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Aberglaube Disziplin. Antworten der Pädagogik auf das "Lob der Disziplin"
 
 
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Aberglaube Disziplin. Antworten der Pädagogik auf das "Lob der Disziplin" [Broschiert]

Rolf Arnold
3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Preis für beide: EUR 34,90

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Produktinformation

  • Broschiert: 168 Seiten
  • Verlag: Carl-Auer; Auflage: 1., Aufl. (Oktober 2007)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3896706144
  • ISBN-13: 978-3896706140
  • Größe und/oder Gewicht: 21,6 x 13,4 x 1 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 296.241 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Rolf Arnold
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Wie kann es sein, dass autoritäre Erziehungsparolen heute wieder auf offene Ohren stoßen und Teile der Öffentlichkeit Gefallen finden an Disziplin, Strafe und Gehorsam?

Rolf Arnold nimmt die Erziehungsmentalität unter die Lupe, die hinter dem "Lob der Disziplin" steckt. Dabei treten zum Teil erschreckende, vordemokratische Einstellungen zu Tage, mit deren eindimensionalen, mechanistischen Erklärungen der beklagte "Erziehungsnotstand" sicher nicht zu beheben ist.

Der autoritätsgläubigen Verlegenheit in Erziehungsfragen stellt der Autor eine "professionelle Balance" gegenüber, die Kinder nicht als Gegner betrachtet, sondern ihnen mit Achtung, einfühlendem Verstehen und persönlicher Authentizität begegnet. Als Grundlage dienen ihm die Annahmen und die Haltung der systemischen Pädagogik.

Neben praxistauglichen Diagnose-Instrumenten gibt das Buch ganz konkrete Tipps, Hinweise und Vorschläge, die dem Erziehungsalltag gerecht werden und Eltern wie Lehrern helfen, auch in schwierigen Situationen handlungsfähig zu bleiben.

Über den Autor

Rolf Arnold , Prof. Dr., Professor für Pädagogik (insbesondere Berufs- und Erwachsenenpädagogik); Aufsichtsratsvorsitzender und Wissenschaftlicher Direktor des Distance and International Studies Centre (DISC) an der TU Kaiserslautern; Verwaltungsratsvorsitzender des Deutschen Instituts für Erwachsenenbildung (DIE, Bonn) sowie systemischer Berater im nationalen und internationalen Rahmen (Schwerpunkte: Führungskräfte, Bildungssystementwicklung). Lehrtätigkeiten an den Universitäten Bern, Heidelberg und Klagenfurt.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Mr.Black
Format:Broschiert
Lob der Disziplin hat in der deutschen Pädagogik gleichsam zu Gelächter und zu Entsetzen geführt. Es gibt in der pädagogischen Fachwelt keinen ernst zu nehmenden Experten, der Buebs Ansichten vertritt. Es gilt hier auf den Ausdruck "Ansichten" zu pochen, denn seine Ratschläge sind weder wissenschaftlich noch philosophisch manifestiert. Sie sind lediglich Spiegel seiner Einstellung, die nicht mit einer Wirklichkeit zu tun hat.

Ich und mein Bruder haben unter Bueb gelitten, als er im Internat zu St. Blasien, tätig war. Unkraut aus den Fugen von Pflastersteinen rupfen, Barfuss kehren, kalte Duschen nachts durch Kollegianer wurden geduldet. Die Methoden haben nicht mit Disziplin zu tun, wie sein Kind dazu zu zwingen, täglich seine Stunde Klavier zu üben. Das ist schlicht weg Folter.

Ich habe Pädagogik, Philosophie und Ingenieurwissenschaften Studiert und bin auch als Lehrer tätig. Ermöglichungsdidaktik und selbstorientiertes Lernen ist keine Blase der alt 68er wie das manche Rezessenten hier behaupten. Es ist Bildungsstandard. D.h. sie sind in Rahmenlehrplänen und Bildungsstandards verankert. Philosophen wie Rousseau, Sokrates oder Kant haben es vorgemacht und "wir" haben Jahrhunderte gebraucht um umzusetzen was diesen Herren schon völlig klar war.

