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Abgezockt und totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen
 
 
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Abgezockt und totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen [Taschenbuch]

Markus Breitscheidel
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. Februar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548369014
  • ISBN-13: 978-3548369013
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (50 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 41.254 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Markus Breitscheidel
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Markus Breitscheidel berichtet in dieser erschütternden Reportage von seinen Beobachtungen, die er während eines Jahres als schlecht bezahlter Altenpfleger in deutschen Pflegeheimen hat machen müssen. Sein Buch macht deutlich, dass wir nicht nur, wie uns zurzeit von anderer Seite andauernd vorgehalten wird, eine kinder-, sondern mehr noch eine zutiefst altenfeindliche Gesellschaft sind. Was Breitscheidel in bester Wallraff'scher Manier recherchiert hat, stellt so ziemlich alles in den Schatten, was man sich ohnehin schon ausgemalt haben mag über die, das wissen wir ja längst, nicht gerade paradiesischen Zustände in deutschen Altenpflegeheimen.

Hilflose Alte werden von häufig unzureichend qualifizierten Pflegekräften "im Akkord abgearbeitet" und nicht selten mit Medikamenten ruhig gestellt, weil man sich anders nicht mehr zu helfen weiß. Bei der Lektüre wird einem angst und bange, was einem wohl selbst womöglich im Alter erwarten mag, wenn man in die Lage kommen sollte auf die Pflege in einem Altenheim angewiesen zu sein.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar", zitiert Günter Wallraff in seinem Vorwort Artikel 1 des Grundgesetzes. Und weiter: "Es wäre allen Ernstes zu überlegen, ob hier nicht der Verfassungsschutz gefordert ist, Beamte als Pfleger oder Pflegebeanspruchende umzuschulen, um sie so als verdeckte Ermittler in diesen verfassungsfeindlichen Untergrund der Gesellschaft einzuschleusen." Wer eine solche Forderung als albern abtut -- nach der Lektüre dieses bestürzenden Buches wird er dies anders sehen.

Pflichtlektüre für jeden (Sozial-)Politiker! -- Hasso Greb -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ich hatte ständig ein schlechtes Gewissen. Ein Jahr lang hat er vedeckt in Pflege- und Altenheimen gearbeitet und recherchiert. Er hat erlebt, wie die alten Patienten unter Drogen gesetzt, zwangsgefüttert und absichtlich vernachlässigt wurden. Nun hat Markus Breitscheidel ein Buch geschrieben - eine Geschichte aus unserer Zukunft.« Der Tagesspiegel »Markus Breitscheidel ist ein kleiner Mann mit Schnauzbart und ruhiger Stimme. Früher war er einmal Verkaufsleiter für einen Werkzeughersteller. Er kündigte, weil er nicht länger Mitarbeiter aus Kostengründen entlassen wolte. Auf der Suche nach etwas Sinnvollen landete er in der Altenpflege. Was er dort erlebte, habe auch sein Leben verändert, sagt er. 20 Kilo hat er verloren und die Erkenntnis gewonnen, daß die Altenpflege einer der härtesten Berufe ist.« Welt am Sonntag »Dieses Buch schockiert Deutschland.« TV - Hören und Sehen »Die Bayerische Sozialministerin Christa Stewens bestätigte kurz nach Erscheinen des Buches, dass die geschilderten Vorkommnisse keine Einzelfälle sind. Deshalb seien in Bayern die angemeldeten Heimnachschauen abgeschafft worden, es werde nur noch unangemeldet kontrolliert. Bei Verstößen und Mängeln werde gegen das betreffende Heim ein Aufnahmestopp verhängt... Dieses Akkord-System muss abgeschafft werden, forderte die Politikerin Rita Süssmuth, nachdem sie Breitscheidels Buch gelesen hatte. Aus jeder Zeile spricht der Aufschrei, so die CDU-Frau, die die Einführung der Pflegeversicherung politische begleitet hatte, aber nicht intervenierte, als sich zeigte, dass sie an humanitäre Grenzen stieß. Und das war nicht erst gestern. Süssmuth lobt den Autor. man brauche diese Art von Zivilcourage, sonst würden die Menschen nichts erfahren.« Neues Deutschland »TATORT ALTENHEIM. Abgezockt und totgepflegt! Ein erschütternder Bericht über den Umgang mit unseren Senioren...« Bild Berlin-Brandenburg »Die frühere Gesundheitsministerin Rita Süssmuth (CDU) lobte, das Buch mache deutlich, dass dem Pflegepersonal durch viel zu enge Vorgaben gar keine Zeit für Menschlichkeit bleibe. Süssmuth forderte, die strikten Zeitvorgaben abzuschaffen... In Deutschland dürfe kein alter Mensch an Verzweiflung sterben, weil dem Pflegepersonal keine Zeit für persönlichen Kontakt bleibe.« ddp »Hut ab vor Markus Breitscheidel ... Das mit einem Vorwort von Günter Wallraff versehene Buch hat sich zu recht einen Platz auf den Bestsellerlisten erobert.« dpa


