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Abgetaucht! Als U-Boot im Widerstand. Tatsachenroman
 
 
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Abgetaucht! Als U-Boot im Widerstand. Tatsachenroman [Gebundene Ausgabe]

Eugen Herman-Friede , Eugen Herman- Friede
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 255 Seiten
  • Verlag: Gerstenberg (Gebrüder); Auflage: 1., Aufl. (23. August 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3806750726
  • ISBN-13: 978-3806750720
  • Vom Hersteller empfohlenes Alter: 14 - 17 Jahre
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14,6 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 548.513 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Überleben und Widerstand im Dritten Reich - ein Tatsachenroman
Anfang 1943 muss der 16jährige Eugen untertauchen. Der Schutz des nichtjüdischen Stiefvaters reicht nicht mehr aus, die Deportation droht. Er wird zum "U-Boot", wie die abgetauchten Berliner Juden sich seit 1938 selbst nannten. Schließlich findet er Zuflucht in Luckenwalde, einer Kleinstadt bei Berlin. Hier stößt er auch zu der von Juden und "Ariern" gemeinsam gegründeten Widerstandsgruppe "Gemeinschaft für Frieden und Aufbau". Endlich kann er etwas gegen das verbrecherische Nazi-Regime tun! Er zieht Flugblätter ab und verteilt sie, und er hilft dabei, Verfolgten einen Unterschlupf und falsche Papiere zu besorgen. Immer tollkühner werden die Aktionen. Die Warnungen von Eugens Vater werden nicht gehört, im Herbst 1944 fliegt die Gruppe auf, und für Eugen beginnen die schlimmsten Monate seines Lebens.
Eugen Herman-Friede erzählt die Geschichte seiner eigenen Kindheit und Jugend, immer aus der Perspektive des lebenshungrige n Berliner Jungen heraus, der er damals gewesen ist. Der Leser erlebt mit Eugen die zunehmende Ausgrenzung der jüdischen Bevölkerung, wie Eugen erkennt er die dahinterstehende tödliche Bedrohung erst, als es fast zu spät ist. Er spürt die Solidarität und den Mut der im Widerstand gegen das Naziregime vereinten Menschen; er nimmt Teil an den ersten Liebesabenteuern des Helden und fiebert mit ihm mit, wenn eine waghalsige Aktion die Gefahr des Entdecktwerdens weiter erhöht.

Über den Autor

Eugen Herman-Friede hat nach seiner Befreiung zunächst einige Jahre in Ostberlin gelebt. Anfang 1949 flüchtet er nach Westberlin, 1953 geht er mit seiner Familie für einige Jahre ins Ausland und kehrt drei Jahre später nach Deutschland zurück. Er lebt heute in Kronberg in der Nähe von Frankfurt a.M.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Super interessant 9. Dezember 2005
Von MissCabyCane VINE™-PRODUKTTESTER
Tielke war 1933 gerade 7 Jahre alt, als Hitler an die Macht kam. Er ging auf ein Berliner Gymnasium nahe am Alexander Platz und überlebte den Holocaust nur, weil sein Vater als "Arier" eingestuft wurde und ihn versteckte. Er dagegen musste schon als Kind den Judenstern an der Jacke tragen. Seine damalige Freundin wurde in Auschwitz ermordet.

Ich als Germanistik-Student hatte das Glück, vergangene Woche bei einer Lesung des Autors an unserer Uni teilzunehmen und kann nur sagen, dass das Buch sehr interessant ist, weil es in einem sehr lockeren, unkomplizierten Sprachstil und auch spannend geschrieben ist und lebhaft die Ereignisse aus der Sicht eines jüdischen Kindes beschreibt, welches den Schrecken um es herum nicht begreifen kann. Also, wer seinen Erfahrungsschatz rund um den Holocaust bereichern will, dem sei diese Zeitzeugengeschichte in jedem Fall ans Herz gelegt.

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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Ein Schicksal von vielen 26. April 2005
In diesem Buch erzählt Eugen Herman-Friede über sein Leben als jüdischer Knabe und Jüngling zu Beginn des zweiten Weltkrieges. Obwohl der Inhalt eher dem Bereich Biographie zuzuordnen ist, ist der Aufbau einem Roman gleichgestellt und dadurch besonders leicht lesbar und äußerst verständlich. Der Leser liest nicht nur „über" einige Schicksale dieser Zeit, sondern befindet sich mittendrin, v.a. da auch realistisch gestaltete Dialoge nicht zu kurz kommen.
Was dieses Werk besonders kennzeichnet - und von vielen seiner Art abhebt - ist, dass der Autor nicht in Selbstmitleid über die vergangenen Schandtaten versinkt und die Leser mit Horrorszenarien schockiert. Die Betrachtung aus der Sicht des jungen Herman-Friede über die politischen Geschehnisse sind zwar nicht emotionslos, aber trotzdem ein Beweis, dass auch die Verfolgten ihren Stolz und ihre Würde hatten und diese auch - trotz etlicher Schicksalsschläge - nicht verloren haben. Der Autor zeigt, dass es auch viele bewundernswerte Menschen gab, welche die Hoffnung niemals aufgaben und aktiv am Widerstand gegen den Nationalsozialismus beteiligt waren, ohne Rücksicht auf sich selbst. Vor allem die Tatsache, dass auch viele „Nichtjuden" an diesem Widerstand und an Hilfsaktionen beteiligt waren, spielte sicher eine Rolle in der damaligen Gelassenheit des Autors.
Das Buch ist für all jene Leser geeignet, die Interesse an wahren Geschichten von Zeugen des Nationalismus haben und aufgrund seiner Struktur besonders empfehlenswert.
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Stil des Buches ist enorm flüssig. Was einen bei diesen Erlebnissen verwundern kann, aber vieleicht dadurch bedingt ist, dass der Autor seine Lebensgeschichte über Jahre jungen Menschen als Überlebender nahegebracht hat. In ersten Teil rollt das Buch in grossen Stücken in einem fast filmmässige Stil ab. Man hat bisweilen nicht das Gefühl, dass ein Zeitzeuge hier spricht, weil das Berlin das er schildert so sehr einem Filmberlin der 30er Jahre ähnelt, wie man es schon oft im Kino/TV gesehen hat.
Im zweiten Teil des Buches nehmen ein wenig die Namen der "Helfenden Hände" überhand, so dass man leicht den Überblick verliert. Leider fehlen auch zu einigen wichtigen Personen in seinem Buch Bilder. Eine selbstreflektierende Nachbetrachtung über das was diese Jugend mit ihm gemacht hat vermisst man überdies schmerzlich.

Das Buch schliesst mit der Unfassbarkeit seiner Befreiung durch einen SS Mann ohne sichtbare Motive und da wüsste man schon, ob der Autor nicht später Recherche betrieben hat, wo dieser Mann abgeblieben ist. Also insgesamt eine gut lesbare Lektüre die jedoch viele offene Fragen lässt, was umso mehr schmerzt als einem der junge Autor doch sehr ans Herz wächst.

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