Die meisten der Stücke auf "Abfent, Abfent" sind Remakes aus frühen Polt-Alben und der Serie "Fast wia aus dem richtigen Leben". Aber selbst, wenn man die alle kennt, lohnt sich die CD, denn Polt interpretiert seine alten Sachen mit mehr Biss und Hinterfotzigkeit als im Original. Zum Beispiel, wenn er seine nasale Frauenstimme auspackt, um bei dem "Weihnachtsneger" eine über den Weihnachtsbesuch aus dem Katalog enttäuschte Hausfrau schwadronieren zu lassen. "Geniestreicherei" ist der Monolog eines genügsamen Brandstifters, der aus Langeweile Möbelcenter und ähnliches ansteckt. Dann natürlich das etwas überstrapzierte "Nikolausi" und das absurde "Megaludo" aus Polt's jüngerem Theaterstück "Kinderdämmerung". Die neuen Stücke überzeugen genauso, z.B. "Der Schuldenkäufer", der vom "Weinachtsfrieden" erzählt, bevor er den ihm übereigneten Schuldner, "Herrn Nagy", wieder etwas "auspressen" würde.
Das Album enthält bitterböses, skurilles und zeitgemäßes wie zeitloses zum Feste, ein prima Weihnachtsgeschenk.