Arnold geht auf diese ein, zeigt den Mehrwert einer demokratischen, selbstbildenden Erziehung für die Schülerinnen und Schüler selbst aber auch, wichtig, für die Gesellschaft.

Bueb leitet i.M. das Internat Salem. Wer mal da war, sieht was Buebs Disziplin anrichtet. Kein Heim für Schwererziehbare was ich besucht habe, kann mit dieser Einrichtung mithalten. Drogen, Sex, Gewalt ist an der Tagesordnung. Leute wie Bueb sind Theologen, Jesuiten, die keine Ahnung haben, wie echte Wissenschaft betrieben wird. Auch wenn diese nicht richtig sein muss, hat sie wenigstens schon mal die grob richtige Richtung eingeschlagen. Wer eine fundierte Argumentation entgegen einer verbrämten, theologisch fundierten Erziehungsweise (nennen wir es mal so) lesen möchte, sollte das hier tun.
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11 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von T. Lind
Format:Broschiert
Mit dem 2007 erschienen Buch 'Aberglaube Disziplin. Antworten der Pädagogik auf das ,Lob der Disziplin'' publiziert der Pädagoge Rolf Arnold ein Werk, das schon in seinem gut vierseitigen, gehaltvollen Vorwort überzeugt. Schon dort gelingt es ihm nämlich Faszination für die sich anbahnenden systemischen Gedankengänge auszulösen, was dem Leser Lust auf die folgenden 147 Seiten macht.

In diesen wird der Leser nicht enttäuscht. Arnold schafft es nämlich immer wieder den Zitaten aus Buebs Streitschrift genauer auf den Grund zu gehen. Dabei untersucht er sie daraufhin, was eigentlich hinter Buebs Aussagen wirklich steckt. Er beschreibt, wie Bueb auf diese Aussagen kommt und legt den Fokus darauf, wie Bueb dabei argumentiert. Zudem zeigt er auch auf, wohin ein solches Denken führen kann. Beispielsweise, wenn er auf Seite 23 auf die Folgen fehlenden Selbstwirksamkeitserlebens verweist. Dem Autor gelingt es zudem immer wieder auf aktuelle pädagogische und psychologische Forschungsergebnisse Bezug zu nehmen, was eine überzeugendere Argumentation darstellt als die im Wesentlichen auf Erfahrung rekurrierenden Begründungen Buebs.

Inhaltlich plädiert der Kaiserlauterer Pädagoge für ein systemisch-äqivalentes Erziehungshandeln, das Probleme als Lösungen, 'wenn auch als problematische', darstellt. Ein solches Denkmodell erlaubt es nun, Schüler anders zu sehen. Der 'schwierige Schüler' kann nunmehr als Schüler betrachtet werden, der vielleicht nur in der Schule Aufmerksamkeit bekommt. Man kann sein Verhalten nun als eine Lösung verstehen und infolgedessen als Lehrerin oder Lehrer Angebote machen. Wie ein solches Erziehungshandeln aussehen kann, dafür gibt Arnold wertvolle Hinweise. Probleme benötigen nach einer solchen Auffassung von Erziehung also Lösungen und keine Disziplinierung. Dies stellt zugleich eine nachhaltigere Art und Weise der Erziehung dar, deren genauere Begründung in dem Buch ebenso wenig fehlt, wie die Betonung der Beziehung und des Dialogs für ein wirksames Erziehungshandeln.

