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Abschaffung der Religion?: Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen
 
 
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Abschaffung der Religion?: Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen [Gebundene Ausgabe]

Richard Schröder
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 224 Seiten
  • Verlag: Verlag Herder; Auflage: 3 (10. November 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3451298422
  • ISBN-13: 978-3451298424
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 13,2 x 2,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (17 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 260.029 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Richard Schröder
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Vor kurzem noch kam der aggressive materialistisch-naturwissenschaftliche Atheismus aus dem Osten - bis zum Zusammenbruch eines inhumanen Systems. Heute meldet er sich mit neuer Inbrunst und alten Argumenten - aus dem Westen: Religion sei schädlich, Gottesglaube Wahn, religiöse Erziehung Kindesmissbrauch. Richard Schröder, einer der brillantesten und klarsten Wissenschaftler, fragt nach Argumenten, Hintergründen, Konsequenzen der Debatte. Was passiert, wenn die Evolutionstheorie auf die Ebene der Weltanschauung gehoben wird oder Hirnforschung das Menschenbild bestimmt? Wo sind die Grenzen wissenschaftlich notwendiger Reduktion? Was bedeutet Religion für das Denken, für unsere Kultur, für das Leben des Menschen? Ein Plädoyer für Vernunft im Umgang zwischen Naturwissenschaft und Religion.

Über den Autor

Richard Schröder, Dr. h. c. Dr. theol., Professor, lehrt Philosophie an der Humboldt-Universität Berlin, deren erster Vizepräsident er war. Verfassungsrichter im Land Brandenburg und Präsident des Senats der Deutschen Nationalstiftung Weimar. Mitglied des Nationalen Ethikrates, seit Juni 2003 Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Unter seinen zahlreichen Auszeichnungen. Luther-Preis, Börne-Preis, Karry-Preis. Bei Herder zuletzt: Die wichtigsten Irrtümer über die deutsche Einheit.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
49 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Es gibt wenige Bücher, die in den vergangenen Jahren mit so viel Eifer diskutiert worden sind wie Der Gotteswahn des in Oxford lehrenden Evolutionsbiologen Richard Dawkins. Es war und ist dabei schwer bis unmöglich dem Werk neutral gegenüberzustehen. Dawkins wütende Attacken gegen das Konzept des Religiösen im Allgemeinen sowie den drei monotheistischen Weltreligionen im Besonderen evozieren entweder begeisterte Zustimmung oder aber wütenden Protest. Für religiöse Menschen spricht hier der zornige Vertreter eines kalten und entmenschten Atheismus, der in seinem Kampf gegen Götter und Religionen denselben fundamentalistischen Eifer an den Tag legt wie Bush jr, Bin Laden & Co. Seine Fans sehen in Dawkins die Stimme der Vernunft in einer Welt, die sich wieder mehr und mehr den in weiten Teilen infantilen und inhumanen Mythen und Dogmen der Religionen zuwendet. Der Theologe und Philosoph Richard Schröder wendet sich in seinem Buch "Abschaffung der Religion? - Wissenschaftlicher Fundamentalismus und die Folgen" heftig gegen Dawkins Weltbild und vor allem gegen das von ihm propagierte Welterklärungsmonopol der Naturwissenschaften.

Schröders Darstellung ist einerseits eine Abrechnung mit der von Dawkins im Gotteswahn dargelegten Weltsicht verbunden mit seinen eigenen Überlegungen zu Bedeutung und Sinn von Religionen. Dabei versucht er des Öfteren, Dawkins und seine Sicht der Evolutionslehre zu diskreditieren, indem er völlig falsche und polarisierende Vergleiche wie den folgenden zieht: "Auch nach Dawkins ist die wirkliche Welt ein Schlachtfeld, auf dem nur der stärkere überlebt [...]. Ähnliches haben die Nazis mit biologischen Argumenten behauptet und die Rassenfeinde bekämpft" (17). Dieses "Argument" ist schlicht und einfach lächerlich und es wundert mich, dass ein hochdekorierter Professor sich dazu herablässt, es gleich zu Beginn seines Buches zu reproduzieren. Es beginnt bereits damit, dass Darwins Satz vom "survival of the fittest" korrekt eigentlich mit dem "Überleben des Bestangepasstesten" übersetzt werden müsste und niemals auf den von Menschen an anderen Menschen begangenen Massenmord bezogen werden kann.

