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Abgespeist: Wie wir beim Essen betrogen werden und was wir dagegen tun können
 
 
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Abgespeist: Wie wir beim Essen betrogen werden und was wir dagegen tun können [Broschiert]

Thilo Bode
3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)

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Broschiert, 23. Oktober 2007 --  


Produktinformation

  • Broschiert: 256 Seiten
  • Verlag: Fischer (23. Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100043073
  • ISBN-13: 978-3100043078
  • Größe und/oder Gewicht: 21,4 x 14 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.3 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (24 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 147.404 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Thilo Bode
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Produktbeschreibungen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Wer meint, der lecker fruchtige Erdbeerjoghurt mit der Aufschrift "natürliches Aroma" erhielte seinen Geschmack durch Erdbeeren, der irrt zumeist. Ein destillierter Holzpilz ist hier der angepriesene Aromastoff. Solche Art von Etikettenschwindel ist leider nicht die Ausnahme im Lebensmittelhandel, sondern die Regel. Thilo Bode, langjähriger Geschäftsführer von Greenpeace Deutschland, beschreibt in Abgespeist den oftmals erschreckenden Zustand heutiger Lebensmittel und die strukturellen und gesetzlichen Hintergründe, die den Markt bestimmen.

Gammelfleisch und BSE, Dioxin in Babynahrung, Acrylamid in Kartoffelchips und Pestizide in Paprika - regelmäßig rütteln Lebensmittelskandale den Verbraucher auf, führen zu lärmenden Medienkampagnen - und versanden meist nach recht kurzer Zeit im Nichts. Dabei handelt es sich bei den genannten Skandalen nur um die Spitze eines gewaltigen Eisbergs. Über 300 Lebensmittelzusatzstoffe sind beispielsweise von der EU zugelassen - die Hälfte davon ist wegen ihrer möglicherweise negativen gesundheitlichen Auswirkungen auf den Konsumenten umstritten. Die sogenannten "E"s konservieren, färben, stabilisieren und verstärken den Geschmack - und dienen so in erster Linie als verkaufsfördernde Kosmetik für minderwertige Nahrungsmittel. Fleischabfälle werden global verschoben und unter neuer Etikettierung reimportiert, der Fertigteig für das morgendliche Backshop-Brötchen kommt aus China. Die Herkunft und Zusammensetzung einzelner Lebensmittel ist für den Verbraucher kaum mehr nachvollziehbar. Der Gesetzgeber unterstützt dabei die Verschleierungstaktiken der Nahrungsindustrie; denn schließlich soll dieser ja kein wirtschaftlicher Schaden entstehen.

Die mangelhaften gesetzlichen Bestimmungen im Bereich von Lebensmittelproduktion und -vertrieb sind denn auch der Hauptansatzpunkt von Bodes weitreichender Kritik. Nicht der einzelne Verbraucher und dessen vielgescholtene "Geiz ist geil"-Mentalität sind demnach verantwortlich für den eklatanten Qualitätsverlust heutiger Nahrungsmittel. Vielmehr sind Agrarwirtschaft, Lebensmittelindustrie und Politik zu einem einzigen gewaltigen Lobbyblock verschmolzen, der dem Einzelnen und einem möglichen "Protest mit dem Einkaufswagen" keine Chance lässt.

Thilo Bode zeigt detailliert auf, wie die teilweise groteske Praxis der EU-Agrarsubventionen, fragwürdige Entscheidungen des Gesetzgebers und skrupellose Praktiken der Nahrungsmittelindustrie sich zu einem unappetitlichen Ganzen addieren. Eine Beseitigung dieser Missstände kann nach Meinung des Autors nur durch politischen Druck herbeigeführt werden. So gründete Bode 2002 in Berlin die Verbraucherrechtsorganisation "Foodwatch", die für Transparenz auf dem Lebensmittelmarkt und die Rechte der Verbraucher kämpft. Sein Buch ist ein wichtiger Bestandteil dieses Kampfes. --Ulrike Künnecke, Literaturtest

