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Abgrund: Roman [Taschenbuch]

Peter Watts , Sara Riffel
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 496 Seiten
  • Verlag: Heyne Verlag (5. Mai 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3453524462
  • ISBN-13: 978-3453524460
  • Originaltitel: Starfish
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 449.212 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Peter Watts
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

„Mit Abgrund erforscht Peter Watts eine uns unbekannte Welt – und er tut das so spannend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen kann.“ (Publishers Weekly )

„Peter Watts ist einer der besten SF-Autoren unserer Tage. Es wäre ein Fehler, ihn nicht zu lesen!“ (Interzone )

Kurzbeschreibung

Für alle, denen Frank Schätzings „Der Schwarm“ nicht weit genug ging!

Sie sind eine eingeschworene Truppe. Und sie rechnen nicht damit, allzu lange am Leben zu bleiben. Denn wenn es in den Tiefen der Meere zu einem verheerenden Unfall kommt, schickt man sie hinab. Doch dass eines Tages das Schicksal des ganzen Planeten von ihnen abhängt – damit haben sie in ihren kühnsten Träumen nicht gerechnet …

Vom Autor von „Blindflug“ – Peter Watts’ „Abgrund“ ist ein Science-Fiction-Roman, der Sie in die abenteuerlichste aller Welten entführt: die Welt unter dem Meer.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Wux Iapan
Format:Taschenbuch
Die Welt ist ökologisch vor dem totalen Kollaps. Fossile Brennstoffe sind weitgehend ausgeschöpft. Damit der TV dennoch abends eingeschaltet werden kann, hat sich eine "Netzbehörde" dazu entschlossen, die Energiequellen am Boden des Ozeans anzuzapfen: Krater mit Heisswasserströmen. Die Bedinungen dort unten sind allerdings extem heikel: die Installationen sind hohem Druck ausgesetzt und müssen regelmässig gewartet und überprüft werden, und zwar über 1 Jahr lang, in der sogenannten Beebe-Station, einem runden Forschungs- und Wohnmodul. Die Station ist eng, der Druck ist hoch, die Geräusche der Unterwasserwelt unheimlich, weswegen 'normal gesunde Menschen' kaum in Frage kommen, will man ihnen den Wahnsinn ersparen, den diese klaustrophobische Situation bewirken kann. Aufgrund diverser Untersuchen und verschiedener Eignungstest ist man zum Schluss gekommen, dass eigentlich nur Menschen mit traumatischen Kindheitserlebnissen die Test bestehen. Traumatisierte oder besonders zwanghafte Menschen, die über die Jahre eine Art Anti-Stress-Biosystem entwickelt haben, so die Theorie in diesem Buch. Auch Pädophile verfügen über solche physiologische Abwehrmechanismen. Ein solcher Pädophiler verführt irgendwo im ersten Drittel ein zerlaustes Kind, bringt es nach Hause und wird von ihm urplötzlich mit einem Elektroschocker niedergestreckt. Das Kind ist in Wahrheit ein Erwachsener, der sich per futuristischer Technologie anatomisch hat rückentwickeln lassen, um so als verdeckter Polizist gegen Pädophile eingesetzt zu werden. Dem Gesetz wird der gefasst Pädophile allerdings nicht vorgeführt, sondern der oben erwähnten, scheinbar recht mächtigen Netzbehörde, welche dem Mann nicht wirklich eine Entscheidung lässt, ob er seine Eingeweide spendend der Justiz zugeführt werden oder 1 Jahr lang am Ozean auf engstem Raum verweilen will - zwischen Sexualopfern mit einigen soziopathischen Charaktereigenschaften. Wie auch immer: deren weitgehend wenig erklärte Arbeit (wohl halt einfach Instandhaltung von Rohren und Leitungen) führt sie einem Geheimnis zu.

Wie viele hat mich HEYNE's Verkaufsstrategie 'erwischt'. Hab mir das vielversprechende MAHLSTROM gekauft, um nach ca. 10 Seiten zu realisieren, dass ich kaum was verstehe, um dann bei genauerer Betrachtung zu bemerken, dass es sich um die Fortsetzung einer dreibändigen Serie handelt, die hier - im Abgrund - beginnt. Band 3 (Wellen) erscheint im August '09, ist englisch als 2 Bände bereits seit längerem erhältlich.

Hat mir sehr gefallen, doch. Es gibt allerdings einzelne Punkte, wo ich mich nicht so recht entscheiden kann, wie ich drüber urteilen soll.

Der Roman war für mich packend, weil interessant, aber nicht gerade spannend. Horror kommt auf, verschwindet aber früh im Buch: übergrosse Fische mit säbelartigen Zähnen greifen an, zerstäuben allerdings bereits bei härterer Abwehr. Die Nahrung ist in der Tiefe für die Fische nicht genügend reichhaltig. Beisst jemandem ein Fisch mit Säbelzähnen ins Bein, ist man erstmals erschrocken, zerreist dieser Jemand besagten Fisch mühelos mit zwei Händen in Stücke, oder brechen dem furchtbar wirkenden Fisch beim Zubeissen gleich selbst die Zähne ab, um nur einen Kratzer am Körper des anderen zu hinterlassen, reduziert sich die spätere Spannungshaltung während den Tauchgängen.

Die Gefahr und der Horror resultieren weniger aus den "Monströsitäten", sondern den Charakteren, sowie der klaustrophobischen Ausgangslage, die doch stark an die Unterwasser-SciFi-Filme "Leviathan", "Deep Star Six" und evtl. "The Abyss" erinnern. Einige psychotische Elemente sind allerdings höchst originell, wie die Folgen der Isolation und der Auseinandersetzungen zwischen den Rifters.