Auch an anderen Stellen verwendet Schröder völlig unangebrachte Vergleich, die mit einer sachlichen Behandlung des Themas nichts zu tun haben: So schreibt er: "Es [Dawkins Buch, M.D.] hat auch im Osten Deutschland nicht wenige Leser gefunden, darunter sicherlich auch diejenigen, die den Kirchen in der DDR vorwerfen, dem großartigen Menschheitsexperiment Sozialismus in den Rücken gefallen zu sein" (84). Das ist wiederum kein Argument, sondern billige Polemik. Genauso unsinnig wäre es zu behaupten, dass viele Menschen, die von Hitler begeistert waren, ja schließlich auch die Bibel gelesen hätten.

Schröder wirft Dawkins, sicherlich nicht zu Unrecht, Polemik und grobe Vereinfachung vor. In weiten Teilen seiner Darstellung verfährt er aber nach demselben Muster. Grundlegende Unterschiede zwischen Schröder und Dawkins säkularen Weltbild werden deutlich, wenn Schröder über die Berechtigung der traditionellen Religionssysteme als Sinnstiftungsmaschinen sagt: "Möglicherweise verstehen manche diese Tendenzen der Entindividualisierung als zusätzlichen Freiheitsgewinn. Es droht dabei aber die Gefahr einer Überlastung des Individuums durch Dauerreflexion" (102). Hier formuliert Schröder prägnant einen Hauptunterschied zwischen religiösen und säkular-atheistischen Menschen. Wohingegen Religionen einfache Antworten auf die komplexe Frage nach dem Sinn menschlicher Existenz in einem als riesig und sinnlos empfundenen Universum liefern, akzeptieren Atheisten, dass es auf diese Frage nicht die eine allselig machende Antwort gibt, sondern dass jeder für sich einem Sinn konstruieren muss durch die von Schröder so verdammte "Dauerreflexion". Unvergesslich formulierte Sartre dieses grundlegende Merkmal menschlicher Existenz in dem Satz: "[W]ir sind zur Freiheit verurteilt" (Das Sein und das Nichts, S. 838).

Fazit: Schröders Buch ist für alle an der Diskussion Interessierten sicherlich zu empfehlen. Allerdings benutzt er auch die schlichten Mittel, für die er Dawkins so attackiert: Polemik, unsachliche Vergleiche und grobe Vereinfachungen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Unstrukturiert 17. August 2011
Von Brain-o
Format:Gebundene Ausgabe
Ich habe mir dieses Buch gekauft um eine Gegestimme zu Dawkins "Gotteswahn" zu hören. Ich empfand dieses Buch als polemisch und vor allem unstrukturiert. Alleine Zweifel an Dawkins "Memtheorie" sind mir gekommen.

Ich hätte mir einen deutlicheren Stil gewünscht. Er mag sich über Hunde auslassen, die "Gewicht" riechen und darüber Wortspiele betreiben ob Dawkins wirklich kein Dualist ist. Eine Hieb- und Stichfeste Gegenagumentation gegen den Atheismus ist dieses Buch aber nicht. Beim lesen hatte ich nie das Gefühl, etwas neues gelernt zu haben, was mich in der Debatte um die existenz eines Gottes weiterbringt.

Zudem sollte der Autor den Beititel "Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen" ändern. Ich denke nicht, dass der Autor hier einen Fanatismus meint, der wissenschaftlich ist (Wie soll es den auch geben?). Sondern eine Wissenschaft, der er Fanatismus vorwirft.
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139 von 187 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Abschaffung der Religion?: Wissenschaftlicher Fanatismus und die Folgen

