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Produktinformation
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In Abschied von Chautauqua ist das Leben ein wenn auch unterbrochener, so doch ruhiger Fluss. Nach dem Tod von Emiliy Maxwells Mann vor einem knappen Jahr hat sich der neunköpfige Rest der Familie im Sommerhaus am Lake Chautauqua im Bundesstaat New York zusammen gefunden, in einem Domizil der Erinnerungen, das jetzt verkauft werden soll. Man geht einkaufen, unterhält sich, kocht zusammen und besucht die Nachbarn, mehr nicht. Und doch sind die acht Augusttage, in denen die Handlung spielt (und nach denen der Roman gegliedert ist), die spannendsten, die Steward ONan jemals beschrieben hat.
Denn der Autor entfaltet im scheinbar dahinplätschernden Dasein seiner Hauptfiguren einen wahren psychologischen Makrokosmos, der die Innenwelt der Protagonisten auf unglaublich subtile Art und Weise offen legt. So erfahren wir etwas über die lesbischen Phantasien der 13-jährigen Enkelin Ella, über die Angst des Enkels Justin vor dem Dunkel des Wassers, aber auch einiges über die Psyche von Rufus, dem Familienhund. Das gelingt ONan, weil er seine Geschichte jeweils aus der Perspektive einer seiner Heldinnen und Helden erzählt -- unglaublich leise und packend zugleich. Vor allem dieser Kunstgriff macht Abschied von Chautauqua zu einem der einfühlsamsten und schönsten Bücher dieses Jahres. --Isa Gerck -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
Nachdem Henry gestorben ist, reist seine Witwe Emily zum letzten Mal mit ihrer Familie nach Chautauqua. Das Sommerhaus, seit Generationen im Besitz der Familie, wird so Schauplatz eines Familientreffens, das von Erinnerungen an vergangene Sommer und den Beziehungen zwischen den Anwesenden (und auch Abwesenden) beherrscht wird.
Jedes der Familienmitglieder hat seine eigenen Sorgen und Probleme:
Ken, Emilys Sohn, hat gerade seine grossen Träume als Fotograf aufgegeben und arbeitet nun in einer Firma, wo er die Urlaubserinnerungen anderer Familien, aufgenommen von Hobbyfotografen, entwickelt. Die Ehe mit seiner Frau Lise kriselt. Außerdem reisen ihre beiden Kinder mit, Sam und Ella, jedes der Kinder befrachtet mit eigenen Problemen. Meg, Kens Schwester, leidet noch unter der gerade vollzogenen Scheidung von Jeff, ihrem Exmann, und einer überstandenen Alkoholsucht. Auch ihre beiden Kinder, Justin und Sarah, leiden sehr unter der Trennung von ihrem Vater. Als letztes ist Arlene mit von der Partie, Henrys Schwester und Emilys Schwägerin. Sie steht nun, ähnlich wie Emily, vor der letzten Phase ihres Lebens. Arlene vermisst irgendwas in ihrem Leben, hat sie dieses doch als unverheiratete Lehrerin verbracht.
Beschrieben werden ganz alltägliche Situationen, die die Familie während dieses Urlaubs erlebt: Ausflüge zu den Niagara Falls, Grillabende, Besuche auf Golfplätzen und in Restaurants und zum Schluss ein grosses Feuerwerk, das zugleich Abschied von den Ferien und von Chautauqua ist.
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