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Abschiednehmen - Ratgeber Hausaufbahrung
 
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Abschiednehmen - Ratgeber Hausaufbahrung [Taschenbuch]

Bernd-Peter Bertram , Hannelore Tust

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Produktinformation


Produktbeschreibungen

Rheinische Post, Leverkusen 12/96; Gesamtartikel: postmortal.de - August 1999

Der Tod in der Literatur

Hausaufbahrung - der bewußte Abschied: Leverkusener Bestatter schrieb Ratgeber Von Günter Peglau, postmortal.de

In den Niederlanden kann ein gestorbenes Familienmitglied problemlos fünf Tage zuhause aufgebahrt werden. Eigens zu diesem Zweck verleihen die dortigen Bestattungshäuser einfach zu handhabende Kühlunterlagen bzw. -installationen. Reglementierter ist die Situation in Deutschland. Hier bestimmen unterschiedliche Landesverordnungen den "Spielraum" für einen Abschied in heimischer Umgebung. Für Licht in diesem Gesetzesgestrüpp sorgt ein Buch des Leverkusener Bestatters Bernd-Peter Bertram. Unter dem Titel "Abschiednehmen - Ratgeber Hausaufbahrung" faßt es wichtige Informationen knapp und übersichtlich zusammen. Neben dem rechtlichen Rahmen versorgt es Angehörige mit wertvollen praktischen Hinweisen für den Umgang mit der Leiche. "Hausaufbahrung", definiert der Verfasser, "ist das offene Ausstellen eines Verstorbenen in nichtöffentlichen Räumlichkeiten, wobei der Zeitraum behördlich genehmigt, bzw. gesetzlich bestimmt ist." Bernd-Peter Bertram geht es nicht darum, eine lästige Dienstleistung zur Privatsache zu machen. Viele Menschen wissen gar nicht, daß sie das Recht haben, die häusliche Aufbahrung eigenhändig zu gestalten. "In Deutschland", so faßt er zusammen, "besteht die Möglichkeit, einen Verstorbenen bis zu 36 Stunden nach Eintritt des Todes ohne besondere behördliche Genehmigung im Sterbehaus zu behalten, um ihn dort aufzubahren." Auf Antrag kann diese Frist "auf bis zu 96 Stunden, zzgl. beerdigungsfreier Tage" verlängert werden. Das Buch will ermutigen, sich mit dem Tod zu befassen. "Das Berühren, aber auch schon das bloße Betrachten des Verstorbenen, sind die einzigen Möglichkeiten, sich bewußt vom Verstorbenen zu verabschieden." Anschaulich und verständlich beschreibt er alle praktischen Aspekte dieser privaten Vorbereitung einer Bestattung. Von der Reinigung des Körpers über die Bekleidung bis hin zur Hygiene erläutert er viele einfach nachvollziehbare Handgriffe. In keiner Zeile will Bernd-Peter Bertram seine Leserschaft nötigen, zuhause aufzubahren. Es geht ihm um den bewußten Abschied: "Der erste Schritt in die Trauer ist gleichzeitig der erste Schritt durch die Trauer." Dabei beginnt das Begreifen des Todes durch das Betrachten der Leiche und das Erfassen durch die Berührung des toten Körpers. Zum Buch gratuliert eine Verfasserin, die mit ihrem Werk "Berührungsängste? Vom Umgang mit der Leiche" ebenfalls wegweisend wirkt. Für Carmen Thomas ist der Bertram-Ratgeber "eine handfeste Hilfe für alle, die kein Wissen mehr haben, die Informationen suchen, die Angehörige bis zum Schluß betreuen wollen, die die Leiche nicht sich selbst/Fremden überlassen möchten, die Würde für ihre Leiche zu garantieren wünschen, die ahnen, daß totgehen ein Prozeß ist."