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
51 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch
Das Buch schildert symptomatisch, welchen Stellenwert die Pflege alter und kranker Menschen in der Gesellschaft tatsächlich hat. Auf den Punkt gebracht: "Jeder" will eine menschenwürdige Pflege, aber keiner will so recht dafür bezahlen; die einzigen, die sich gegen das "System" stemmen und notgedrungen scheitern müssen, sind die Pflegekräfte vor Ort.

Inhaltlich schildert der Autor ziemlich differenziert, indem er nicht nur die erlebten Mißstände aufzeigt, sondern auch deren Ursachen: Das rigide Zeitmanagement, das durch äußerst knapp bemessene Vorgaben verursacht wird; arbeitgeberseitige Sparmaßnahmen; Überforderung und Unterqualifizierung der Pflegekräfte; Existenzängste der Beschäftigten, die wirksamen Widerstand verhindern; Unterdrückung von Kritik durch Mobbing und Kündigung; mangelhafte Aufsicht durch die Behörden.

Der Autor läßt eine jener Pflegekräfte, die die Zustände mittragen, sinngemäß wie folgt zu Wort kommen: "Natürlich würde ich gerne vieles anders machen und kann die Zustände eigentlich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber ich bin auf diese Arbeit angewiesen. Nach Feierabend kann ich nur abschalten, indem ich mich betrinke."

Vereinzelte Begebenheiten des Buches hat wahrscheinlich sogar jede Pflegekraft selbst erlebt: Einem Bewohner/Patienten, der Zuwendung braucht, sagen, daß man keine Zeit habe; Tätigkeiten dokumentieren, die (aus welchen Gründen auch immer) in Wirklichkeit gar nicht erbracht wurden usw..

Methodisch ist zu kritisieren, daß der Autor jeweils das "erstbeste" Angebot des Arbeitsamtes angenommen hat. Ich meine, daß hier jeweils die "Dauerbrenner" des jeweiligen Sachbearbeiters vermittelt wurden, die stets ganz oben auf dem Angebotsstapel liegen, weil in den betreffenden Heimen nicht von ungefähr eine hohe Fluktuation herrscht. Eben wegen den mangelhaften Arbeitsbedingungen. "Gute" Heime haben halt eine geringere Fluktuation und sind daher nicht auf jeden "x-beliebigen" Arbeitsamt-Bewerber angewiesen. Rückschlüsse auf die Qualität der Pflege in der großen Mehrheit der Heime läßt das Buch jedenfalls nicht zu.

Meines Erachtens sollte das Buch Pflichtlektüre bei allen "Schön-Rednern" in Parteien, Kostenträgern, Sozial- und Arbeitgeberverbänden werden.

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Haltlose Zustände 2. November 2006
Format:Taschenbuch
Ich war schockiert und gefesselt zugleich, als ich dieses Buch gelesen habe. Es zeigt die in jedem Fall veränderbaren Missstände in deutschen Pflegeheimen auf, die es in einem zivilisierten Staat wie diesem niemals geben dürfte. Da ich selbst exam. Altenpflegerin bin, war ich umso fassungsloser über diese tatsächlich vorhandenen Gegebenheiten. Trotz allem denke ich aus meiner beruflichen Erfahrung, dass es auch anders geht. Pflege mit Würde und das Einstehen für die alten Menschen gibt es in vielen deutschen Einrichtung. Selbst habe ich solche Missstände noch nicht erlebt.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Schonungslose Realität 22. Juni 2006
Von Adaa
Format:Taschenbuch
Wenn man selber in der Pflege arbeitet wird einem vieles bekannt vorkommen. Man kennt das Gefühl von Zeitdruck, die hohen Erwartungen und die Bewohner die meistens nicht im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

Man hat meistens nur eine Wahl: Man arbeitet sich kaputt oder man lässt seine Menschlichkeit auf der Strecke. Genau dieser Zwiespalt ist es, den das Buch deutlich herauskristallisiert. Ich kann mit dem Author mitfühlen, kann seine Problematik und seine Einstellung nachvollziehen. Eine optimale Lösung für diesen Zwiespalt gibt es nur Ansatzweiße, dennoch ist er ist allgegenwärtig. Wie man am besten damit umgeht? Das muss jeder für sich entscheiden.