Ein weiterer, ambivalenter Punkt ist die Tatsache, dass Peter Watts keine wirklich straigte GESCHICHTE erzählt, als vielmehr über weite Teil hinweg Anekdoten zur gegebenen Situation liefert, welche eher eine Situation beschreibt: wie 6 Menschen auf engstem Raum klarkommen, einige davon Pädophile, andere Kindsopfer. Wer einen ultra-düsteren Roman erwartet, ist allenfalls enttäuscht oder eben erleichtert. Die Opfer sind alle keine Kinder mehr und wissen sich zu wehren. So sind es dann eher die Täter, die in dem Roman ihr Fett abkriegen.

Dass keine wirkliche Spannung aufkommt, ist vielleicht auch der Übersetzung zuzuschreiben. Ich vermute allerdings, es liegt eher am Schreibstyl von Peter Watts: zynisch und analysierend. Wer selbst Meeresbiologe ist, dem stehen vielleicht während der Lektüre eher noch die Haare zu Berge, ob der später folgenden, biologischen Theorien.

ABGRUND ist dicht und locker geschrieben, bis auf einige Ausnahmen, wo der HARD-Science-Fiction-Aspekt durchdrückt. Allerdings sollte man hierfür Peter Watts' Website konsultieren, wo die Beebe-Station, die Rifter und einige Theorien zur Story näher beleuchtet werden.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Zäher Auftakt 6. Juni 2008
Von yeuz
Format:Taschenbuch
Die Rifter, organisch modifizierte und psychisch leicht bis schwer gestörte Menschen, sind das Personal einer Tiefseestation, die zur Energiegewinnung dient.
Schliesslich -so Inhaltsangabe auf der Buchrückseite- stossen sie auf etwas, das die gesamte Menschheit bedroht.

Doch leider lässt die Bedrohung recht lange auf sich warten.
Fast Dreiviertel des Buches handelt vom Leben auf der Station, das Verhältnis der Personen untereinander und ihre eigene Entwicklung unter diesen widrigen Lebensbedingungen.
Dies ist zwar sehr interessant geschrieben und es gibt auch einige spannende Momente, allerdings habe ich doch etwas den roten Faden vermisst und mich gefragt, worauf das alles hinauslaufen soll.
Auf den letzten hundert Seiten zieht die Spannung allerdings an und es entwickelt sich eine richtige Story, die allerdings am Ende auf die zweiten Teil verweist.

Rückblickend dient dieser erste Band der Trilogie wohl lediglich als Einführung und Auftakt.
Auch wenn ich das ganze etwas zäh fand, werde ich auch die
Fortsetzung(en) lesen.
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3 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Wem die 485 Seiten zuviel sind, der möge getrost erst ab Seite 250 zu lesen beginnen. Er versäumt nichts Wesentliches. Eine kleine Gruppe von Tauchern ("Rifter") lebt und arbeitet am Grund des Ozeans und betreut dort eine Station, die allem Anschein nach der Energiegewinnung aus subozeanischen Lavaströmen dient. Schon allein diese Tatsache verdient nähere Beschreibung, die aber ebenso unterbleibt, wie die nähere Auswahl der Taucher. Was sie dort tun, bleibt ebenso ein Geheimnis wie die Vorgeschichte der Personen, auf die immer wieder angespielt wird.
Diese scheinen extra ausgewählte Soziopathen zu sein - warum man gerade solche auf dem Meeresgrund in einen engen Käfig zusammensperrt, bleibt auf die Dauer des Romans unbeantwortet.
Verändern sie ihren Charakter? Oder doch nicht? Warum hat man gerade sie ausgesucht? Ist es ein Experiment?
Zunächst meint der Leser, dass diese immer wieder halblaut durchdringenden Fragen einen wesentlichen Aspekt der Geschichte ausmachen. Tun sie nicht.
Wenn schon nichts Genaueres über die Art der Tätigkeit der "Rifter" bekanntgegeben wird, so ist man immer wieder mit ihren Befindlichkeiten konfrontiert. Diese verändern sich über die gesamten 485 Seiten nicht wesentlich, sodass dem Leser die ständigen, ins Leere gehenden halbseidenen Selbstreflexionen mächtig auf die Nerven gehen.
Die Charaktere sind zwar gut differenziert, Peter Watts macht aber nichts daraus. Sie bleiben in ihren Handlungen austauschbar.
Das Schlimmst aber ist, dass die Geschichte selber, so gut die Grundidee ist, überhaupt keine Entwicklung zeigt. Die wenigen vordergründigen Konflikte der Figuren tragen nichts zu deren Fortentwicklung bei, man erkennt bis etwa zu Seite 350 keinen Fokus, auf den sich die Handlung konzentriert. Selbst dann gibt es keine sich steigernde Spannung, der kleine, kurze Handlungszug fährt wie auf Schienen in den erwarteten, befürchteten Bahnhof, in das Ziel, das keines ist. Dort wird nämlich auf den Folgeband verwiesen - was ich für eine besonders fiese Sache halte.
Kein Höhepunkt, keine Spannung, die Geschichte wird getragen von fragwürdigem Hin und Her, das austauschbar, auf jeden Fall entbehrlich ist.
Gerade noch zwei Sterne für eine gute Idee, die aber jammervoll umgesetzt auf höchstens der halben Seitenzahl Platz fände.
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