Empfindungen, Gefühlen, Worten und Gedanken nachspüren, sich dafür Zeit lassen...
"langsam" leben, eine echt aufwendige Lebensart. Gesund soll das sein?
Jeder kennt die Mühsal mit verstopften Wasch- und Spülbecken. Es brodelt, es stinkt; hat sich der Dreck endlich gelöst, ist das gewaltsam nach oben drängende Wasser noch trüber, als das zuvor abgelaufene.
Dieses Bild kam mir beim Lesen.
Unsere Energiebahnen sind oftmals verstopft. Leichter erscheint es da, diesen "Stau" zu verdrängen, zu vergessen,
einfach auf neuen Wegen zu umfahren.
Damit legen wir unsere eigenen "Bypässe".
Aus eigener Erfahrung weiß ich, auch in solch einer "Umgehungs-Strasse" (die eben keine "Independence-Street" ist) entsteht irgendwann - oft im unpassendsten Moment - die nächste Verstopfung, ein neuer Stau.
Alles wird noch gewaltiger, ich hab mich selbst "vergewaltigt", ich spürs, mir gehts "Scheiße". Niemand anders ist dran Schuld. Ich selbst hab meinen inneren "Fluss" behindert.
Schellenbaum rät, immer in solchen Momenten einen Gang runter zu schalten, Körpergefühlen (auch Schmerzen) nach zu spüren und alles bewusst in sich auf zu nehmen. Das brodelt wie im Traps unterm Waschbecken, der "Müll der Jahre" kommt in einer Art Überschwemmung zum Vorschein und dann läufts wieder!
Das Leben auch, es lässt sich wieder "hochschalten".
Also keine Angst vor trüben Wassern!
Wenn verstopfte Nasen sich selbst befreien, ruft jeder jedem zu: Gesundheit!
Allen Lesern desgleichen!