Zugegeben, der Autor ist keine literarische Offenbarung, sein Stil erinnert an das Tagebuch eines Teenagers aber dennoch habe ich dieses Buch mit Spannung gelesen. Die Fakten zum Deutschen Herbst sind ja allgemein bekannt, aber hier geht ein Betroffener wirklich auf die Gedanken und Gefühle der Täter ein und beschreibt messerscharf, daß diese zwar gegen jegliche Art von Zwang und Hierarchie waren, ihr eigenes System jedoch nicht minder geprägt davon war. Es gab kein Zurück für die Betroffenen, wer dieses Buch liest, versteht sie ein wenig, ohne ihre Taten gut zu heißen und empfindet zum Ende vielleicht sogar so etwas wie Mitleid.