Können Sie sich ein Buch über die Mechanismen der Volkswirtschaft vorstellen, das so allgemeinverständlich und dabei packend geschrieben ist, dass Sie eine lange Lesenacht damit verbringen? Ein Buch bei dem Ihnen ein Licht nach dem anderen aufgeht und sich die Erkenntnis wie ein Vorhang auftut?
Hier ist es!
Kultautor Gunter Dueck ist Informatikern schon lange durch seine Kolumnen bekannt, und er hat mit seinem letzten Buch "Lean Brain Management" den Wirtschaftsbuchpreis 2006 erhalten. Er hat eine ungewohnte Sicht auf unsere Volkswirtschaft, die sonst nur von Managern und Wissenschaftlern beobachtet und analysiert wird. Gunter Dueck hat Betriebswirtschaftslehre und Mathematik studiert und gelehrt, verfügt aber auch über eine breite Allgemeinbildung, versteht etwas von Psychologie und hat menschliches Einfühlungsvermögen. Sein neues Buch weitet den Blick für die Hintergründe und das Innenleben der Volkswirtschaft. Es ist eine tolle Querdenkerlektüre und ich kann das Buch wirklich jedermann empfehlen - nicht nur Managern und Bankern, denen ich es allerdings besonders warm ans Herz legen möchte.
Unsere Wirtschaft ist ein komplexes Gebilde, an dem wir zwar alle teilnehmen, aber in dem scheinbar keine zuverlässigen langfristigen Vorhersagen möglich sind. Wirtschaftstheorien gibt es passend zu jeder Phase der Konjunktur, aber sie basieren überwiegend auf rein theoretischen Überlegungen, um funktionieren zu können. Das geben die Ökonomen auch noch freudig zu und erst die Spieltheorie hat das starre und schematische Denken in der Wirtschaftslehre aufgebrochen. Menschen handeln in der Ökonomie nämlich nicht rein rational. Sie können aus ethischen Gründen auf wirtschaftlichen Vorteil verzichten, um Egoismus zu bestrafen, sie können vertrauen, misstrauen, schummeln und strafen, draufgängerisch oder ängstlich reagieren: Euphorie an der Börse schlägt urplötzlich in Panik um, obwohl die Warnzeichen lange und deutlich sichtbar waren. Boomzeiten verführen dazu, Verschwendung und Trägheit einreißen zu lassen. Warnungen werden so lange wie möglich ignoriert bis urplötzlich die schockierende Wahrheit herauskommt. Die Menschen reagieren mit Stress auf langanhaltenden Abschwung, und vergessen im Aufschwung das Sparen für schlechte Zeiten. Fröhliche Aufbauzeiten wiegen in falsche Sicherheit und münden in Trägheit und Verschwendung. Die Einsparmaßnahmen in Notzeiten führen zunächst zu Gier bei den einen und zu Geiz bei den anderen und das Ganze mündet schließlich in harten Überlebenskampf mit brutalem Stress für alle. Erst wenn die Krise ganz durchgestanden ist, kann es wieder langsam aufwärts gehen. So verlaufen die Konjunkturzyklen und parallel dazu unsere Stimmung und unser Verhalten.
Eindringlich und mitreißend beschreibt und analysiert Gunter Dueck, was in den Menschen und in den Betrieben vor sich geht in den verschiedenen Phasen von Aufschwung, Boom, Crash und Rezession. Er zeigt auf, was falsch gemacht wird, und er hat am Ende auch eine Lösung anzubieten, die das Elend der Extreme verhindern kann. Eine praktikable Lösung von philosophischer Tiefe... Die verrate ich aber hier nicht auch noch; denn Sie sollen schließlich das Buch lesen und nicht nur die Zusammenfassung.