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Abschied von Chautauqua
 
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Abschied von Chautauqua (Gebundene Ausgabe)

von Stewart O'Nan (Autor), Thomas Gunkel (Autor)
3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 699 Seiten
  • Verlag: Rowohlt, Reinbek; Auflage: 2 (7. November 2005)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3498050346
  • ISBN-13: 978-3498050344
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15,2 x 5,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon.de Verkaufsrang: Nr. 75.380 in Bücher (Die Bestseller Bücher)

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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Auf den 700 Seiten des Romans Abschied von Chautauqua passiert herzlich wenig. Man muss das gleich am Anfang sagen, denn sein Verfasser, der 44-jährige US-amerikanische Autor Steward O’Nan, ist mit seinen bisher acht Büchern eher als eine Art „Stephen King der Hochliteratur“ bekannt geworden. In Speed Queen zum Beispiel rasen Mörderinnen meuchelnd durch die Landschaft, und in Das Glück der anderen rottet eine Seuche einen ganzen Landstrich aus. In Abschied von Chautauqua verschwindet nur eine Tankstellenkassiererin. Und bis zum Schluss bleibt eigentlich offen, ob es sich bei dem Ereignis überhaupt um ein Verbrechen gehandelt hat.

In Abschied von Chautauqua ist das Leben ein wenn auch unterbrochener, so doch ruhiger Fluss. Nach dem Tod von Emiliy Maxwells Mann vor einem knappen Jahr hat sich der neunköpfige Rest der Familie im Sommerhaus am Lake Chautauqua im Bundesstaat New York zusammen gefunden, in einem Domizil der Erinnerungen, das jetzt verkauft werden soll. Man geht einkaufen, unterhält sich, kocht zusammen und besucht die Nachbarn, mehr nicht. Und doch sind die acht Augusttage, in denen die Handlung spielt (und nach denen der Roman gegliedert ist), die spannendsten, die Steward O’Nan jemals beschrieben hat.

Denn der Autor entfaltet im scheinbar dahinplätschernden Dasein seiner Hauptfiguren einen wahren psychologischen Makrokosmos, der die Innenwelt der Protagonisten auf unglaublich subtile Art und Weise offen legt. So erfahren wir etwas über die lesbischen Phantasien der 13-jährigen Enkelin Ella, über die Angst des Enkels Justin vor dem Dunkel des Wassers, aber auch einiges über die Psyche von Rufus, dem Familienhund. Das gelingt O’Nan, weil er seine Geschichte jeweils aus der Perspektive einer seiner Heldinnen und Helden erzählt -- unglaublich leise und packend zugleich. Vor allem dieser Kunstgriff macht Abschied von Chautauqua zu einem der einfühlsamsten und schönsten Bücher dieses Jahres. --Isa Gerck

Pressestimmen

"'Abschied von Chautauqua' hat magische Qualitäten: Wie der stille See, an dem es spielt, ist es ein glatter Spiegel, unter dessen Oberfläche es strömt und brodelt. Stewart O'Nan ist ein Meister der Stimmen und menschlichen Lebensrhythmen sowie jener universellen Rhythmen, mit denen sie korrespondieren." (The New York Times)

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41 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Der beste Familienroman seit Franzens "Korrekturen" !, 25. März 2005
Der Roman „Abschied von Chautauqua" von Stewart O`Nan beschreibt, wie die Familie Maxwell Abschied von ihrem Sommerhaus im Staate New York nimmt, da es verkauft werden soll.

Nachdem Henry gestorben ist, reist seine Witwe Emily zum letzten Mal mit ihrer Familie nach Chautauqua. Das Sommerhaus, seit Generationen im Besitz der Familie, wird so Schauplatz eines Familientreffens, das von Erinnerungen an vergangene Sommer und den Beziehungen zwischen den Anwesenden (und auch Abwesenden) beherrscht wird.
Jedes der Familienmitglieder hat seine eigenen Sorgen und Probleme:
Ken, Emilys Sohn, hat gerade seine grossen Träume als Fotograf aufgegeben und arbeitet nun in einer Firma, wo er die Urlaubserinnerungen anderer Familien, aufgenommen von Hobbyfotografen, entwickelt. Die Ehe mit seiner Frau Lise kriselt. Außerdem reisen ihre beiden Kinder mit, Sam und Ella, jedes der Kinder befrachtet mit eigenen Problemen. Meg, Kens Schwester, leidet noch unter der gerade vollzogenen Scheidung von Jeff, ihrem Exmann, und einer überstandenen Alkoholsucht. Auch ihre beiden Kinder, Justin und Sarah, leiden sehr unter der Trennung von ihrem Vater. Als letztes ist Arlene mit von der Partie, Henrys Schwester und Emilys Schwägerin. Sie steht nun, ähnlich wie Emily, vor der letzten Phase ihres Lebens. Arlene vermisst irgendwas in ihrem Leben, hat sie dieses doch als unverheiratete Lehrerin verbracht.
Beschrieben werden ganz alltägliche Situationen, die die Familie während dieses Urlaubs erlebt: Ausflüge zu den Niagara Falls, Grillabende, Besuche auf Golfplätzen und in Restaurants und zum Schluss ein grosses Feuerwerk, das zugleich Abschied von den Ferien und von Chautauqua ist. Nichts „Grossartiges" geschieht, allein aus dem Miteinander der Personen entsteht ein Panorama der Familie, zusammengesetzt aus den Gedanken und Gesprächen der einzelnen Familienmitglieder. Und vor allem aus den Erinnerungen, die jeder an die vermeintlich glücklichere Vergangenheit, an den verstorbenen Henry und an frühere Urlaube in dem Sommerhaus hat.

