epischen Elektro-Soundlandschaften getragenen Song "Gravity Eyelids" lässt die Band ihrer Experimentierfreude freien Lauf und das als Single ausgekoppelte "Strip the Soul" ist in seiner überraschenden Aggressivität und Düsternis ein Schlag ins Gesicht aller Nu-Metal Wannabes. Generell wird auf In Absentia Abwechslung grossgeschrieben - vom in den Grundstrukturen fast "klassisch" anmutenden Rocksong über die sphärische Hymne und den stampfenden Riffhammer bis hin zur Pianoballade gibts hier für jeden etwas. Bei aller Diversität wirken die Kompositionen aber nie forciert, überladen oder poppig-anbiedernd und enthalten stets die unverkennbare Porcupine Tree-Handschrift, die dem Hörer bereits nach einigen Durchläufen irgendwie altbekannt vorkommt - etwas, das meiner Meinung nach alle ganz grossen Bands auszeichnet.

Instrumental sind die Briten über alle Zweifel erhaben - man merkt, dass hier ein eingespieltes Team am Werk ist, das genau weiss wo seine Stärken liegen, und wie es einen möglichst "tighten" Sound hinbekommen kann. Steven Wilson schafft es, auch ohne allzu ausschweifende Soli einen unverkennbaren Stil an der Gitarre zu markieren und vor allem mit der Akustikgitarre immer wieder faszinierende Klangnetze zu weben, Basser Colin Edwin liefert teilweise schwindelerregend gute Licks, Gavin Harrison an den Drums sorgt für ein solides Rhythmusfundament und Keyboarder Richard Barbieri glänzt durch dezente, aber effektive Einsätze und seine gut arrangierten Elektro-Parts.

Fazit: Gesamthaft gesehen muss "In Absentia" wohl als das bis Dato beste Werk der Band bezeichnet werden - wobei der Vergleich mit den völlig anders aufgebauten psychedelischen Frühwerken nicht wirklich funktioniert. Doch es ist nicht abzustreiten, dass Porcupine Tree nie reifer und ausgefeilter geklungen und sich kompositorisch ganz stark weiterentwickelt haben, was Songs wie "Prodigal" (Pink Floyd klangen auch nie besser), "Trains" (meiner unmassgeblichen Meinung nach der beste Song der Band) oder "Sound of Muzak" (Kampfansage an den Kommerz) auf eindrucksvolle Art beweisen. Zieht man noch die intelligenten, poetischen Texte in Betracht, muss man "In Absentia" ganz klar zu einem der besten Prog-Rock Alben der letzten Jahre erklären und eine allgemeine Kaufpflicht für alle Freunde intelligenter Musik ausrufen.