Kurzbeschreibung

Gift in Lebensmitteln ist legal, Konsumenten werden systematisch betrogen. Gesunde Lebensmittel, die nicht die Umwelt zerstören, gibt es nur für Leute mit Geld. Dagegen können sich Verbraucher nicht wehren - schon gar nicht mit einer »Politik des Einkaufswagens« -, denn sie sind recht- und machtlos. Die Ursache dafür ist nicht die viel gescholtene »Geiz- ist Geil«-Mentalität der Verbraucher, sondern verantwortlich sind die Regeln des Lebensmittelmarktes, die vor allem den Interessen der Nahrungsmittelindustrie dienen. Der Umwelt- und Verbraucherschutzaktivist Thilo Bode rollt erstmals die politischen Hintergründe dieser Zustände auf. Er fordert Verbraucherrechte als fundamentale Bürgerrechte und zeigt was sich politisch ändern muss. Sein Appell: Verbraucher müssen sich gemeinsam zur Wehr zu setzen und für ihre Rechte kämpfen. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
77 von 82 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
magere Abspeisung 25. November 2007
Von Detlef Rüsch #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Broschiert
Abgespeist: ein toller Titel; der Untertitel: "Wir wir beim Essen betrogen werden und was wir dagegen tun können" ist ebenso vielversprechend wie die Silhouette in Scherenschnitt-Art eines einkaufenden Mannes!
Leider ist es inhaltlich weniger stark, was uns Thilo Bode als engagierter Fachmann präsentiert. Bei solch einem Titel mag ich mehr Informationen haben, als das, was uns schon im Einzelnen aus diversen Sendungen und Berichterstattungen in der Zeitung bekannt ist.
Eine klare Tabelle mit aufgeführten Gefahrenstoffen, eine Liste von eher unbedenklichen Lebensmitteln, einige Graphiken zum Thema, wie z.B. immer weniger Konzerne den Markt beherrschen, eine Liste von Internetlinks zum Thema, ein paar zusammengefasste Rechtsvorschriften,...
Die Liste ließe sich noch weiter fortführen. So sind aber in 10 Kapiteln eher bekannte Statements verfasst, die einem aber so zusammengefasst wirklich eher den Appetit verderben. Es wird klargemacht, dass allein der Preis nicht über die Qualität entscheidet, die Lebensmittel-Lobby starken Einfluß auf die Parlamentarier hat, der Verbraucherschutz nicht wirklich im Vordergrund steht und wirtschaftliche Interessen vorherrschend sind. Auch die Zusammenhänge im Weltmarkt und die dramatischen Effekte für Länder in der "Dritten Welt" werden explizit genannt. So fühlt man sich wieder bestätigt, wie bei manchen Polit-Magazinen, die einen zwar aufklären, aber wenig Handlungsoptionen eröffnen.
Eine to Do-Liste wäre hier wirklich gut gewesen. Das Quellenverzeichnis ist ausführlich und lässt so manche Darstellungen rückverfolgen - so wie man es beim Lebensmittelhandel auch wünschen würde.
Der ausführliche Hinweis auf die foodwatch-Internetseite lässt den Beigeschmack aufkommen, es gehe vor allem um die stärkere öffentliche Reputation dieses Vereins, was natürlich nicht schlecht, aber auch nicht hinreichend genug ist.
Die häufigen, immer wieder wiederholten Vergleiche mit der Automobil-Branche sind nicht gerade einfallsreich. Hier ermüdet man leicht, wenn man immer wieder liest, dass eine unsolide Rückverfolgungsmöglichkeit sich niemand in dieser Branche leisten könnte.
Alles in allem ist die (Zusatz-) Informationsausbeute für durchschnittlich informierte Bundesbürger/-innen eher dürftig bis mager.
Aber das Buch macht Mut, mehr und Anderes zu tun, sich zusammen zu schließen, nachzufragen und damit auch politischen Druck zu erzeugen. Hier wäre es schön, wenn sich die einschlägig für die Bürgerrechte einsetzenden Parteien für eine gesunde Nahrungsmittelbereitstellung auch außerhalb der Skandalzeit einsetzen. Ansonsten werden viele Äußerungen zu Themen wie Krebs, Unkonzentriertheit und Wohlbefinden zur Farce, wenn die Auswirkungen des Lebensmittelkonsums so frappierend sind.
Eine geeignete Zusammenfassung für alle, denen die Hintergrunde so mancher Skandale nicht ohnehin schon bekannt sind. Ein Buch für mehr Bürgerrechte, damit mehr Wahrheit aufgetischt wird!
