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Abraham Lincoln: Amerikas großer Präsident. Eine Biographie
 
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Abraham Lincoln: Amerikas großer Präsident. Eine Biographie [Gebundene Ausgabe]

Jörg Nagler
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 464 Seiten
  • Verlag: C.H.Beck; Auflage: 1 (29. Januar 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 340658747X
  • ISBN-13: 978-3406587474
  • Größe und/oder Gewicht: 22 x 15 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 339.871 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Abraham Lincoln gilt als einer der größten Präsidenten in der amerikanischen Geschichte. Er lenkte die Geschicke seines Landes durch die blutige Zeit des Bürgerkrieges und setzte die Einheit der Nation und die Befreiung von über vier Millionen Sklaven erfolgreich gegen die abtrünnigen Südstaaten durch.
Jörg Nagler schildert in seiner Biographie ein amerikanisches Leben, das in ärmlichsten Verhältnissen begann und bis ins Weiße Haus führte. Er zeigt die inneren Brüche und Widersprüchlichkeiten der komplexen Persönlichkeit Lincolns, schildert die tiefgreifenden Wandlungen Amerikas in der Zeit von 1800 bis 1865 und bringt uns so in seinem lebendig geschriebenen Buch den Präsidenten, der wenige Tage nach dem Ende des Bürgerkrieges als erster Präsident der USA einem Attentat zum Opfer fiel und die wohl dramatischste Epoche in der Geschichte der USA nahe.

Über den Autor

Jörg Nagler, geb. 1950, ist Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Universität Jena.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Fuchs Werner Dr #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Am 12. Februar 2009 sind es zweihundert Jahre her, seit einer der berühmtesten, einflussreichsten und geachtetsten Präsidenten der Vereinigten Staaten im einzigen Raum einer ärmlichen Blockhütte zur Welt kam. Und wenn Barack Obama in seiner Wahlkampagne immer wieder auf Abraham Lincoln verwies, war dies nicht nur politisches Kalkül. Hoffe ich wenigstens. Immerhin steht fest, dass der 44. Präsident für ähnliche Werte einsteht wie der 16., über dessen Leben inzwischen unzählige Publikationen erschienen sind. Doch die Flut der Studien und Biografien kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Quellenlage noch immer Raum für viele Spekulationen lässt. Dem trägt Jörg Nagler, Professor für Nordamerikanische Geschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena, mehr Rechnung als andere Biografen und deklariert jeweils klar, wann seine Einschätzungen auf Vermutungen beruhen. Ob weniger Informationen zwingend ein Nachteil sein müssen, werden spätestens die Biografen beantworten können, die über die Nachfolger Obamas recherchieren sollen. Sich in unzählige Mails, Facebook-Pinwände, Bloggs und kilometerlange Akten zu vergraben, stelle ich mir nicht als berauschende Aufgabe vor.

Bis Jörg Nagler seine Leser mit ins Weisse Haus nimmt, dauert es fast 250 Seiten. Und das ist gut so. Denn zu einer Biografie, die mehr sein will als bloßes Protokoll einer Siegerehrung, gehören Geschichten der Kindheit, des Suchens und der Niederlagen. Zumindest für mich sind Berichterstattungen über die frühen Jahre die interessantesten Teile einer Lebensgeschichte. Denn sie prägen schließlich die Persönlichkeit und geben vage Auskunft über die Gründe späterer Verfehlungen und Erfolge. Und auch wenn Jörg Nagler sich nicht explizit zur Glaubensrichtung bekennt, dass Zufälle unser Leben bestimmen, liefert er dafür genügend Beweismaterial. So wichtig Lincolns Wissensdurst und seine rhetorische Begabungen auch sein mögen, unter all jenen, die diese Voraussetzungen ebenfalls mitbringen, wird am Schluss nur einer Präsident der Vereinigten Staaten. Bei meinem Erstkontakt mit Abraham Lincoln ging ich allerdings noch davon aus, dass sich Heldenleben auf harte Fakten reduzieren lassen. Ein Irrtum, der dazu beitrug, dass mein Schülervortrag von damals stinklangweilig war.

