Anita G. flieht 1957 aus Magdeburg in der DDR nach Westdeutschland und versucht vergeblich, Fuß zu fassen. Das Mädchen jüdischer Abstammung findet in Braunschweig einen Job, den sie wegen eines Bagatellvergehens wieder verliert. Anita wird von ihrem Geliebten ausgenutzt, scheitert als Straßenverkäuferin, Zimmermädchen in einem Hotel, wird in ihrer Not kriminell, betrügt und stiehlt. Sie gerät an die falschen Männer, landet vor Gericht und stellt sich, inzwischen schwanger, der Polizei.
Produktbeschreibungen
Ein Lebenslauf: Anita G. (Alexandra Kluge), geboren 1937 in Leipzig, ist "herübergekommen". Sie hat eine Strickjacke entwendet, nun steht sie in Braunschweig vor Gericht. "Ich friere auch im Sommer", gibt sie als Begründung an, der Richter (Hans Korte) hält das "nach der Lebenserfahrung" für unwahrscheinlich. "Abschied von gestern" ist ein Gegenwartsfilm - die Frisuren sind modern, die Lücken in den Städten der jungen Bundesrepublik werden allmählich geschlossen, die Menschen haben Kultur. Aber da ist diese Frau. Anita G. lebt in mehreren Zeiten gleichzeitig, das ist das Wesen des Traumas. Sie lebt das Motto, das Alexander Kluge dem Film vorangestellt hat: "Uns trennt von gestern kein Abgrund, sondern die
Ein super Film für Leute, die in der Nachkriegszeit groß geworden sind. Hier erlebt man die Spießigkeit und den Mief dieser Zeit, aber auch die Aufbruchsstimmung, die unsere Gemeration beflügelt hat.