Dieses Buch wurde in den Rezensionen empfohlen als faire Antwort auf Dawkins Gotteswahn (und das Egoistische Gen). Es sollen Irrtümer dargestellt und eine andere Sichtweise ausgebreitet werden. Also habe ich mir das Buch gekauft und eine herbe Enttäuschung erfahren.
Von "fair" kann keine Rede sein. Ich besitze beide Bücher von Dawkins (Gotteswahn und Egoistisches Gen) und habe jedes Zitat sofort nachgeschlagen. Mir hat es die Sprache verschlagen wie unverschämt aus dem Zusammenhang gerissen und in anderem Kontext wieder zusammengeflickt wird. Teilweise mit einem lächerlichen Unverständnis der Fakten. So beschreibt Dawkins die Fähigkeit von Hunden den Unterschied zwischen Capryl- und Capronsäure zu riechen. Dieser Unterschied besteht in 2 Kohlenstoffatomen, und somit als Folge in einem geringfügig höheren Molekulargewicht. Schröder behauptet: "Das glaube ich nicht. Man kann Gewicht nicht riechen". Wenn man es so vereinfacht ausdrückt kann man sagen: Natürlich, Gewicht lässt sich nicht riechen. Aber Dawkins wollte auch nicht auf das Molekülgewicht raus, was gar keine Rolle spielt, sondern auf feinste Unterschiede in der Wahrnehmung der Hunde, die für uns nicht vorstellbar sind. Nach dem gleichen Muster ist das ganze Buch gestrickt. Der Mensch wird nicht vom Genotyp Mais satt, sonderm vom Phänotyp Mais(S.135). Abgesehen von der Sinhhaftigkeit dieser Aussage ist sie auch noch falsch. Wir essen die Gene des Mais natürlich genauso mit.
Er hat ein paar "Übersetzungsaufgaben" (S.119) für Dawkins, mit denen sich Dawkins laut Schröder schwer tun wird. z.B. "Viren rufen Symptome absichtlich hervor um sich zu verbreiten" Das ist so lächerlich einfach, dass ich das hier übersetzen werde: Viren die diese Symptome hervorrufen haben eine größere Verbreitungswahrscheinlichkeit, als Viren die das nicht tun. "Gene erkennen ihre Kopien in anderen Körpern und helfen ihnen" ÜBERSETZUNG: Wenn ich meinem Bruder helfe, der 50% gleiche Gene hat wie ich, dann helfe ich "meine" Gene zu verbreiten. u.s.w.
Schröder fühlt sich anscheinend von der These der dawkinschen "Überlebensmaschine für Gene" persönlich angegriffen und versucht mit theologischen Argumenten das höhere Wesen im Menschen zu verteidigen. Dawkins interessiert diese Art der Menschenbetrachtung aber überhaupt nicht. Seine Erklärungen der Mechanismen der Evolution implizieren keine Verhaltensvorschriften für die Menschheit. Im Gegenteil, er betont extra dass sich aus diesen Erkentnnissen keine Moral ableiten lasse. Daraus folgere ich eine Themaverfehlung von Schröder. Und für die polemischen Halbwahrheiten über Dawkins Aussagen gebe ich ihm eine 6. Wer gute Argumente, durchdachte Argumentationsbögen und einen spannenden Beitrag zum Theam Evolution/Religion sucht, sollte von diesem Buch die Finger lassen.
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Schlecht
Dawkins wird von vielen Seiten immer wieder Polemik und unseriöses Vorgehen vorgeworfen. Doch hier ist es Schröder der Dawkins aus dem Zusammenhang reißt und... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Simon veröffentlicht
kluge Antwort
Der Berliner Theologieprofessor Richard Schröder gibt eine Antwort auf das Buch "Gotteswahn" von Richard Dawkins. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von M. Wolf veröffentlicht
Ganz schwach...es gibt keinen wissenschaftlichen Fundamentalismus
Wieder ein Theologe, der über Wissenschaft schreibt. Das sagt eigentlich schon alles.
Da nützen ihm seine Doktortitel leider auch nichts. Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Speedy veröffentlicht
Klare Analyse, klares Denken
Schröder hat auch (selbst für überzeugte Atheisten) den Vorteil, klar zu denken und sich Sätze und Wörter seines "Gegners" Dawkins genau anzuschauen. Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Jay veröffentlicht
Der (gute?) Wille allein macht's auch nicht
Wenn Schröders Buch aus dem Bedürfnis heraus geschrieben wurde, Dawkins' "Gotteswahn" etwas entgegenzusetzen, dann ist das Unternehmen meines Erachtens gründlich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Februar 2010 von Bernd S.
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Ich fand das Buch durchaus lesenswert, zumal es sich einer sehr interessanten Fragestellung widmet, nämlich der nach dem Verhältnis des Individuums zur Gemeinschaft: Sind... Lesen Sie weiter...
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Sehr gute Positionierung
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