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Ablaufdatum 31.12.2000 [Sondereinband]

Franz Rottensteiner
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Sondereinband
  • Verlag: Aarachne-Verlag (1999)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3852550424
  • ISBN-13: 978-3852550428
  • Größe und/oder Gewicht: 18,4 x 10,2 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.276.547 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Die drohende Jahrtausendwende beschert eine Springflut von Prophezeiungen, von Endzeit und Weltuntergang. Untergangspropheten und Katastrophenszenarios haben Hochkonjunktur. Das Jahr 2000 ist eine magische Zahl, obwohl das neue Jahrtausend erst um 00.00 Uhr am 1. 1. 2001 beginnt und die sogenannte Geburt des Herrn ohnedies etliche Jahre vor Anno Domini erfolgte, die Datierung also selbst für Christen sehr zweifelhaft ist ... von ihrer Bedeutung für alle anderen Glaubensgemeinschaften ganz zu schweigen. Die Lage ist also hoffnungslos, aber zum Glück nicht ernst, sie kippt gern ins Groteske um und ist oft genug vom Absurden nicht weit entfernt ...
In diesem Sinne vergnügliche, höchst kundig ausgedachte 13 Weltuntergänge en gros von Verena Blecher, Andreas Findig, Wolfgang Jeschke, Hahnrei Wolf Käfer, Thomas Klein, Ulrike Kotzina, Hans Gerold Kugler, Michael Marrak, Ernst Petz, Alfred Paul Schmidt, Malte S. Sembten, Heinrich Steinfest, Robert Treichler

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
Lesenswert 10. August 2003
Von AKD
An allen Ecken und Enden war Weltuntergang - und keiner hat's gemerkt. Das Jahr 2000 ist gekommen und gegangen und noch immer trudelt unser Planet durch das All. Doch wie lange wird das noch gehen? Wie viele Propheten werden sich noch die Beine in den Bauch stehen und sich die Kehlen wund schreien? Wenn es nach dem Willen von SF-Autoren geht, dann noch sehr viele...!

„Weltuntergänge en detail" nennt sich eine Anthologie, von keinem Geringeren als Franz Rottensteiner herausgegeben, der schon die gerühmte Phantastische Reihe des Suhrkamp Verlages betreute. Auch diesmal legt er eine interessante Auswahl an Autoren vor, die sich alle mit dem Weltuntergang zum Jahrtausendwechsel beschäftigen.

Bemerkenswert ist dabei, dass sich der Aarachne Verlag nicht auf große amerikanische Namen verlässt, sondern gezielt den deutschsprachigen Raum anvisiert. Es finden sich aber Namen, bei denen einem begeisterten Leser von SF und Phantastik sofort die Ohren klingeln: H.W. Franke, Andreas Gruber und Michael Siefener seien an dieser Stelle stellvertretend genannt.

Die erste Geschichte „Die Hausmeisteroffenbarung" von Uwe Neuhold entpuppt sich als bitterböse Farce. Eine Hausmeisterin in Wien will die Zeichen nicht deuten, welche den bevorstehenden Weltuntergang einleiten. Erst als „Gott" selbst mit ihr spricht, lässt sie sich überzeugen, die sterbende Welt zu verlassen. Doch sie findet ein Jenseits vor, dass ihr unerwartet bekannt vorkommt...

Herbert W. Frankes „Neubeginn" erzählt von einem aus dem Kälteschlaf Wiedererweckten, der sich in einer friedvollen Zukunft wiederfindet. Zu friedlich, wie manche meinen...

Achim Wagner beleuchtet das Ende der Welt von einer anderen Seite. Hier rücken die Weltuntergangssekten in den Vordergrund. Mit Hilfe zweier Personenperspektiven wird hier das Chaos der Untergangsprophetie bis zum Exzess getrieben.

„Amacor" von Marianne Gruber beschreibt eine mutierte Pflanze, welche die Fähigkeit entwickelt hat, sich fortzubewegen. Dass das Gewächs dies nicht zum Nutzen der Menschheit einsetzt, ist wohl allen SF-Kennern klar. Eine amüsante Geschichte ohne Happy End.

In Andreas Grubers „Virus" treibt ein Computerprogramm sein Unwesen. Es löscht die Erinnerungen und hinterlässt nur noch sabbernde Wesen, die nur entfernt Ähnlichkeiten mit Menschen haben. Ein Schriftsteller entdeckt das Computervirus und will es für seine eigenen Zwecke einsetzen...

„Langsame Glocken" von Ady Henry Kiss ist eine bildgewaltige Beschreibung der Endzeit, welche durch ihre Sprachgewalt lange im Gedächtnis bleibt. DIE Entdeckung dieser Anthologie - hervorragend!

Michael Knockes „Am Ende eines langen Tages" führt den Leser in die intime Welt des Protagonisten, dessen Beziehung in die Brüche ging. Er wandert ruhelos durch die Stadt und bemerkt, dass nicht nur seine Beziehung endete, sondern auch die Welt um ihn herum zu Grunde geht. Doch das ist ihm in seinem momentanen Gefühlszustand eher unwichtig. Eine sehr einfühlsam geschriebene Erzählung.

„Das verlorene Kind" von Michael Siefener. Er brilliert mit einer Erzählung um Wahnsinn und das Ende aller Dinge. Viel mehr zu erzählen, würde die Spannung nehmen. Nur so viel sei angemerkt: Durch viele Elemente wird der Leser an Kafkas „Das Schloss" erinnert. Eine Geschichte zum Genießen; mehr Horror als SF.