Bueb hat sein Buch bewusst eine Streitschrift genannt. Arnolds Monografie ist eine Antwort darauf. Sie ist jedoch noch mehr. Sie bietet ' gerade mit dem letzten Kapitel ' eine lesenswerte Einführung in eine systemische Pädagogik. Durch die zahlreichen methodischen Hinweise bietet sie zugleich eine gute Grundlage für eine erzieherisches Handeln, das gerade nicht in die Disziplinierungsfalle tappt. Insofern ist Arnolds 'Aberglaube Disziplin' uneingeschränkt zu empfehlen.
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Das alte Dilemma 10. Oktober 2010
Von H. Weber
Format:Broschiert
Es ist hinlänglich bekannt, dass es bei der durch Bernhard Bueb neu entfachten Debatte über die Rolle der Disziplin in der Erziehung und Bildung sehr unterschiedliche Standpunkte gibt.

Das Problem ist jedoch, dass es hierbei für den Erkenntnisgewinn, und darum geht es in der auch die Disziplin der Pädagogik einschließenden Wissenschaft, nicht ausreicht, etwas als andere Meinung darzustellen, der man aufgrund verschiedentlicher Gründe nicht anhängt, sondern die eigentliche Aufgabe hätte darin bestanden, Buebs Argumentation auf "richtig" oder "falsch" hin zu untersuchen.

Bueb hat nämlich nicht nur seine Meinung gesagt, sondern er hat eine Behauptung aufgestellt, die Behauptung nämlich, dass durch mehr Disziplin, wie er sie definiert, sich bei Kindern ein größerer Lernerfolg einstellt. Diese Behauptung hält Prof. Arnold offensichtlich für einen "Aberglauben", und dann besteht die Aufgabe eines Buches mit diesem Titel, die genannte Behauptung zu widerlegen.

Dies leistet die "Antworten" versprechende Schrift jedoch nicht. Sie ist ansprechend aufbereitet und gut lesbar, führt eine Fülle an Quellen auch aus der philosophischen und erziehungswissenschaftlichen Ideengeschichte von Rousseau bis Korczak an, der Leser ist nach der Lektüre jedoch um keinen Deut schlauer, ob denn Buebs Vorschläge auf wissenschaftlicher Grundlage als sinnvoll zu erachten sind oder nicht.

Als Leser hätte man "Antworten der Pädagogik" etwa in folgender (fiktiver) Form erhofft: "Mit meinen Kollegen Müller und Meier habe ich Buebs Hypothese getestet (vgl. Arnold et al. 2007). Wir haben zehn neu gebildete 5. Gymnasialklassen in Kaiserslautern je zur Hälfte der Experimental- und der Kontrollgruppe zugeordnet. Im Schuljahr 2006/07 wurde hierbei in der einen Gruppe ein an Bueb angelehnter Erziehungs- und Bildungsstil praktiziert, in der Kontrollgruppe ein nach den Prinzipien der systemischen Pädagogik ausgerichteter. Zu Beginn und zu Ende des Schuljahrs wurden Vergleichstests durchgeführt und Befragungen vorgenommen. Es zeigte sich keine signifikant höhere Zunahme des Leistungsniveaus in Mathematik und Deutsch in den "Disziplin"-Klassen im Vergleich mit den anderen. Stattdessen war ein signifikanter Anstieg intoleranter Einstellungen, gemessen an der Zustimmung zu autoritären und antidemokratischen Statements, zu verzeichnen. Daher kommen wir zu dem Schluss, dass Buebs These auf Grundlage dieser Ergebnisse vorerst zurückgewiesen werden kann."

Nun, vielleicht gibt es eine solche Studie gar nicht. Vielleicht wäre sie auch gar nicht durchführbar. Aber wenn dem so wäre, dann hätte man sich nicht den Anspruch geben können, Bueb zu widerlegen. Denn der Buchtitel suggeriert, dass dies vorgenommen worden wäre. Stattdessen ist lediglich ein anderer Standpunkt dargelegt und argumentativ untermauert worden - legitim, aber nicht das Programm der Wissenschaft.
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Aberglaube Disziplin. Antworten der Pädagogik auf das "Lob der Disziplin" 0 18.11.2008
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