Das Buch ist aufgeteilt in acht Kapitel, für jeden Tag dieser Woche im Sommer eines. Dann gibt es wiederum kleinere Unterkapitel, die jeweils aus der Sicht einer der Personen beschreiben, was die jeweilige Person erlebt und wie sich die Beziehungen untereinander entwickeln. Allerdings wird es nicht in der ersten Person Singular beschrieben, sondern die Person steht nur im Mittelpunkt, der Erzähler bleibt immer auktorial.

Für mich beweist dieser Roman, wie O`Nan ohne Effekthascherei und nur durch die Darstellung des ganz „normalen" Lebens es schafft, den Alltag und die Probleme des Menschen auf eine universelle und faszinierende Weise vor dem Leser auszubreiten, der, nachdem er in den Sog dieser Geschichte geraten ist, nur schwer von der Familie Maxwell Abschied zu nehmen vermag. Auf jeden Fall der beste amerikanische Familienroman seit Franzens „Korrekturen" !

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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Nein, eben nicht "gähn"..., 10. November 2006
...wenn man einen großen Schriftsteller erkennt und weil man ein echtes Meisterwerk in Händen hält.
Ich gebe zu, dass ich auch hin und wieder Schwierigkeiten mit der sogannten Hochliteratur habe, und um genau diese handelt es sich hier (aber "nur" im positivem Sinne, denn da gibt es auch oft "keine" Handlung, und alles plätschert nur so dahin, und man langweilt sich dann doch irgendwann).
Aber O`Nan ist ein Genie, ein Großmeister der neuen amerikanischen Literatur: er beschreibt wenige Tage im Leben einer Durchschnittsfamilie, und in diesen Tagen passiert auch nicht viel, aber ich habe die Seiten verschlungen, ich habe gelacht, ich habe mich empört, und ich war traurig und habe echte Tränen geweint. Weil ich Krankheit, Tod und Abschied in meiner Familie vor Augen habe und O`Nan mit seiner "Nicht-Handlung" so nah meine Seele berührt hat wie kein Autor zuvor.
Wer so etwas langweilig findet, der ist entweder sehr jung und/oder sehr glücklich und von allen familiären Kümmernissen unberührt (geblieben).
Ich werde dieses Buch sicher immer wieder lesen, ich bin ganz sicher, dass es eines meines Lieblingsbücher ever sein wird!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen exzellenter Familienroman, 20. November 2008
Von S. Beyer - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ich mag O'Nans realistischen Stil sehr und auch, dass er keinerlei Wertung über die Personen einbringt. Auch am Ende weiß man nicht, wie der Autor zu den Personen wirklich steht. Das bedingt auch der Aufbau, denn es wird abwechselnd aus der Sicht von einer Person aber mit der Haltung eines auktorialen Erzählers erzählt. Man begleitet sie vom Aufstehen und Duschen bis zum Zähneputzen und Schlafengehen. Ein paar Personen waren etwas mehr im Vordergrund, aber vielleicht auch, weil ihr Charakter mehr extrovertiert war. Manchmal hatte ich das Gefühl, sie drängen sich einfach vor.

Es geht um eine Woche in dem Sommerhaus der Familie in Chautauqua, an einem See in der Nähe der Niagara Fälle. Das Sommerhaus wird verkauft, weil der Vater gestorben ist und es gibt Erinnerungen und ein bißchen Wehmut, aber insgesamt geht es mehr um das Leben der Familie. Alltägliche Sorgen und auch die Reflektion, ob das Leben sein Versprechen gehalten hat, ob man Ziele erreicht hat und wie wichtig das Erreichen von Zielen überhaupt ist und ob und wie man mit diesem Leben irgendwie glücklich werden kann.

Für mich ein exzellentes Familienbuch, in dem wirklich das alltägliche Leben ohne Schnörkel und Spielereien erzählt wird, gradlinig, schonungslos und leise aber deutlich.
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