Den Höhepunkt der Anthologie bildet Jörg Kleudgens „Inferno". Erzählt wird die Geschichte eines Seeurlaubs in Frankreich. In die hervorragend geschilderte Landschaftsdarstellung dringt langsam das Grauen ein, als die Naturgewalten verrückt spielen und seltsame Wesen auftauchen. Diese Story ist an Atmosphäre kaum zu schlagen. Einzig das kryptische Ende mag so manche Erklärung vermissen lassen, aber das tut der sprachlichen Aura keinen Abbruch.

Insgesamt eine lesenswerte Anthologie, die viele Fankreise anspricht. Phantastikleser und SF Fans dürfen getrost einen Blick riskieren.

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Lesenswert 10. August 2003
Von AKD
An allen Ecken und Enden war Weltuntergang - und keiner hat's gemerkt. Das Jahr 2000 ist gekommen und gegangen und noch immer trudelt unser Planet durch das All. Doch wie lange wird das noch gehen? Wie viele Propheten werden sich noch die Beine in den Bauch stehen und sich die Kehlen wund schreien? Wenn es nach dem Willen von SF-Autoren geht, dann noch sehr viele...!

„Weltuntergänge en detail" nennt sich eine Anthologie, von keinem Geringeren als Franz Rottensteiner herausgegeben, der schon die gerühmte Phantastische Reihe des Suhrkamp Verlages betreute. Auch diesmal legt er eine interessante Auswahl an Autoren vor, die sich alle mit dem Weltuntergang zum Jahrtausendwechsel beschäftigen.

Bemerkenswert ist dabei, dass sich der Aarachne Verlag nicht auf große amerikanische Namen verlässt, sondern gezielt den deutschsprachigen Raum anvisiert. Es finden sich aber Namen, bei denen einem begeisterten Leser von SF und Phantastik sofort die Ohren klingeln: H.W. Franke, Andreas Gruber und Michael Siefener seien an dieser Stelle stellvertretend genannt.

Die erste Geschichte „Die Hausmeisteroffenbarung" von Uwe Neuhold entpuppt sich als bitterböse Farce. Eine Hausmeisterin in Wien will die Zeichen nicht deuten, welche den bevorstehenden Weltuntergang einleiten. Erst als „Gott" selbst mit ihr spricht, lässt sie sich überzeugen, die sterbende Welt zu verlassen. Doch sie findet ein Jenseits vor, dass ihr unerwartet bekannt vorkommt...

Herbert W. Frankes „Neubeginn" erzählt von einem aus dem Kälteschlaf Wiedererweckten, der sich in einer friedvollen Zukunft wiederfindet. Zu friedlich, wie manche meinen...

Achim Wagner beleuchtet das Ende der Welt von einer anderen Seite. Hier rücken die Weltuntergangssekten in den Vordergrund. Mit Hilfe zweier Personenperspektiven wird hier das Chaos der Untergangsprophetie bis zum Exzess getrieben.

„Amacor" von Marianne Gruber beschreibt eine mutierte Pflanze, welche die Fähigkeit entwickelt hat, sich fortzubewegen. Dass das Gewächs dies nicht zum Nutzen der Menschheit einsetzt, ist wohl allen SF-Kennern klar. Eine amüsante Geschichte ohne Happy End.

In Andreas Grubers „Virus" treibt ein Computerprogramm sein Unwesen. Es löscht die Erinnerungen und hinterlässt nur noch sabbernde Wesen, die nur entfernt Ähnlichkeiten mit Menschen haben. Ein Schriftsteller entdeckt das Computervirus und will es für seine eigenen Zwecke einsetzen...

„Langsame Glocken" von Ady Henry Kiss ist eine bildgewaltige Beschreibung der Endzeit, welche durch ihre Sprachgewalt lange im Gedächtnis bleibt. DIE Entdeckung dieser Anthologie - hervorragend!

Michael Knockes „Am Ende eines langen Tages" führt den Leser in die intime Welt des Protagonisten, dessen Beziehung in die Brüche ging. Er wandert ruhelos durch die Stadt und bemerkt, dass nicht nur seine Beziehung endete, sondern auch die Welt um ihn herum zu Grunde geht. Doch das ist ihm in seinem momentanen Gefühlszustand eher unwichtig. Eine sehr einfühlsam geschriebene Erzählung.

„Das verlorene Kind" von Michael Siefener. Er brilliert mit einer Erzählung um Wahnsinn und das Ende aller Dinge. Viel mehr zu erzählen, würde die Spannung nehmen. Nur so viel sei angemerkt: Durch viele Elemente wird der Leser an Kafkas „Das Schloss" erinnert. Eine Geschichte zum Genießen; mehr Horror als SF.

Den Höhepunkt der Anthologie bildet Jörg Kleudgens „Inferno". Erzählt wird die Geschichte eines Seeurlaubs in Frankreich. In die hervorragend geschilderte Landschaftsdarstellung dringt langsam das Grauen ein, als die Naturgewalten verrückt spielen und seltsame Wesen auftauchen. Diese Story ist an Atmosphäre kaum zu schlagen. Einzig das kryptische Ende mag so manche Erklärung vermissen lassen, aber das tut der sprachlichen Aura keinen Abbruch.

Insgesamt eine lesenswerte Anthologie, die viele Fankreise anspricht. Phantastikleser und SF Fans dürfen getrost einen Blick riskieren.

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