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Abschied von den Eltern: Erzählung (Bibliothek Suhrkamp) Gebundene Ausgabe – 5. Oktober 1980


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 168 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 7 (5. Oktober 1980)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518017004
  • ISBN-13: 978-3518017005
  • Größe und/oder Gewicht: 12,1 x 1,5 x 18,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (13 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 184.018 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Dieses aufschlußreiche Stück Prosa enthüllt die Verlorenheit und Haltungslosigkeit einer bürgerlichen Existenz, zugleich aber den Aufbruch zu etwas Neuem hin." Berliner Welle, 7. September 1965
-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Abschied von den Eltern
OA 1961 Form Erzählung Epoche Moderne
Mit Abschied von den Eltern, seiner zweiten Publikation in deutscher Sprache, gelang Peter Weiss der endgültige Durchbruch als Prosa-Autor. Das Buch ist, ebenso wie die Fortsetzung Fluchtpunkt (1962), deutlich autobiografisch geprägt. Beide Werke zusammen erzählen und analysieren den krisenhaften Weg des »Sohnes« zu einer privaten und künstlerischen – allerdings stets gefährdeten – Autonomie.
Inhalt: Die Erzählung beginnt mit dem fast gleichzeitigen Tod der Eltern des Ich-Erzählers – »Portalfiguren meines Daseins« – in den späten 1950er Jahren. Erst diese »Befreiung« ermöglicht es ihm zurückzublicken. Erinnernd zeichnet er die prägenden Erfahrungen seiner Kindheit in einer deutsch-jüdischen Bürgersfamilie nach, frühe Schulerfahrungen, die Wirren der Pubertät und das entfremdete Zusammenleben in der Familie, die 1933 in die Emigration gezwungen wird. Nach Aufenthalten in verschiedenen Ländern führt der Weg schließlich nach Schweden, wo der Vater sich beruflich neu etablieren kann. Auseinandersetzungen mit dem Vater, die Schwierigkeiten der Berufsfindung und bei der Aufnahme erotischer Beziehungen, aber auch wegweisende künstlerische Erfahrungen rücken thematisch in den Vordergrund. Die Erzählung endet, durchaus offen, mit dem Ausbruch des Erzählers, der sich zum Künstlertum berufen fühlt, aus dem beengenden bürgerlichen Elternhaus.
Aufbau: Die Verknüpfung der Erzählung mit dem Lebenslauf von Weiss bedingt eine Nähe zur Form der Autobiografie. Mit ihr hat Abschied von den Eltern wichtige Strukturelemente gemeinsam: den erzählerischen Blick vom Ende her, die Doppelung von »erinnerndem« und »erlebendem« Ich, die Suche nach den ersten noch fassbaren Erinnerungen sowie die Reflexion über die Probleme des Erinnerns und Erzählens selbst. Sehr eigenständig ist aber der Erzählstil: In Rückerinnerung einerseits, analytischer Reflexion andererseits reihen sich die Erlebnisse und Wahrnehmungen zu einem – auch typografisch – nicht unterbrochenen Erzählstrom. Dieses Vorgehen erinnert an die Stream-of-consciousness-Technik der klassischen Moderne seit James R Joyce und Virginia R Woolf, aber auch an die Assoziations- und Deutungstechnik der Psychoanalyse. Einzelne Bilder, Figuren und Situationen treten farbig und konturenscharf wie Traumbilder aus dem Handlungsrahmen heraus. Damit gewinnt die Erzählung exemplarischen Charakter über die individuelle Lebensgeschichte hinaus. Sie ruft Bilder der Angst und des alltäglichen Schreckens hervor, die nicht so sehr einer bestimmten Biografie als vielmehr den Grundkonflikten der Familie in einer von historischen Krisen erschütterten spätbürgerlichen Gesellschaft entspringen. Damit reiht sich Abschied von den Eltern in eine lange Erzähltradition ein, die sich die Abläufe und insbesondere die Krisen der »Ich«-Werdung des bürgerlichen Subjekts zum Thema wählt.
Wirkung: Der analytische Gehalt wie auch die stilistische Geschlossenheit des Werks wurden durchweg anerkannt. Hermann R Hesse, ein Förderer des jungen Autors Weiss, nannte es »ein ebenso prachtvolles wie schreckliches Buch, das jeden Leser ergreifen und tief bewegen muss.« Ohne Zweifel zählt das Werk nach wie vor zu den klassischen deutschsprachigen Texten im 20. Jahrhundert. Für Weiss hatte die Bearbeitung der eigenen Lebensgeschichte insofern »befreiende« Wirkung, als er sich nach dem Abschluss des Buchs dem Theater und grundsätzlichen politischen Fragen zuwenden konnte.

