Drei Geschwister spielen in einer Band, alle sechs Bandmitglieder sind am Songwriting beteiligt, die Truppe kommt aus Deutschland und spielt Power Metal. Bei Silverlane ist der Sound jedoch nicht typisch Deutsch und das ist auch gut so! Das Logocover ist etwas zu dezent, aber solide geraten, genauso wie beim Debüt und immer noch besser als ein Fantasykitschcover der Sorte "nackt mit Schwert". "Above The Others", das zweite Labelwerk der Süddeutschen erinnert mich anfangs sehr an Tarot, da das raue Organ von Frontmann Ecki dem von Marco Hietala (auch bei Nightwish) nicht unähnlich ist. Das Album an sich ist gut gemachter Power / Melodic Metal mit Bombast und symphonischen Elementen. Das Gute bei Silverlane ist jedoch, dass bei dieser Band die Gitarren immer noch genug Kraft haben und nicht vom Keyboard gnadenlos untergebuttert werden. Die Produktion lässt allen Instrumenten genügend Raum und so besitzt diese Band genügend Biss und Eier um nicht im Sumpf der allseits vorhandenen Kitsch-Metaller zu versinken. Alle 13 Songs inklusive des viergeteilten Gruselgeschichten-Opus "The White Lady" sind auf einem gleichbleibend soliden Niveau und machen wirklich Laune! Die richtig großen Hits schreibt die Band, die Subway To Sally Drummer Simon Michael schon in den Teenagertagen mitbegründete noch nicht, aber so ist bis zum Album Nummer drei noch etwas Luft zu den "big names" der Metalszene. Fazit: beide Daumen hoch!