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Abgezockt und totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen [Taschenbuch]

Markus Breitscheidel
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

12. Januar 2007
Dahinsiechende Bewohner, ausgebeutete Arbeitskräfte, fragwürdig verwendete öffentliche und private Gelder – das, was Markus Breitscheidel während seiner Tätigkeit in verschiedenen Alters- und Pflegeheimen erlebte, sprengte nicht selten die Grenze der Menschenwürde und Rechtschaffenheit. Sein Buch ist ein erschütterndes Protokoll der katastrophalen Zustände in unserem Pflegesystem.

Wird oft zusammen gekauft

Abgezockt und totgepflegt: Alltag in deutschen Pflegeheimen + Gesund gepflegt statt abgezockt: Wege zur würdigen Altenbetreuung + In Ruhe verrückt werden dürfen: Für ein anderes Denken in der Altenpflege
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 240 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (12. Januar 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548369014
  • ISBN-13: 978-3548369013
  • Größe und/oder Gewicht: 18 x 11 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (62 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 24.281 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

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Markus Breitscheidel berichtet in dieser erschütternden Reportage von seinen Beobachtungen, die er während eines Jahres als schlecht bezahlter Altenpfleger in deutschen Pflegeheimen hat machen müssen. Sein Buch macht deutlich, dass wir nicht nur, wie uns zurzeit von anderer Seite andauernd vorgehalten wird, eine kinder-, sondern mehr noch eine zutiefst altenfeindliche Gesellschaft sind. Was Breitscheidel in bester Wallraff'scher Manier recherchiert hat, stellt so ziemlich alles in den Schatten, was man sich ohnehin schon ausgemalt haben mag über die, das wissen wir ja längst, nicht gerade paradiesischen Zustände in deutschen Altenpflegeheimen.

Hilflose Alte werden von häufig unzureichend qualifizierten Pflegekräften "im Akkord abgearbeitet" und nicht selten mit Medikamenten ruhig gestellt, weil man sich anders nicht mehr zu helfen weiß. Bei der Lektüre wird einem angst und bange, was einem wohl selbst womöglich im Alter erwarten mag, wenn man in die Lage kommen sollte auf die Pflege in einem Altenheim angewiesen zu sein.

"Die Würde des Menschen ist unantastbar", zitiert Günter Wallraff in seinem Vorwort Artikel 1 des Grundgesetzes. Und weiter: "Es wäre allen Ernstes zu überlegen, ob hier nicht der Verfassungsschutz gefordert ist, Beamte als Pfleger oder Pflegebeanspruchende umzuschulen, um sie so als verdeckte Ermittler in diesen verfassungsfeindlichen Untergrund der Gesellschaft einzuschleusen." Wer eine solche Forderung als albern abtut -- nach der Lektüre dieses bestürzenden Buches wird er dies anders sehen.

Pflichtlektüre für jeden (Sozial-)Politiker! -- Hasso Greb -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Pressestimmen

»Ich hatte ständig ein schlechtes Gewissen. Ein Jahr lang hat er vedeckt in Pflege- und Altenheimen gearbeitet und recherchiert. Er hat erlebt, wie die alten Patienten unter Drogen gesetzt, zwangsgefüttert und absichtlich vernachlässigt wurden. Nun hat Markus Breitscheidel ein Buch geschrieben - eine Geschichte aus unserer Zukunft.« Der Tagesspiegel »Markus Breitscheidel ist ein kleiner Mann mit Schnauzbart und ruhiger Stimme. Früher war er einmal Verkaufsleiter für einen Werkzeughersteller. Er kündigte, weil er nicht länger Mitarbeiter aus Kostengründen entlassen wolte. Auf der Suche nach etwas Sinnvollen landete er in der Altenpflege. Was er dort erlebte, habe auch sein Leben verändert, sagt er. 20 Kilo hat er verloren und die Erkenntnis gewonnen, daß die Altenpflege einer der härtesten Berufe ist.« Welt am Sonntag »Dieses Buch schockiert Deutschland.« TV - Hören und Sehen »Die Bayerische Sozialministerin Christa Stewens bestätigte kurz nach Erscheinen des Buches, dass die geschilderten Vorkommnisse keine Einzelfälle sind. Deshalb seien in Bayern die angemeldeten Heimnachschauen abgeschafft worden, es werde nur noch unangemeldet kontrolliert. Bei Verstößen und Mängeln werde gegen das betreffende Heim ein Aufnahmestopp verhängt... Dieses Akkord-System muss abgeschafft werden, forderte die Politikerin Rita Süssmuth, nachdem sie Breitscheidels Buch gelesen hatte. Aus jeder Zeile spricht der Aufschrei, so die CDU-Frau, die die Einführung der Pflegeversicherung politische begleitet hatte, aber nicht intervenierte, als sich zeigte, dass sie an humanitäre Grenzen stieß. Und das war nicht erst gestern. Süssmuth lobt den Autor. man brauche diese Art von Zivilcourage, sonst würden die Menschen nichts erfahren.« Neues Deutschland »TATORT ALTENHEIM. Abgezockt und totgepflegt! Ein erschütternder Bericht über den Umgang mit unseren Senioren...« Bild Berlin-Brandenburg »Die frühere Gesundheitsministerin Rita Süssmuth (CDU) lobte, das Buch mache deutlich, dass dem Pflegepersonal durch viel zu enge Vorgaben gar keine Zeit für Menschlichkeit bleibe. Süssmuth forderte, die strikten Zeitvorgaben abzuschaffen... In Deutschland dürfe kein alter Mensch an Verzweiflung sterben, weil dem Pflegepersonal keine Zeit für persönlichen Kontakt bleibe.« ddp »Hut ab vor Markus Breitscheidel ... Das mit einem Vorwort von Günter Wallraff versehene Buch hat sich zu recht einen Platz auf den Bestsellerlisten erobert.« dpa