Auch die Rheinische Post beschäftigte sich bereits in einer Rezension mit dem bemerkenswerten Buch: Dieses Buch soll zur Enttabuisierung des Themenkomplexes 'Sterben - Tod - Trauer' beitragen. Der Autor, ein erfahrener Bestatter, möchte mit diesem Buch den Hinterbliebenen den Umgang mit dem verstorbenen Familienmitglied erleichtern. "Das Berühren, aber auch schon das bloße Betrachten des Verstorbenen, sind die einzigen Möglichkeiten, sich bewußt vom Verstorbenen zu verabschieden." In den einzelnen, verständlich beschriebenen Kapiteln, werden allgemeine Hinweise für den Umgang mit dem Verstorbenen gegeben. Darüber hinaus werden für diejenigen, die die Aufbahrung nicht einem Bestattungsunternehmen überlassen wollen, einfache Maßnahmen zur Vorbereitung des Verstorbenen beschrieben. Wichtige gesetzliche Grundlagen sowie hilfreiche Literaturhinweise zur Trauerbewältigung ergänzen diesen Ratgeber; Trauergedichte der bekannten Lyrikautorin Hannelore Tust vervollständigen dieses Buch. Niemand soll sich durch dieses Buch genötigt fühlen, einen Verstorbenen zu Hause aufzubahren, schreibt Bernd-Peter Bertram im Nachwort zu seinem Buch. Für den Bestatter aus Leverkusen-Wiesdorf ist der erste Schritt in die Trauer das Begreifen durch Betrachten des Verstorbenen, durch Berühren oder durch Versorgen. Der Buchverlag Andrea Schmitz hat sich an dieses sensible Thema herangewagt.

Kurzbeschreibung

Dieses Buch habe ich für Sie und für alle diejenigen geschrieben, die sich für die Enttabuisierung des Themenkomplexes 'Sterben - Tod - Trauer' interessieren und sich vielleicht sogar dafür einsetzen. Für mich, den Bestatter, ist es eine Selbstverständlichkeit, Beiträge zur Enttabuisierung zu leisten. Einer dieser Beiträge liegt nun vor Ihnen in Form eines Ratgebers bzw. einer Anleitung, einen Verstorbenen zu versorgen und zu behandeln. Dieser Ratgeber zum Versorgen und Behandeln von Verstorbenen darf keinesfalls mißverstanden werden als das Zurückgeben einer lästigen Dienstleistung an die Angehörigen. Dieser Ratgeber dient der Aufklärung, er soll den latenten Bedarf an Informationen und Kenntnissen zu diesem Thema abdecken. Veröffentlichung zum Thema 'Hausaufbahrung' mag für den einen oder anderen als schockierend empfunden werden, wird man doch aufgefordert, sich mit Toten zu befassen. Um aber den Thernenkomplex 'Sterben - Tod - Trauer' aus dem Tabu zu lösen, wäre es eine sehr zweifelhafte Vorgehensweise, wenn der Umgang mit der Leiche aus hygienischen oder sonstigen fragwürdigen Gründen ausgespart würde. Oft kommt es vor, daß Angehörige gar nicht wissen, daß sie einen Verstorbenen selbst versorgen dürfen, obwohl sie rein rechtlich die Möglichkeit dazu hätten. Es ist nicht gesetzlich vorgeschrieben, Verstorbene ausschließlich von Bestattern versorgen zu lassen. Selbstverständlich sind die Bestatter die kompetenten Fachfrauen und Fachmänner die für Sie eine Hausaufbahrung mit allen erforderlichen Maßnahmen realisieren können. Diejenigen unter Ihnen, die nach der Lektüre dieses Buches die Versorgungs- und Behandlungsmaßnahmen selbst durchführen wollen, können es tun, aber niemand soll sich durch dieses Buch dazu genötigt fühlen. Diejenigen, die einen Verstorbenen lieber durch einen Bestatter ihres Vertrauens versorgen lassen wollen, sollten diesen Wunsch unmittelbar bei der ersten Kontaktaufnahme mit dem Bestatter äußern. Diese Leistungen des Bestatters müssen bezahlt werden. Das heißt, sie kosten Geld. Selbst, wenn Angehörige gemeinsam mit dem Bestatter den Verstorbenen versorgen möchten, muß der Bestatter die Zeit in Rechnung stellen. Weiterhin muß an dieser Stelle gesagt sein, daß in dem vorliegenden Buch Versorgungs- und Behandlungsmaßnahmen dargestellt sind, die von Angehörigen - also Laien auf dem Gebiete des Versorgens von Verstorbenen - durchgeführt werden können.

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