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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein absolutes Meisterwerk!, 16. Januar 2003
Von Udo Nitzsche "tomcat62" (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Diese Rezension stammt von: In Absentia (Audio CD)
Nun ist es soweit, auch die britische, bisher eher als "Independant" einzuordnende Band Porcupine Tree hat bei einer der "großen" Plattenfirmen unterschrieben. Ob sich das lohnt, mag dahingestellt sein, aber der erste große Wermuthstropfen für die treuen Fans (in Europa) lag schon darin, daß der Europa-VÖ für "In Absentia" auf Anfang 2003 verschoben wurde, obwohl das Album in den USA schon seit dem 24.09.2002 erhältlich war. Blieb für den „echten" Fan bislang nur der Importweg...
Aber egal, hier geht es ja um das Album an sich:
Grundsätzlich muß ich sagen, daß Porcupine Tree doch um einiges härter und auch „grungiger" geworden sind, was aber den an sich schon genialen Kompositionen noch einen zusätzlichen Aspekt hinzufügt und dadurch noch interessanter und abwechslungsreicher macht.
Schon der Anfang des ersten Titels „Blackest Eyes" klingt sehr nach dem zur Zeit trendigen New Rock, geht dann aber überraschenderweise ziemlich Porcupine-Tree-typisch weiter.
„Trains" ist eine zunächst schöne Akustikgitarren-lastige Nummer mit genialer Keyboard-Untermalung, die dann zwischenzeitlich mächtig abrockt. Ein ziemlich „amerikanisch-wild-west-mäßig" klingender Mittelteil rundet den Titel ab.
Das langsame Stück „Lips Of Ashes" ordne ich eher in die psychedelische Schublade ein, wenn es da überhaupt hineinpaßt.
„The Sound Of Muzak" kommt rhythmisch sehr interessant rüber und erinnerte mich anfangs sogar ein wenig an die „Krautrock-Gruppe" Eloy.
„Gravity Eyelids" ist für mich ein absolutes Highlight des Albums. Ruhig und soundmäßig absolut psychedelisch beginnend steigert sich der Titel zu einem fetzig-rockigem, zum Teil sehr abgefahrenen Mittelteil, um dann wieder genauso ruhig auszuklingen wie er beginnt.
„Wedding Nails" ist ein reines Instrumentalstück und geht total rockig ab. Ähnlichkeiten mit Dream Theater sind wahrscheinlich rein zufällig.
„Prodigal" und „3" hören sich dagegen wieder eher so an, wie man Porcupine Tree kennt.
Es folgt mit „The Creator Has A Mastertape" ein wieder recht eigenwilliges und rockig-abgefahrenes Stück, was nicht so ganz mein Fall ist.
„Heartattack In A Lay by" ist dagegen eine schön melancholisch klingender Titel mit Klavieruntermalung.
Das schon als „Korn-Verschnitt" titulierte „Strip The Soul", das auf der Importfassung auch als Video enthalten ist, ist sicherlich schon das untypischste, z. T. dissonante und, wenn man das Video sieht, auch schon fast abschreckende Stück auf der CD. Dennoch nicht uninteressant.
Mit „Collapse The Light Into Earth" findet die CD einen gelungenen Abschluß. Instrumentierung und Stimmung, die sehr an Steven Wilsons Side-Projekt No-Man erinnert, sind gänsehauteinflößend. Für mich eins der weiteren Highlights der CD.
Die auf der zweiten CD gebotenen Bounustracks sind mit Sicherheit auch nicht zu verachten. Das überwiegend ruhige und psychedelisch anmutende "Chloroform" war ja zwischenzeitlich schon auf der Internetseite von Porcupine Tree zu hören, wenn man das Glück hatte, diese zur richtigen Zeit anzuwählen.
Fazit: Ein so geniale und abwechslungsreiche Scheibe habe ich lange nicht gehört. ZUGREIFEN!
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9 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Musik für die Ewigkeit, 26. Dezember 2002
Was soll man über ein Album schreiben, welches sich mit Worten nur so dürftig beschreiben lässt, dass man an seinem eigenen Wortschatz zu scheitern droht? Mitreissend & abweisend, bedrohlich & doch so offen, düster & trotzdem strahlend, relaxed & gleichzeitig aggressiv... Dies alles sind Attribute, die sich im Sound von PORCUPINE TREE finden lassen, und sie können nicht annähernd das ausdrücken, was die Engländer mit einem jeden ihrer Songs schaffen. PORCUPINE TREE haben sich seit Jahren eine eigene Nische im (Prog)Rock geschaffen und ziehen seit jeher ihr Ding als das Chamäleon des Rockgeschäfts durch. Und obwohl dieses eindeutig die Wurzeln der Band darstellt, scheint Mastermind Stephen Wilson ständig nach neuen Einflüssen zu greifen, um PORCUPINE TREE voranzutreiben und gleichzeitig doch immer wieder beim ureigenen Sound zu bleiben. So hat der Hauptsongwriter der Band trotz wohlverdientem Wechsel zu einem Major Label Wort gehalten und lässt seine Band nach der Zusammenarbeit mit OPETH (Stephen Wilson hat "Blackwater Park" und "Deliverance" produziert) mit "In Absentia" deutlich härter erklingen als jemals zuvor. Zwar sollte man sich dadurch kein "Metal"-Album erwarten, aber damit werden Fans sowieso nicht rechnen. Selten hat mich ein Album so stark berührt wie "In Absentia" und wer's nicht glaubt, der soll sich einen Song wie "Trains" anhören, um zu verstehen, wovon ich spreche: Wunderschöne Gitarrenriffs, sphärische Keyboards, Wahnsinns-Streicherarrangements - und ein Gesang, wie er trauriger und trotzdem hoffnungsvoller nicht sein könnte. Und während Songs wie "Blackest Eyes" oder "Prodigal" eher kommerziellerer Natur sind, zeigt ein Track wie "Gravity Eyelids", dass PORCUPINE TREE nach wie vor zu einer der tiefgreifendsten Bands gehören und in Punkto Songwritingqualität meilenweit der Konkurrenz voraus sind. Wer glaubte, ANATHEMA's "A fine Day to exit" wäre nicht mehr zu toppen - "In Absentia" tut's - und mit was für einer Macht!
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