Dean Stiffle hat sein Leben in der wohlhabenden Vorstadtidylle satt. In seiner Schule wird der Außenseiter verspottet und sein Vater benutzt den Sohn als Grundlage für psychologische Analysen. Als sein bester Freund Troy, bekannter Drogendealer der Stadt, Selbstmord begeht und Dean ihn findet, gerät sein Leben völlig aus den Fugen. Deans Mitschüler hecken daraufhin einen verrückten Plan aus: Sie wollen seinen jüngeren Bruder Charlie entführen, um Troys Drogenvorräte erpressen zu können. Was sie nicht wissen: Sie haben den falschen Jungen gekidnappt - der entscheidende Funke, der das Pulverfass, auf dem die Jugendlichen und die Erwachsenen von Hillside leben, zur Explosion bringt...
Regisseur Arie Posin konnte hier gleich in seinem ersten abendfüllenden Spielfilm eine Reihe von namhaften Stars gewinnen. Glenn Close verkörpert sensationell gut die zwanghaft muntere Mutter des Selbstmörders, die sich lange Zeit der Unfähigkeit zu trauern geschlagen geben muss. Außerdem ist natürlich die Hauptfigur Dean zu erwähnen, stark gespielt von Jamie Bell. Dean ist ein Außenseiter, ohne Freunde. Er hat auch keine große Lust, mit den anderen aus seiner Schule Freundschaften zu schließen. Er trauert um seinen einzigen besten Freund Troy, ist oft von Albträumen geplagt. Nur um die "Verwechslung" aus der Entführung retten zu können, lässt er sich auf die Clique ein und findet dort unerwartet eine Verbündete. Auch weitere Nebenrollen wurden mit hochkarätigen Stars wie Ralph Fiennes, Carrie-Anne Moss, Camilla Belle und Caroline Goodall besetzt.
Dieser Film wurde sehr überspitzt dargestellt. Diesbezüglich wurde das Drehbuch sehr gelungen umgesetzt, dies macht erst den Reiz dieses Films aus. Der Film ist kurzweilig, humorvoll, spannend, aber auch ein bisschen zynisch. Eine starke Mischung. Der Film zeigt somit, dass man das Glück bzw. Glücklich sein nicht erzwingen kann. Dass nicht die Erwachsenen in einer Welt und die Jugendlichen in einer Welt leben, sondern es ein gutes Miteinander geben muss. Eine äußerst gelungene Umsetzung.
Die DVD enthält auch einiges Bonusmaterial. Es liegen u. a. ein umfangreiches Making of, nicht verwendete Szenen, ein Audiokommentar mit dem Regisseur Arie Posin, der deutsche und englische Originaltrailer sowie eine Bildergalerie vor.
Fazit:
Eine grandiose und bitterböße Satire auf den American Way of Life. Unbedingt sehenswert!