Langweilig ist diese Biografie bestimmt nicht, falls man damit leben kann, dass ein Historiker für das Abbilden von Realitäten auch Zahlen und Namen verwendet, die dem Durchschnittsleser wenig bedeuten. Niemand zwingt mich dazu, jedem Detail die gleiche Beachtung zu schenken und ein Monument aus allen Blickrichtungen zu betrachten. So lange mir Jörg Nagler immer wieder Einblicke in das Seelenleben von Abraham Lincoln ermöglicht, reißt die Spannung nicht ab. Als Leser einer Biografie wird man ja selber zum Detektiv, wenn man Überlegungen anstellt, welche Einflüsse so zahlreiche Todesfälle im nächsten Umfeld, harte Entbehrungen, ein strenger Vater und eine früh verstorbene Mutter, langjährige Freunde, bizarre berufliche Tätigkeiten, depressive Schübe, Standesunterschiede, verschiedene Frauen und unbeeinflussbare politische Ereignisse auf den Werdegang des 16. amerikanischen Präsidenten hatten. Jörg Nagler liefert genügend Material, um sich schließlich ein Bild zu formen, das der Realität wohl nahe kommt und trotzdem zum eigenen Geschichtenschatz des Lesers passt. Und der Biograf zeigt auch, dass sich Genauigkeit und Erzählkunst durchaus miteinander verbinden lassen.

