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Abseits: Liebeserklärung an eine Landschaft [Taschenbuch]

Günter de Bruyn
3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

20. Oktober 2006
Liebeserklärung an eine Landschaft: wie Günter de Bruyn den entlegenen Ort Görsdorf bei Beeskow in der Mark Brandenburg 1967 für sich entdeckt, warum ausgerechnet dieser Ort mit seiner Verlassenheit und Melancholie für ihn so wichtig wurde - als eine Art Exil im ungeliebten Staat der DDR, »ohne Heimatverlust« -, wie er sich diesem Ort annähert, ihn erkundet und kennenlernt und wie er in kleinen Schritten über die Jahre ein ruinöses Haus wieder bewohnbar macht. De Bruyns respektvolle und behutsame Erschließung eines Ortes und seiner Landschaft versteht sich als Plädoyer für einen pfleglichen Umgang mit solch scheinbar unzeitgemäßen Kostbarkeiten wie Abgeschiedenheit, Einsamkeit, Überschaubarkeit und Stille.

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Abseits: Liebeserklärung an eine Landschaft + Mein Brandenburg + Buridans Esel: Roman
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag; Auflage: 1 (20. Oktober 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3596166632
  • ISBN-13: 978-3596166633
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 13,8 x 2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 556.589 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Günter de Bruyn wurde am 1. November 1926 in Berlin geboren und lebt heute in Görsdorf bei Beeskow als freier Schriftsteller. Er wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. dem Heinrich-Böll-Preis, dem Thomas-Mann-Preis, dem Nationalpreis der Deutschen Nationalstiftung,
dem Eichendorff-Literaturpreis und dem Johann-Heinrich-Merck-Preis. Zu seinen bedeutendsten Werken gehören u.a. die beiden kulturgeschichtlichen Essays ›Als Poesie gut‹ und ›Die Zeit der schweren Not‹, die autobiographischen Bände ›Zwischenbilanz‹ und ›Vierzig Jahre‹ sowie die frühen Romane ›Buridans Esel‹ und ›Neue Herrlichkeit‹.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