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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Giovanni
Format:Broschiert
Allein schon die Klage einiger Großkonzerne gegen das Erscheinen des Buches war ein Kaufgrund. Die Lektüre war dann jedoch eher enttäuschend. Für gut informierte Verbraucher kommt wenig Neues bei rum. Der Schreib-Stil ist m.E. streckenweise zäh, einige Seiten habe ich einfach übersprungen. Vielleicht ist das Opus ja auch eher als politisches Statement zu verstehen - konkrete Ratschläge will der Autor nach eigener Aussage auch nicht erteilen. Einige Passagen sind ganz erhellend, sonst geht es eher so, daher nur drei Sterne.
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61 von 74 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Mit großer Spannung habe ich mir das Buch zugelegt und gehofft nun etwas über die geheimen Machenschaften der Lebensmittel- und Agrarindustrie und deren Verquickung mit der Politik zu erfahren.
Leider bin ich enttäuscht. Der Autor beschreibt die bekannten Lebensmittelskandale der letzten Jahre meist relativ knapp, um in jedem Kapitel seitenweise mehr Rechte für den Verbraucher einzuklagen. Er hat ja Recht, aber mehr als die Hälfte des Buches besteht aus den immer wieder kehrenden Passagen der Marke: "Der Verbraucher wird nicht informiert", "Der Verbraucher hat keine Rechte" und "Die Politik arbeitet fast nur für die Agrar- und Lebensmittel-Lobby".
Das ist auf die Dauer so ermüdend, dass ich es nicht geschafft habe, das Buch zu Ende zu lesen - schade.
Etwas absurd wird das ganze zudem, wenn Bode fordert, man dürfe auf einer Milchpackung keine glücklichen Kühe auf grünen Wiesen darstellen, wenn dies nicht der Wahrheit entspräche - hier wird ziemlich über das Ziel hinausgeschossen. Auch der Ausflug in die Untiefen des EU-Subventions-Dschungels bleibt leider oberflächlich.
Von einem der seit Jahren an vorderster Front steht, um für bessere Lebensmittel und mehr Aufklärung zu sorgen, hätte ich mehr erwartet.
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Abgespeist
Da ich Mitglied bei FOODWATCH bin,lag es auf der Hand,daß ich das Buch von Thilo Bode lesen wollte. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Claudia Jöck veröffentlicht
Politisch
Zugegeben, konkrete Hinweise bezüglich der einzelnen Lebensmittel findet man in diesem Buch weniger. Lesen Sie weiter...
Vor 18 Monaten von Juno veröffentlicht
Sollte man wissen
Informierte Verbraucher können mit ihrem Kauf etwas verändern, also sollte man sich informieren. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von SirHarold veröffentlicht
Da kann sich die böse Lobby freuen
Gammelfleisch und andere Ekelgenüsse, Finanz-Irrsinn durch Subventionen oder Tod und Verderben in Entwicklungsländern durch Lobbyarbeit der europäischen... Lesen Sie weiter...
Vor 21 Monaten von Eikem veröffentlicht
Zu wenig
"Wie wir beim Essen betrogen werden" müßte der Titel des Buches eigentlich heißen. "Was wir dagegen tun können" kommt gänzlich zu kurz. Schade!
Vor 23 Monaten von Jörg Schiffer veröffentlicht
Informativ
Aufmerksam auf die Webseiten foodwatch.de und abgespeist.de wurde ich das erste Mal auf der Suche nach Informationen zu Yogurette, und war ziemlich erstaunt, was sich so im... Lesen Sie weiter...
Vor 23 Monaten von Laoma veröffentlicht
Ernüchternde Erkenntnisse
Hochspannend, das Buch sollte jeder mündige Bürger, inbes. Ernährungsberater, Ärzte gelesen haben!!! Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 11. Januar 2010 von Thomas Beyer
In Kürze: Würziges Thema, doch arg laffe Lesespeise
Journalistensohn Thilo Bode weiß, wie man Themen verkauft. Als Ex-Greenpeace-Chef hat er sich das Essen als neues Thema vorgenommen. Lesen Sie weiter...
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Veröffentlicht am 31. Oktober 2008 von Lothar Müller-Güldemeister
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