Mein Fazit: Einen Vergleich mit anderen Lincoln Biografien lässt mein Wissensstand nicht zu. Ich kann nur sagen, dass ich die Version von Jörg Nagler gerne las, weil sie Schwerpunkte setzt, die meinen Ansprüchen an aufgeschriebenen Lebensgeschichten entgegenkommen. Ich habe viel über Einflüsse erfahren, die Abraham Lincolns Persönlichkeitseigenschaften prägten, seine Niederlagen und Siege besser erklären und auf Faktoren verweisen, die das Leben von jedem amerikanischen Präsidenten färben.
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27 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von M. Cyrson
Endlich eine wirklich überzeugende aktuelle Lincoln-Biographie. Sie besticht durch eine Kombination von gut und spannend geschriebener Prosa und Gelehrsamkeit. Man merkt dem Autor an, dass er in der historischen Materie absolut zu Hause ist und gleichzeitig Leidenschaft für sein Thema hat. Besonders gut hat mir auch gefallen, dass der Vorgeschichte Lincolns vor seiner Präsidentschaft viel Platz eingeräumt wird, die seinen Werdegang vor dem Einzug ins Weiße Haus verdeutlicht. Der Autor gerät dabei nicht ins Fahrwasser der so verbreiteten Lincoln-Verehrungsliteratur; es entsteht das sehr menschliche Bild einer komplexen Persönlichkeit, die eingebettet wird in das aufregende Zeitpanorama der amerikanischen Geschichte von 1800 bis 1860, als das Land weiter besiedelt wurde und sich immer stärker die Spaltung von Nord und Süd abzeichnete. Der Bürgerkrieg und Lincolns Präsidentschaft werden dann gleichfalls spannend und interessant beschrieben. Lincoln wird für den Leser wirklich lebendig, da nicht nur der Jurist und Politiker, sondern auch der Privatmann sehr einfühlsam und anschaulich geschildert wird. Dabei werden auch so wichtige Aspekte wie sein persönliches Verhältnis zur Religion und zu den Rassenbeziehungen eingehend und nachvollziehbar dargestellt. Eine ebenso lesenswerte wie lehrreiche (und nach Obamas Amtsantritt wieder besonders aktuelle) Lektüre.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
lesenswert 20. September 2009
Von Mario Koch TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Spätestens seit der Vereidigung des neuen US-Präsidenten Barack Obama ist auch Abraham Lincoln wieder in aller Munde. Abraham Lincoln, der am 12. Februar 1809 geboren wurde, gilt neben George Washington und Franklin D. Roosevelt als der wichtigste Präsident der USA.
Ob der 200. Geburtstag der Grund dafür ist, dass die Biografie noch in der alten Rechtschreibung verfasst wurde, weiß ich nicht nicht. Dafür kann man ihr jedoch inhaltlich eine zeitgemäße Darstellung bescheinigen. Außerdem fällt beim Lesen auf, dass der Verfasser eine große Sympathie für den sechzehnten Präsidenten der USA hegt. Das kommt dem Lesevergnügen aber sehr entgegen. Das mit zahlreichen Illustrationen und Karten versehene Buch ist auf jeden Fall lesenswert.
Nagler beschreibt die Entwicklung Lincolns sehr ausführlich. Dabei beweist er eine profunde Sach- und Quellenkenntnis. An manchen Stellen muss der interessierte Laie jedoch passen, weil Nagler, der die Geschichte der USA sehr detailliert kennt, beim Leser manchmal Wissen voraussetzt, dass dieser nicht immer hat. Wer das Buch also sehr aufmerksam liest, der ist somit wiederholt gezwungen, Begriffe oder Ereignisse an anderer Stelle nachzuschlagen. Das macht die Lektüre des Buches für Einsteiger in die Thematik zu einer Herausforderung - allerdings zu einer lohnenswerten und auch machbaren Herausforderung.
Das Verdienst Naglers besteht darin, dass seine Biografie eine sehr ausgewogene Darstellung des wichtigsten der bisherigen USA-Präsidenten bietet. Denn der Verfasser ist bemüht, Lincoln in allen seinen Facetten zu zeigen, seine "Entwicklungslinien mit ihren Brüchen und Widersprüchlichkeiten" (S. 17) aufzuzeigen. So beschränkt sich der Verfasser nicht nur auf Lincolns politische Karriere, er versucht ebenso, dessen Entwicklung auf moralisch-ethischem Gebiet nachzugehen und behandelt ausführlich Lincolns familiäre Situation. Dabei wird eben deutlich, dass sich Nagler seit Jahren mit der Person Lincolns befasst und das immense Wissen, dass er in dieser Zeit zusammengetragen hat, kommt im Buch sehr deutlich zum Tragen. Deutlich zeigt der Autor, dass Lincoln nicht von Anfang an eine klare Idee zur Lösung der Sklavenfrage hatte, auch wenn er generell dagegen war. Aber auf diesem Gebiet musste Lincoln während seiner politischen Karriere einiges an Lehrgeld zahlen. Denn dass Lincoln 1850 von einem der prominentesten Abolitionisten sogar als "Sklaven-Jagdhund von Illinois" bezeichnet wurde (S. 112), macht deutlich, dass auch Lincoln nicht als fertiger und perfekter Präsident geboren wurde, sondern sich seine Position erst im täglichen politischen Leben erarbeiten musste. Solche Sachfragen machen deutlich, dass es dem Verfasser nicht um eine heroische Darstellung seines Helden geht, sondern dass er tatsächlich auch seinen hohen Ansprüchen, die er im Vorwort formuliert, gerecht wird. Diese ausgewogene und kritische Darstellung macht die vorliegende Biografie auch so wertvoll.
Als wichtigstes Thema zieht sich die Problematik der Sklaverei wie ein roter Faden durch das Buch. Aber gerade bei diesem Thema versäumt es der Verfasser, diesen bedeutenden Aspekt auch denjenigen Lesern zu erläutern, die sich bisher nicht mit der Materie befasst haben. Immerhin war es die Sklavenfrage, die zur Beinahe-Spaltung der US-amerikanischen Nation geführt hat. Zwar klingt diese Problematik im gesamten Text an, eine allgemeine Erläuterung dafür fehlt leider. So spielt das Thema im gesamten Buch eine tragende Rolle, aber auch hier kommt der oben bereits erwähnte Aspekt zum Tragen, dass Nagler beim Leser einiges an Wissen voraussetzt.
Trotz der angesprochenen Kritik ist die Biografie jedem zu empfehlen, der sich für die frühe Geschichte der USA interessiert. Denn der Leser erfährt nicht nur (fast) alles über Abraham Lincoln sondern ebenso viel Hintergrundwissen zum Verständnis der US-amerikanischen Geschichte. Zudem macht der Autor deutlich wie die Mythen um die Person Lincolns entstanden sind und hilft so auch, ein sehr objektives Bild einer Persönlichkeit zu gestalten, die nicht umsonst das größte Denkmal der Vereinigten Staaten für eine Einzelperson, das Lincoln Memorial, für sich allein beanspruchen kann.
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