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Kundenrezensionen

4.4 von 5 Sternen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

20 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 16. Juni 2000
Format: Gebundene Ausgabe
Dieses autobiographische Werk zieht einen mit seiner erschütternden Beschreibung des Abschieds von den Eltern in seinen Bann. Der Abschied gestaltet sich als sehr langwierig. Daher ist praktisch die gesamte Jugendzeit beschrieben. Der Junge wächst in einem sehr strengen Haus auf. Erfüllt aber nicht die Erwartungen, die seitens seiner Eltern an ihn gestellt werden. Immer mehr widmet er sich der Kunst, was allerdings von seiten der Eltern verpönt wird, die ihn lieber im Kontor seines Vaters etwas praktisches, sinvolles arbeiten sehen wollen. Teilweise erschütternd aber von vorne bis hinten fesselnd. Ich habe den Roman am Stück gelesen, bedingt auch durch den durchgehenden Text ohne Kapitelunterteilungen oder Absätze.
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11 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Lothar Müller-Güldemeister TOP 1000 REZENSENT am 12. September 2009
Format: Taschenbuch
Die Hölle ist die Familie - aber sie ist keine, die nur quält und straft, sondern eine, die den Sensiblen in einem prekären, angstvollen Schwebezustand zwischen "Aufruhr und Unterwerfung", zwischen Anziehung und Abstoßung, peinigender Nähe und unendlicher Distanz lässt. Die Nüchternheit der kurzen Sätze, in denen Weiss schreibt, kontrastiert mit den Verwirrungen, in die seine Versuche ihn treiben, aus der familiären Enge auszubrechen und schafft so ein einmaliges pointillistisches Gemälde. Ich habe den Roman als 18jähriger gelesen und war jetzt, über vierzig Jahre danach, von der erneuten Lektüre ebenso fasziniert wie damals. Für mich - neben "Marat" - das beste Werk von Peter Weiss.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Diethelm Thom VINE-PRODUKTTESTER am 9. Juni 2013
Format: Taschenbuch
Erst mit 43 Jahren, erst als sich der Erfolg als Schriftsteller 1959 in Deutschland einstellte, begann Peter Weiss sein bekanntes Werk zu schreiben. In dem schmalen Band geht es um die völlige Entfremdung von seinen Eltern bis zu dem Punkt, an dem sich sein selbstbestimmtes Leben abzeichnet. Dieser späte Versuch einer Bewältigung seines Kindheits- und Jugendtraumas wurde wohl auch dadurch ausgelöst, dass die Eltern kurz zuvor nacheinander gestorben waren, zuerst 1958 die Mutter, dann 1959 der Vater. Mit der Beschreibung von dessen Beerdigung in Brüssel beginnt das Buch, danach geht die Darstellung fließend über in die Vergegenwärtigung des Vergangenen, von seiner frühesten Kindheit bis etwa zum Ausbruch des 2.Weltkriegs, als er schon über 20 war.

