Positiv:
Das Buch gibt einen guten Überblick über vorhandene Formen des Aberglaubens. Da ist vieles dabei, was ein normaler Mensch, der seinen Verstand gebraucht, gar nicht kennt.
Negativ:
Es gibt keinerlei Systematisierung der Phänomene nach religionswissenschaftlichen Kategorien, es ist ein buntes Sammelsurium.
Der Stil läßt oft die Distanz vermissen, es wird nicht nur beschrieben, was Leute halt faktisch glauben oder tun, sondern so, als "funktioniere" die Sache auch - vielleicht ist die Autorin selbst abergläubisch.
Oft klingt eine tendenziöse Grundhaltung durch, derzufolge "die Kirche" den entsprechenden Aberglauben unterdrückt habe, sich Symbole angeeignet habe usw. Das meiste davon ist historisch nicht haltbar.