VON MUSEN UND GRAZIEN
Der Sinn für die Schönheit von Landschaften ist sicher in Stärke und Ausrichtung bei jedem verschieden, er ist teilweise bedingt durch subjektive Faktoren, aber auch nicht frei von Tendenzen der Zeit. Denn er hat sich, wie alles, historisch entwickelt, und wir sind, ohne uns dessen bewußt zu werden, in ein Stadium dieser Entwicklung hineingeboren, in dem man zum Beispiel die märkische Landschaft, um die es sich bei dieser Liebeserklärung handelt, sehr wohl zu schätzen weiß.
Noch vor zweihundert Jahren galt das dünn besiedelte und wenig fruchtbare Brandenburg weithin als öde und trostlos, als einer Reise nicht wert. Seiner sandigen Äcker und Poststraßen wegen hatte es im Mittelalter den Spottnamen einer Streusandbüchse des Reiches erhalten, und wer es lobte, mußte mit Spott rechnen, wie es zu Goethes Zeiten dem dichtenden Pastor Schmidt von Werneuchen erging. Die ländliche Umwelt, die er in seinen Gedichten rühmte, war nach Ansicht der Rezensenten einer poetischen Verklärung nicht würdig. Als schön galten dem Zeitgeschmack damals der Rhein, die Schweiz oder Italien, nicht aber märkische Wälder und Sümpfe oder gar Bauerngärten und armselige Dorfkirchen, wie sie der Pastor besang. Die Mark, so fand, neben vielen Rezensenten, auch Goethe, habe der Poesie nichts zu bieten. Seine Parodie auf die Schmidtschen Gedichte, "Musen und Grazien in der Mark" betitelt, richtete ihren Spott weniger auf die Unbeholfenheit der Verse als auf die besungenen Gegenstände, die sandigen Gegenden nämlich, in denen die Pflanzen angeblich schon in getrocknetem Zustand aufkeimten, die Kinder nur den Misthaufen zum Spielen hatten und der reinste Provinzialismus zu Hause war. Ludwig Tieck, der Berliner, der neunzehn Jahre seines Lebens in der Mark verbrachte, seine romantischen Märchen aber vorwiegend in Felsengebirge verlegte, bezeichnete die Mark als die trostloseste Gegend Deutschlands. Und Heinrich von Kleist aus Frankfurt an der Oder nannte seine Heimat einen langweiligen Landstrich, bei dessen Erschaffung der liebe Gott offenbar eingeschlafen sei. Der aus der Uckermark stammende Maler Jakob Philipp Hackert, einer der Wegbereiter der Landschaftsmalerei der Romantik, verließ Ende des 18. Jahrhunderts Berlin, wo er studiert hatte, um in Italien seine berühmt werdenden Landschaften zu malen, und sein Biograph Goethe erklärte das durch den Mangel an "malerisch Interessantem" in der "Gegend um Berlin".
Diese Mißachtung änderte sich aber allmählich im Laufe des 19. Jahrhunderts, was sicher auch damit zu tun hatte, daß das städtische Leben naturferner wurde und dadurch eine Rückzugssehnsucht entstand. Schon vor Theodor Fontane, der um 1860 begann, seine "Wanderungen durch die Mark Brandenburg" zu schreiben, entdeckten die Maler in der Mark reizvolle Motive, die sie nun nicht mehr wie im 18. Jahrhundert nur als Hintergründe für Architektur- oder Personendarstellungen benutzten, sondern sie selbst zum Thema machten, wie Caspar David Friedrich es mit seinen mecklenburgischen und pommerschen Motiven vorgemacht hatte. In dem Aufsatz von Clemens Brentano und Heinrich von Kleist über Friedrichs "Seelandschaft" von 1810 ist deutlich das Erstaunen darüber zu spüren, daß man solche "Einförmigkeit" mit einer Intensität darstellen könne, die "Füchse und Wölfe zum Heulen" brächte. Der Maler, so heißt es dann weiter, habe "zweifelsohne eine ganz neue Bahn im Felde seiner Kunst gebrochen; und ich bin überzeugt, daß sich mit seinem Geiste eine Quadratmeile märkischen Sandes darstellen ließe, mit einem Berberitzenstrauch, worauf sich eine Krähe einsam plustert". Diese neue Bahn wurde dann von Karl Friedrich Schinkel, der wie Fontane aus Neuruppin stammte, mit seinem "Spreeufer bei Stralau" und seiner "Landschaft bei Pichelswerder", vor allem aber von Carl Blechen aus Cottbus mit Gemälden wie dem "Semnonenlager" auf den Müggelbergen oder der bedrohlich wirkenden "Märkischen Winterlandschaft" beschritten. Und danach wurde das ganze Jahrhundert hindurch, bis zu Walter Leistikows melancholischen Grunewaldseen, die Mark bei den Malern (und später auch bei den Fotografen) zum beliebten Motiv. Daß es sich dabei anfangs vorwiegend um berlinnahe Gegenden handelte, hing mit den schwierigen Reisemöglichkeiten zusammen. Als dann aber, etwa seit der Jahrhundertmitte, Eisenbahnen das Land durchzogen, wurden auch weiter entfernte Schönheiten wie vor allem der Spreewald entdeckt.
Wie aus Schinkels Darstellungen des Klosters Chorin oder Blechens von Germanen belebten Müggelbergen ersichtlich, waren diese brandenburgischen Entdeckungen häufig mit historisch-patriotischen Intentionen verbunden, was sich nicht weniger deutlich im Literarischen zeigt. Die historischen Romane von Willibald Alexis, die Episoden der brandenburgischen Geschichte behandeln, enthalten auch Schilderungen der märkischen Landschaft, die zwar stimmungsvoll, aber wenig präzise sind. Ein bleibendes literarisches Bild dieser Landschaft gab erst Fontane, und zwar sowohl in seinen "Wanderungen", die trotz der Betonung des Historischen die Landschaftsschilderung nicht vernachlässigen, als auch in einigen seiner Romane, in denen verschiedenartige märkische Landschaften lebendig werden, wie in "Vor dem Sturm" das Oderbruch oder im "Stechlin" der im Titel genannte See. (...) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Ein wunderbares Buch... 16. Januar 2012
Format:Gebundene Ausgabe|Verifizierter Kauf
...insbesondere für Menschen, die genau das zu schätzen wissen was der Autor an jener kargen Gegend so liebt: Dem Mangel an Menschen, Lärm und kommerziellem Überfluss. Und ein Geschenk geradezu für Leute die sich ebenso verbunden fühlen mit dem Landstrich, dem diese Liebe gilt.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Abseits des Lebenswerkes! Gott sei Dank ... 4. November 2007
Format:Taschenbuch
Als ich jenes Büchlein in Händen hielt, wurde mir das erste Mal bewusst, wie viel ich dem Autor eigentlich verdanke, wie intensiv ich ihn in den letzten Jahrzehnten gelesen habe. An "Buridans Esel", "Das Leben des Jean Paul Friedrich Richter", "Märkische Forschungen", "Neue Herrlichkeit" oder "Lesefreuden" denke ich gerne zurück, desgleichen an seine Herausgebertätigkeit und seine autobiographischen Werke. Und nun dieses Büchlein! Gespannt harrte ich der Lektüre, selbst abseits wohnend, war ich fiebrig in großer Erwartung feinsinnig-resignativer Bekenntnisse. Doch weit gefehlt! Heimatkundliche Mitteilungen und Informationen über einen trostlosen Landstrich, den lediglich die Beherbergung, die Abschirmung und Anregung des Dichters zu adeln vermocht hätte, langweilen den Leser fürchterlich, zumal jene inhaltlich und vor allem sprachlich um Längen hinter den jeweiligen Landeskunden des 19. Jahrhunderts zurückbleiben. Wirklich gut sind nur die zitierten Abschnitte über das Kriegsende 1945 und die Betrachtungen über den ungeküssten Sohn der Vorbesitzerin jener Poetenklause im märkischen Sand. Schade!
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