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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Zweideutige Eindeutigkeit!,
Von Wacky Amoebatron "Amoebatron" (Kaiserslautern) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: About Face (Audio CD)
Mit der Stimmung innerhalb der Band (Pink Floyd) stand es nicht eben zum Besten während und nach "The Wall" und "The Final Cut", und so verwundert es nicht gerade, dass Gilmour mal ein bisschen frische Luft brauchte. Das Einzige, was einen da wirklich verwundern kann, ist die Energie und die relative Frische, mit der er dieses Album eingespielt hat. Ich erinnere mich noch gut an einen Promo-Auftritt von David Gilmour in der Fernsehsendung "Flashlights", in der unter anderem auch Depeche Mode einen ihrer Hits zum Besten gaben. Nachdem Gilmour nebst Band "Blue Light" dargeboten hatte, wurde er gefragt, wie man sich denn als Rockstar fühle, der langsam in die Jahre kommt. Gilmour lächelte blasiert und antwortete: "Diese Frage solltest Du lieber den Jungs von Depeche Mode stellen."Genau jene Einstellung zum Leben hört man aus dem Album heraus. Es sind teilweise recht schwergewichtige Songs vertreten, die mit bedeutsamem Text und mollakkord-geladenen Passagen daher kommen ("Murder" und "Out Of The Blue"), aber auch etwas leichtere Kost ("Love On The Air"), wo Gilmour sogar kurze Raggae-Einflüsse (am Ende von "Cruise") einstreut. Es klingt alles in allem nicht nach Pink Floyd, aber das soll es ja auch garnicht, denn sonst würde nicht "David Gilmour" draufstehen! Im Geist der Zeit gesehen macht das Album eine sehr gute Figur, auch wenn es stets die typischen neunmalklugen Fans gibt, die die jeweiligen Soloprojekte der einzelnen Bandmitglieder von Pink Floyd mit den Werken der Band vergleichen müssen. Übrigens spielt John Lord (seinerzeit Organist bei Deep Purple und mit David Gilmour gern gemeinsam in Ski-Urlaub in der Schweiz) auf diesem Album mit. Und Pete Townsend von The Who hat ein bisschen an dem Song "All Lovers Are Deranged" mitgebastelt. Wenn man bedenkt, wo und wieviel Gilmour zu jener Zeit überall mitgespielt (die Finger drin gehabt) hat, dann fragt man sich, wann er überhaupt Zeit gefunden hat, diese Platte aufzunehmen. Wer des Englischen mächtig und ein Fan von Pink Floyd ist, der sollte sich den Text zu "You Know I'm Right" mal genauer anschauen, wo Gilmour einen Standardspruch von Roger Waters als Zitat aufgreift: "Why should you bother with the other side, when you know yours is right?" Für mich große Klasse! Anspieltipps: "Out Of The Blue" "Cruise" "You Know I'm Right" ...und für Instrumental-Fans: "Let's Get Metaphysical" Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen
Ein Pink Floyd auf Solopfaden,
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: About Face [Remastered] (Audio CD)
Dieses Album wurde 1984 eingespielt, also im Jahr der Zerreißprobe von Pink Floyd, ein Jahr nach "The Final Cut". Die Songs sind teils sehr ruhig und traurig (Near the end,Let's get metaphysical) teilweise auch agressiv(Blue light, All the lovers are deranged). Die Gitarre von David Gilmour ist sehr dominant, die Produktion ist sehr sauber. Ein Spitzenalbum, auf dem mehrere Gänsehaut - Songs zu finden sind. (Near the end, Cruise, Murder). Die Qualität von "The Final Cut" wird weit übertroffen.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen
Für musikalische Perlentaucher,
Von
Rezension bezieht sich auf: About Face (Audio CD)
Ich bekenne mich zu diesem Album aus 1984, das heute zwar musikalisch anachronistisch klingen mag und sehr, sehr wenig an PINK FLOYD erinnert. Es juckt mich auch nicht, dass Roger Waters immer der bessere Songwriter bei PINK FLOYD gewesen sein soll. ABOUT FACE ist einfach ein typisches 80er-Poprock-Album, das seine besondere Note durch das charakteristische Gitarrenspiel von Gilmour erhält. Und da ich David Gilmour immer noch für einen der am gefühlvollsten spielenden Gitarristen halte, finde ich auch auf ABOUT FACE meine persönlichen Glücksmomente. Meine Highlights:MURDER: allein vom Aufbau her ein genialer Song. Zunächst eine simple Akustikgitarren-Nummer, dann ein Break mit einem richtig geilen Fretless-Bass-Solo, gefolgt von zwei weiteren, richtig rockenden Strophen, und dann vollzieht der Song einen kompletten Rhythmus- und Tempowechsel, um mit einem tanzbaren Gitarrensolo auszuklingen. Besser kann man 5 Minuten musikalisch kaum ausfüllen. ALL LOVERS ARE DERANGED: ein knackiger Rocker, der sehr an "Young Lust" vom FLOYD-Album "The Wall" erinnert und einen wunderschönen Schlusspunkt hat. YOU KNOW I'M RIGHT: Leckere Ballade mit Orchester-Unterstützung und traumhafter Melodie. NEAR THE END: ein Übersong - eine melancholische Ballade mit einem abschließenden Gitarrensolo (erst Akustik-, dann E-Gitarre), das mich immer wieder fast zu Tränen rührt. Einziges Manko: der Song wird viel, viel, viel zu früh ausgeblendet, gerade als David sich emotional so richtig aufschwingt. Das Album hatte nie kommerziellen Erfolg, obwohl Pete Townshend (THE WHO) an zwei Songs mitschrieb und als Gastmusiker Jeff Porcaro (TOTO), Pino Palladino (einer der gefragtesten Studio-Bassisten), Jon Lord (DEEP PURPLE) und Steve Winwood mitwirkten. Aber ist kommerzieller Erfolg das maßgebliche Kriterium für gute Musik? - ABOUT FACE beweist das Gegenteil! Ein sympathisches Album und für mich eine Perle der 80er Jahre, die auch nach 25 Jahren nichts von ihrem Glanz verloren hat. NOCH EIN HINWEIS ZUR REMASTERTEN 2006er-VERSION: Die Neuveröffentlichung hat einen etwas lauteren Pegel und einen Hauch mehr klangliche Transparenz. Doch gerade die rockigeren Titel klingen immer noch so matschig wie damals auf der LP. Schade - da hätte man einem Soundfetischisten wie Gilmour zugetraut, mehr aus den alten Aufnahmen herauszuholen. Auch die Tatsache, dass das geniale Schlussstück 14 Sekunden länger ist als auf der LP, führt in die Irre, denn das Stück wird an derselben Stelle wie immer ausgeblendet. Aus der Traum von einem Gitarrensolo, das seinerzeit nur auf LP-Länge runtergekürzt wurde und nun in voller Pracht und Dauer auf dieser remasterten Version erscheint. - Ebenso enttäuschend ist das völlige Fehlen von möglichen Bonustiteln oder B-Seiten. Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen
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