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
52 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Differenziert, aber nicht zu verallgemeinern 10. September 2005
Format:Taschenbuch
Das Buch schildert symptomatisch, welchen Stellenwert die Pflege alter und kranker Menschen in der Gesellschaft tatsächlich hat. Auf den Punkt gebracht: "Jeder" will eine menschenwürdige Pflege, aber keiner will so recht dafür bezahlen; die einzigen, die sich gegen das "System" stemmen und notgedrungen scheitern müssen, sind die Pflegekräfte vor Ort.

Inhaltlich schildert der Autor ziemlich differenziert, indem er nicht nur die erlebten Mißstände aufzeigt, sondern auch deren Ursachen: Das rigide Zeitmanagement, das durch äußerst knapp bemessene Vorgaben verursacht wird; arbeitgeberseitige Sparmaßnahmen; Überforderung und Unterqualifizierung der Pflegekräfte; Existenzängste der Beschäftigten, die wirksamen Widerstand verhindern; Unterdrückung von Kritik durch Mobbing und Kündigung; mangelhafte Aufsicht durch die Behörden.

Der Autor läßt eine jener Pflegekräfte, die die Zustände mittragen, sinngemäß wie folgt zu Wort kommen: "Natürlich würde ich gerne vieles anders machen und kann die Zustände eigentlich nicht mit meinem Gewissen vereinbaren. Aber ich bin auf diese Arbeit angewiesen. Nach Feierabend kann ich nur abschalten, indem ich mich betrinke."

Vereinzelte Begebenheiten des Buches hat wahrscheinlich sogar jede Pflegekraft selbst erlebt: Einem Bewohner/Patienten, der Zuwendung braucht, sagen, daß man keine Zeit habe; Tätigkeiten dokumentieren, die (aus welchen Gründen auch immer) in Wirklichkeit gar nicht erbracht wurden usw..

Methodisch ist zu kritisieren, daß der Autor jeweils das "erstbeste" Angebot des Arbeitsamtes angenommen hat. Ich meine, daß hier jeweils die "Dauerbrenner" des jeweiligen Sachbearbeiters vermittelt wurden, die stets ganz oben auf dem Angebotsstapel liegen, weil in den betreffenden Heimen nicht von ungefähr eine hohe Fluktuation herrscht. Eben wegen den mangelhaften Arbeitsbedingungen. "Gute" Heime haben halt eine geringere Fluktuation und sind daher nicht auf jeden "x-beliebigen" Arbeitsamt-Bewerber angewiesen. Rückschlüsse auf die Qualität der Pflege in der großen Mehrheit der Heime läßt das Buch jedenfalls nicht zu.

Meines Erachtens sollte das Buch Pflichtlektüre bei allen "Schön-Rednern" in Parteien, Kostenträgern, Sozial- und Arbeitgeberverbänden werden.

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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Haltlose Zustände 2. November 2006
Format:Taschenbuch
Ich war schockiert und gefesselt zugleich, als ich dieses Buch gelesen habe. Es zeigt die in jedem Fall veränderbaren Missstände in deutschen Pflegeheimen auf, die es in einem zivilisierten Staat wie diesem niemals geben dürfte. Da ich selbst exam. Altenpflegerin bin, war ich umso fassungsloser über diese tatsächlich vorhandenen Gegebenheiten. Trotz allem denke ich aus meiner beruflichen Erfahrung, dass es auch anders geht. Pflege mit Würde und das Einstehen für die alten Menschen gibt es in vielen deutschen Einrichtung. Selbst habe ich solche Missstände noch nicht erlebt.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schonungslose Realität 22. Juni 2006
Von Adaa
Format:Taschenbuch
Wenn man selber in der Pflege arbeitet wird einem vieles bekannt vorkommen. Man kennt das Gefühl von Zeitdruck, die hohen Erwartungen und die Bewohner die meistens nicht im Mittelpunkt der Arbeit stehen.