Der Erzähler zieht einen mit seiner dichterischen Vergegenwärtigung der Atmosphäre z.B. in seinem Elternhaus, in der Schule, im Geschäft seines Vaters, in das er gegen seine Neigungen hineingezogen wurde, in den Bann. Seine Sprache ist durchweg intensiv, oft expressionistisch-pathetisch und manchmal geradezu surrealistisch-visionär. Die Eltern, besonders die Mutter, werden manchmal so dämonisiert, wie er sie als ohnmächtiges Kind bzw. Jugendlicher erlebt haben muss. Er verurteilt dabei die Eltern nicht, er versöhnt sich auch nicht mit ihnen, aber man merkt ihm beständig seine Fassungslosigkeit und Verstörung über deren gut gemeintes Fehlverhalten und Unverständnis ihm gegenüber an. Dabei geht er im Wesentlichen chronologisch vor, aber die Ereignisse werden durchwegs absatzlos geschildert, sie folgen dem Gesetz des inneren Erlebens.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Anke Przybilla VINE-PRODUKTTESTER am 6. August 2013
Format: Taschenbuch
Bis zur Lektüre dieser Erzählung war mir Peter Weiss kein Begriff. Er war Grafiker und Autor und hat vor allem Theaterstücke geschrieben. Das vorliegende Buch habe ich von meiner Schwester vor Jahren geschenkt bekommen, doch ich konnte mich erst jetzt aufraffen, es zu lesen.

Ein schweres Thema, dachte ich - die Auseinandersetzung mit den eigenen Eltern, Abschied nehmen steht uns jedenfalls allen einmal bevor.

Doch ich habe mich durch dieses Buch gequält. Weiss arbeitet seine Kindheit und sein offenbar schwer gestörtes Verhältnis zu seinen Eltern auf. Dabei ist er dermaßen selbstbezogen und selbstmitleidig, dass ich sehr genervt war.

Sein Abschied von den Eltern war kein guter und doch sollte doch genau dieses das Ziel sein. Den anderen am Ende doch verstehen, einfühlen, vielleicht auch verzeihen.

Hier wird im Grunde die verkannte Künstlerseele durch den Vater und die recht strenge Mutter thematisiert und das Ganze auch noch ohne Absatz, Kapitel oder sonstiger Möglichkeit der Verschnaufpause.

Positiv anzumerken ist jedoch die Sprache, mit der Weiss umzugehen versteht. Allein dies hat mir nicht gereicht, um mir das Werk näher zu bringen. Das Buch mag auf die Leser recht unterschiedliche Wirkungen haben. Ich habe vor allem positive Rezensionen gelesen. Für mich selbst war diese Art der Aufarbeitung nichts.

Hier war jemand zu sehr mit sich selbst beschäftigt. Mehr bleibt mir dazu nicht zu sagen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von J. Fromholzer TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 1. Oktober 2013
Format: Audio CD
Im Text von Peter Weiss steckt der ganze Schmerz über die Vergänglichkeit des Lebens, ein Text ohne Absätze, ohne Pause zum Luft holen....... kaum fassbar, diese schwere Melancholie ohne Ziel. Hier nun liest der Schauspieler Robert Stadlober ABSCHIED VON DEN ELTERN, untermalt, gelegentlich überblendet, und ergänzt durch die Musik von THE NOTWIST. The Notwist untermalen nicht primär den Text von Weiss, sondern die Gedanken der Zuhörer, die durch diesen Text entstehen. Die Musik, kaum fassbar. Mir fallen dazu keine Vergleiche ein.

So wie man das Buch ohne Unterbrechung ganz durch lesen kann, so ist man (auch) versucht, hier dieses Hörspiel auf einmal durchzuhören; alles darin geht ineinander über.

Robert Stadlober nimmt sich völlig zurück, liest reduziert, interpretiert oder spielt gar nichts im Text - genau dadurch entsteht die Intensität dieser um Musik erweiterten Lesung. Trotz des Hörspielcharakters dieser Produktion, ist es doch zuerst eine Lesung. Ein reines Hörspiel gibt der Weiss Text nicht her, ABSCHIED VON DEN ELTERN verträgt kein "Spiel".

Auch der damals schon sehr alte Hermann Hesse hatte ABSCHIED VON DEN ELTERN noch zur Kenntnis genommen, da Weiss ihm dieses Buch geschickt hatte (wie man aus dem Hermann Hesse - Peter Weiss Briefwechsel weiß).

Hörenswert und lesenswert.

( J. Fromholzer )
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