Die Situationen in dem Buch sind erschreckend, vielleicht sogar für viele schockierend. Doch haben wir es eigentlich nicht ahnen können das hinter der glitzernden Fassade meist nicht alles Gold ist was glänzt? Es tauchten in Zeitungen immer wieder Skandale auf, wurdne Tatsachen enthüllt. Doch die Masse ging darüber hinweg und da frage ich jetzt offen: WERDET IHR NICHT AUCH MAL ALT? GERATET IHR NICHT IRGENDWANN EINMAL SELBST IN EINE SOLCHE SITUATION? SEIT IHR WIRKLICH SO IGNORANT ZU GLAUBEN DAS ES EUCH NICHT ERWISCHT? Das Problem unserer Gesellschaft ist einfach, das wir uns keine Gedanken um später mehr machen. Diese Entwicklung ist gefährlich, aber das sind persönliche Gedankengänge.

Ich denke das Buch sorgte zurecht für Zündstoff und Herr Breitscheidel hat seine Finger endlich in einer Wunde gebohrt die längst hätte aufgedeckt werden müssen.

Das Buch ist ein offener Bericht, der mit Tatsachen überzeugt und schockiert. Öffnet eure Augen, verschließt sie nicht. Damit sind auch die Pfleger gemeint die sich das Buch gekauft haben. Im Grunde haben wir es in der Hand das Blatt zu wenden.

Ich kann das Buch nur empfehlen, so schockierend nah war in meinen Augen noch kein Buch über die Altenpflege. Dies ist in den meisten Heimen Alltag, sicherlich gibt es auch Ausnahmen. Auch ist nicht alles schlecht, wie es in dem Buch dargestellt wird. Es gibt auch Heime die anders pflegen und auch Pfleger die Zeit haben sich um ihre Leute zu kümmern. Aber Unterbesetzung, Krankenscheine und Zeitdruck lauern überall.

Wie auch immer, holt euch dieses Buch es ist jeden Cent wert!
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Pflege in Heimen
Lieferung schnell und zuverlässig.
Vom Buch habe ich mir mehr versprochen-arbeite selbst in einer stationären Einrichtung und ärgere mich über das Klischee... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Dagmar Meyer veröffentlicht
erschütternder Erlebnisbericht
Schockierender und erschütternder Tatsachenbericht eines Quereinsteigers, er als Pfleger im Altenheim der Gesellschaft was gutes tun wollte und eigentlich nur bis dahin... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Ivonne Wiese veröffentlicht
Oma, solange dein Enkel lebt, wirst du niemals in ein Altenheim...
Abgezockt und totgepflegt! - einen besseren Titel hätte Markus Breitscheidel für sein Buch nicht finden können. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Alexander Hoefer veröffentlicht
Klasse Buch , super dargestellt, was in deutschen Pflegeheimen abgeht
Das Buch zeigt 5 versch. Altenpflegeheime, alle, bis auf ein Altenheim behandeln die Senioren menschenunwürdig. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von mifi veröffentlicht
super gutes buch!
erschreckend, was hinter den türen deutscher pflegeheime so abgeht. da kann man nur hoffen, dass man nicht selbst irgendwann mal "einsitzen" muss!
Vor 16 Monaten von ... veröffentlicht
Unglaublich
Ich arbeite selber in einem Heim und konnte am Anfang nicht glauben was in einem Heim ablaufen kann. So kenne ich es nicht und möchte es auch gar nicht kennen lernen. Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Silvia veröffentlicht
Bin selbst Altenpfleger und kann dem Buch nur zustimmen
Ein sehr gutes Buch,welches die Arbeitsbedingungen und Zustände realistisch darstellt.Jeder,der seine Eltern oder Großeltern in ein Pflegeheim schickt,sollte sich vorher... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 19. April 2009 von Manni Mustermann
empfehlenswert
Aufrüttelnd und klar ausgearbeitet ist die Thematik. Heute (Frühjahr 2009) ist das Problem in aller Munde. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 31. März 2009 von Pippin
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Veröffentlicht am 2. November 2008 von Peter Waldbauer
Fachfremde wissen es am besten...
Ein oberflächliches Buch einer fachfremden Person. Gut, Breitscheidel hat in die Pflege hineingeschnuppert. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. September 2008 von Schwerstarbeiterin
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