Man hat meistens nur eine Wahl: Man arbeitet sich kaputt oder man lässt seine Menschlichkeit auf der Strecke. Genau dieser Zwiespalt ist es, den das Buch deutlich herauskristallisiert. Ich kann mit dem Author mitfühlen, kann seine Problematik und seine Einstellung nachvollziehen. Eine optimale Lösung für diesen Zwiespalt gibt es nur Ansatzweiße, dennoch ist er ist allgegenwärtig. Wie man am besten damit umgeht? Das muss jeder für sich entscheiden.

Die Situationen in dem Buch sind erschreckend, vielleicht sogar für viele schockierend. Doch haben wir es eigentlich nicht ahnen können das hinter der glitzernden Fassade meist nicht alles Gold ist was glänzt? Es tauchten in Zeitungen immer wieder Skandale auf, wurdne Tatsachen enthüllt. Doch die Masse ging darüber hinweg und da frage ich jetzt offen: WERDET IHR NICHT AUCH MAL ALT? GERATET IHR NICHT IRGENDWANN EINMAL SELBST IN EINE SOLCHE SITUATION? SEIT IHR WIRKLICH SO IGNORANT ZU GLAUBEN DAS ES EUCH NICHT ERWISCHT? Das Problem unserer Gesellschaft ist einfach, das wir uns keine Gedanken um später mehr machen. Diese Entwicklung ist gefährlich, aber das sind persönliche Gedankengänge.

Ich denke das Buch sorgte zurecht für Zündstoff und Herr Breitscheidel hat seine Finger endlich in einer Wunde gebohrt die längst hätte aufgedeckt werden müssen.

Das Buch ist ein offener Bericht, der mit Tatsachen überzeugt und schockiert. Öffnet eure Augen, verschließt sie nicht. Damit sind auch die Pfleger gemeint die sich das Buch gekauft haben. Im Grunde haben wir es in der Hand das Blatt zu wenden.

Ich kann das Buch nur empfehlen, so schockierend nah war in meinen Augen noch kein Buch über die Altenpflege. Dies ist in den meisten Heimen Alltag, sicherlich gibt es auch Ausnahmen. Auch ist nicht alles schlecht, wie es in dem Buch dargestellt wird. Es gibt auch Heime die anders pflegen und auch Pfleger die Zeit haben sich um ihre Leute zu kümmern. Aber Unterbesetzung, Krankenscheine und Zeitdruck lauern überall.

Wie auch immer, holt euch dieses Buch es ist jeden Cent wert!
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Die neuesten Kundenrezensionen
3.0 von 5 Sternen Abgezockt und Totgepflegt
Das Buch ist sehr depremierend. Arbeite selber sei 16 Jahren in einem Altenheim. So schlimm war es noch nie. Schade
Vor 14 Tagen von Heike Hövel veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Eine bittere Pille
Kam schon mal irgend jemanden im den Sinn: "Schade, dass keiner mehr Bücher wie Wallraff macht?" - Hier ist eins! Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von reddevil666 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Ich arbeite selbst als Altenpflegerin und das Buch kommt der Ist...
Um hinter die Machenschafen mancher Pflegeheime zu kommen, müsste sich mal eine Person vom Medizinischen Dienst dort einschleusen und klärem
Vor 24 Tagen von Reichstein Brigitte veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Schock
Dieses Buch hat mich zutiefst geschockt. Es ist unfassbar was alte Menschen in unserem ,,ach so schönem Deutschland,, an Grausamkeiten über sich ergehen lassen... Lesen Sie weiter...
Vor 24 Tagen von Rote veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Sehr interesant
Also ich habe das buch sehr interesant gefunden. Eine gute Freundin von mir arbeited in einem Pflegeheim und ich habe mit ihr über dieses Buch gesprochen. Lesen Sie weiter...
Vor 26 Tagen von Alexandra Emrich veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Super Buck
Echt empfehlenswert für alle Menschen,denen das Leben der älteren Menschen nicht egal ist und wichtig für alle Pflegekräfte. Lesen Sie weiter...
Vor 26 Tagen von Jacqueline Wilhelmi veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Bittere Realität
Man muss natürlich sagen, dass es sicherlich Heime gibt, in denen die Menschenwürde noch etwas zählt. Lesen Sie weiter...
Vor 2 Monaten von Melanie B. veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen toll
ein gutes Buch
fachlich gut, sehr informativ
gut zu lesen

würde es immer wieder kaufen
sowas kann man öfter lesen
Vor 3 Monaten von S. Grabbe veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Interessant!
Gutes Buch. Ich arbeite selbst in der Altenpflege und bin sehr erschüttert über das, was ich gelesen habe. Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Pseudonym veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen berührt einen sehr
Das Buch bewegte mich sehr,regt zum nachdenken an und ist aufjedemfall sehr zu empflehlen,vorallem wenn man aus der Berufssparte kommt.
Vor 4 Monaten von Jasmin veröffentlicht
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